{"id":1005681,"date":"2026-05-09T08:10:23","date_gmt":"2026-05-09T08:10:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005681\/"},"modified":"2026-05-09T08:10:23","modified_gmt":"2026-05-09T08:10:23","slug":"der-modernste-kampfhubschrauber-kommt-nach-deutschland-aw249-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005681\/","title":{"rendered":"Der modernste Kampfhubschrauber kommt nach Deutschland: AW249 in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal \u00fcberhaupt kommt mit der Leonardo AW249 Fenice ein schwerer Kampfhubschrauber der Apache-Klasse aus Europa. Vier Exemplare des Italo-Drehfl\u00fcglers sind bereits in der Luft, ein Prototyp und drei Vorserienhubschrauber. Seit dem Erstflug im August 2022 hat Leonardo mit dem Fenice-Quartett \u00fcber 1000 Flugstunden abgespult und peilt f\u00fcr das kommende Jahr die Indienststellung bei der italienischen Armee an.<\/p>\n<p>Damit die Flugerprobung m\u00f6glichst flott vonstattengeht, haben die Italiener die vier AW249 so konfiguriert, dass sie sich allesamt f\u00fcr die gesamte Palette der Testkampagne heranziehen lassen, wie Leonardo-Sprecher Roberto Caprarella gegen\u00fcber der FLUG REVUE erkl\u00e4rt. &#8222;Das vereinfacht den Entwicklungszeitplan und macht die Erprobung effizienter&#8220;, so Caprarella.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Flugtests nutzt Leonardo, in enger Zusammenarbeit mit den Streitkr\u00e4ften, sowohl Schaupl\u00e4tze in Italien als auch im Ausland. &#8222;Bisher umfassten die Tests die Bereiche Leistung, Systeme und ungelenkte Waffen, als N\u00e4chstes stehen Versuche mit gelenkten Waffen an&#8220;, sagt der Pressesprecher.<\/p>\n<p>Serienproduktion l\u00e4uft schon<\/p>\n<p>Die italienische Arme hat offiziell einen Bedarf f\u00fcr 48 Fenice-Helikopter angemeldet, mit denen sie das (deutlich kleinere) Vorg\u00e4ngermuster A129 Mangusta ersetzen m\u00f6chte. Fest bestellt sind bislang nur 19 Einheiten, die italienische Regierung bekr\u00e4ftigte jedoch im Herbst 2025, den Beschaffungsprozess f\u00fcr die restlichen Exemplare zeitnah voranzutreiben. Die Serienfertigung der AW249 hat laut Leonardo bereits begonnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2292326.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Neuer Kampfhubschrauber Leonardo AW249 in Aktion im Gebirge.\" title=\"Leonardo, AW249, AW 249, Kampfhubschrauber, Fenice\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Leonardo<\/p>\n<p>Die AW249 Fenice soll m\u00f6glichst 2027 in Italien den Dienst antreten. Leonardo hofft auch auf Exporterfolge.\u00a0<\/p>\n<p>Deutschland als Exportkunde?<\/p>\n<p>Parallel dazu sehen die Italiener f\u00fcr ihren von Grund auf neu entwickelten Kampfhubschrauber gro\u00dfe Chancen auf dem weltweiten Exportmarkt. &#8222;Dank ihrer herausragenden F\u00e4higkeiten und ihres modernen Designs, das den sich wandelnden operativen Anforderungen gerecht wird&#8220;, nennt Leonardo-Mann Caprarella neben dem Nahen Osten, &#8222;einigen asiatischen L\u00e4ndern&#8220;, Kanada und Lateinamerika insbesondere Mittel- und Osteuropa als m\u00f6gliche Absatzm\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Auch in Deutschland wittert man offenbar Morgenluft \u2013 schlie\u00dflich ist die Bundesregierung offiziell bestrebt, die Bundeswehr in den kommenden 15 Jahren zur st\u00e4rksten nicht-nuklearen Streitmacht des Kontinents aufzur\u00fcsten. Gleichzeitig fehlt daf\u00fcr, nach dem beschlossenen Aus f\u00fcr den Eurocopter Tiger, der durch deutlich schw\u00e4chere H145M von Airbus ersetzt wird, ein waschechter Kampfhubschrauber im Portfolio. Den Gang zur ILA 2026 nach Berlin d\u00fcrfte Leonardo somit im Juni nicht ohne Hintergedanken antreten \u2013 auch wenn sich Pressesprecher Caprarella diesbez\u00fcglich noch bedeckt h\u00e4lt und von der AW249 lieber allgemein als &#8222;Kampfhubschrauber der n\u00e4chsten Generation f\u00fcr Europa&#8220; spricht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2292325.