{"id":1005257,"date":"2026-05-09T04:03:15","date_gmt":"2026-05-09T04:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005257\/"},"modified":"2026-05-09T04:03:15","modified_gmt":"2026-05-09T04:03:15","slug":"neuss-baselitz-schueler-alfred-mueller-stellt-am-schloss-reuschenberg-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005257\/","title":{"rendered":"Neuss: Baselitz-Sch\u00fcler Alfred M\u00fcller stellt am Schloss Reuschenberg aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Wer die neonfarbenen Bilder von Alfred M\u00fcller sieht, m\u00f6chte gleich n\u00e4her herantreten. Von den Leinw\u00e4nden heben sich deutliche Linien ab und spielen mit der Wahrnehmung der Betrachter. \u201eVon Weitem k\u00f6nnte man meinen, dass sie aufgestickt worden sind\u201c, sagt Beate D\u00fcsterberg von der Kunstinitiative \u201eWurzeln und Fl\u00fcgel\u201c. Tats\u00e4chlich sind es aber Tausende dicke Pinselstriche, mit denen M\u00fcller eine 3D-Optik erzeugt. Das ist jedoch nicht der einzige Effekt, den seine Bilder haben: Im Schwarzlicht offenbaren sie versteckte Details \u2013 laut dem K\u00fcnstler sei es, als w\u00fcrden sie ihr zweites Gesicht zeigen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">M\u00fcllers Arbeiten sind jetzt unter dem Titel  \u201eExplosi\u00f3n de Color\u201c am Schloss Reuschenberg zu sehen. Vor zwei Jahren hat Beate D\u00fcsterberg ihn auf der \u201eArt Karlsruhe\u201c kennengelernt und freut sich, ihn nun in den R\u00e4umen der Kunstinitiative zu pr\u00e4sentieren. Entstanden ist eine vielseitige und ungeplant aktuelle Schau. Denn M\u00fcller war Student des k\u00fcrzlich verstorbenen Georg Baselitz. Und so sind in seinen Arbeiten immer wieder auch Referenzen zu seinem Professor, einem der bekanntesten K\u00fcnstler der Nachkriegszeit, zu finden. Da w\u00e4ren etwa M\u00fcllers Fotogramme, die in den 90er-Jahren nach einem Besuch in Baselitz\u2018 Schloss entstanden sind. Oder auffallend dicke Holzrahmen, die einige von M\u00fcllers Arbeiten umfassen. Entstanden seien sie in Bezug auf Baselitz, der den Satz \u201eGute Bilder brauchen keine Rahmen\u201c gesagt haben soll. \u201eGute Bilder waren rar\u201c oder \u201eBunte Bilder waren begehrt\u201c ist hingegen auf M\u00fcllers Rahmen zu lesen. Dabei waren seine Werke lange Zeit alles andere als bunt. Fast 20 Jahre lang hat er ausschlie\u00dflich silberfarbene Bilder geschaffen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dann allm\u00e4hlich kehrte die Farbe ein \u2013 zu sehen ist das in einigen Modeaquarellen, die M\u00fcller schuf. Eine entscheidende Wende erhielt seine Kunst jedoch nach einer Mexiko-Reise: Das Leben, die Kultur und Natur lie\u00dfen ihn zu Neonfarben greifen und Motive der mexikanischen Halbinsel Yucatan malen. Baselitz war nicht vergessen: Statt eines Adlers lie\u00df M\u00fcller einen Pelikan ins Wasser st\u00fcrzen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">H\u00f6hepunkt der Ausstellung ist die Wirkung, die seine Werke im Schwarzlicht entfalten: Fluoreszierende Umrisse, Formen und Motive heben sich leuchtend von Leinw\u00e4nden ab \u2013 so mancher Schriftzug wird erst durch die ultraviolette Strahlung sichtbar. In einigen Werken bezieht er sich, so erkl\u00e4ren D\u00fcsterberg und Friederike G\u00f6rges von der Kunstinitiative, auf die biblische Erz\u00e4hlung des ungl\u00e4ubigen Thomas und legt den sprichw\u00f6rtlichen \u201eFinger in die Wunde\u201c. Und in seiner Serie  \u201eHeroines\u201c besch\u00e4ftigt er sich mit weiblichen Heldinnen: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/amy-winehouse\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amy Winehouse<\/a>, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/britney-spears\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Britney Spears<\/a>, die Frauenrechtlerin Malala aus Pakistan oder \u201ePoison Ivy\u201c aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/batman\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Batman<\/a> hat er beispielsweise auf die Leinwand gebracht. Seine Bilder \u00fcbertr\u00e4gt M\u00fcller aber auch auf Seident\u00fccher. Sie k\u00f6nnten aufgeh\u00e4ngt oder getragen werden \u2013 das demonstriert auch eine Modenschau, die zur <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/vernissage\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vernissage<\/a> geplant ist.<\/p>\n<p class=\"italic richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Info<\/strong> Zu sehen ist die Ausstellung an der Gerhard-Hoehme-Allee 1 bis Ende August, ge\u00f6ffnet ist sie jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer die neonfarbenen Bilder von Alfred M\u00fcller sieht, m\u00f6chte gleich n\u00e4her herantreten. 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