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Neuer Kampfhubschrauber Leonardo AW249 in Aktion im Gebirge.\" title=\"Leonardo, AW249, AW 249, Kampfhubschrauber, Fenice\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Leonardo<\/p>\n<p>Leonardo vermarktet die AW249 als &#8222;Kampfhubschrauber der n\u00e4chsten Generation&#8220;, die allen Konkurrenten technisch voraus sei.<\/p>\n<p>&#8222;Kampfhubschrauber der n\u00e4chsten Generation&#8220;<\/p>\n<p>Kaufargumente liefert der neue Kampfhubschrauber aus Sicht des Herstellers gen\u00fcgend. Schlie\u00dflich sei die AW249 speziell dazu entwickelt worden, &#8222;den strengen, sich abzeichnenden operativen Anforderungen der n\u00e4chsten 30 Jahre gerecht zu werden&#8220; und nutze dazu &#8222;F\u00e4higkeiten und Technologien, die heute sonst nirgendwo verf\u00fcgbar sind&#8220;.<\/p>\n<p>Als &#8222;Kampfhubschrauber der n\u00e4chsten Generation&#8220; ist die AW249 mit zukunftsweisender Avionik ausgestattet, die Leonardo komplett in Eigenregie entwickelt hat. Markenzeichen ist eine offene Systemarchitektur, die den Mangusta-Nachfolger auch in den kommenden Jahrzehnten stets auf der H\u00f6he der Zeit halten soll. In den beiden Cockpits \u2013 der Pilot sitzt im Normalfall hinten, der Bordsch\u00fctze vorn \u2013 dominiert je ein 20 Zoll gro\u00dfer Touchscreen-Bildschirm, der laut Hersteller stets nur die f\u00fcr die aktuelle Einsatzphase relevanten Informationen anzeigt, um das Situationsbewusstsein zu verbessern.<\/p>\n<p>Letzteres soll auch das neue Battlefield Management System (BMS) garantieren. Es kann enorme Datenmengen verarbeiten und vermittelt der Besatzung in Echtzeit eine \u00fcbersichtliche Darstellung des Gefechtsfelds \u2013 sowohl \u00fcber die Cockpit-Bildschirme als auch \u00fcber ein Integriertes Helmdisplay, \u00e4hnlich dem in Lockheed Martins Stealth-Fighter F-35. Die Besatzung der AW249 wird au\u00dferdem bei ihrer Entscheidungsfindung durch KI-Systeme unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2292329.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Neuer Kampfhubschrauber Leonardo AW249 in Aktion im Gebirge.\" title=\"Leonardo, AW249, AW 249, Kampfhubschrauber, Fenice\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Leonardo<\/p>\n<p>Die italienische Armee hat bislang f\u00fcr 19 AW249 unterschrieben &#8211; der kommunizierte Bedarf liegt bei 48 Exemplaren.<\/p>\n<p>Schwer bewaffnet <\/p>\n<p>In seiner Auslegung adaptiert der neue Helikopter das Design seines US-Pendants Apache mit Zwei-Mann-Cockpit in Tandemauslegung, konventionellem Haupt- und Heckrotor, Stummelfl\u00fcgeln und starrem Spornrad-Fahrwerk.<\/p>\n<p>Unterm Kinn tr\u00e4gt die Fenice eine massive, schwenkbare, dreil\u00e4ufige 20-mm-Gatlingkanone des Typs TM-197B, die bereits bei der A129 Mangusta Verwendung fand und bis zu 2 000 Meter weit schie\u00dfen kann. Je zwei Aufh\u00e4ngungspunkte links und rechts unter den Fl\u00fcgelstummeln bieten Platz f\u00fcr vielf\u00e4ltige Arten der Bewaffnung f\u00fcr Luft-Luft- und Luft-Boden-Eins\u00e4tze. Die maximale Nutzlast der AW249 liegt laut Leonardo bei 2.800 Kilogramm. Dar\u00fcber hinaus soll die Fenice auch im Verbund mit unbemannten Flugger\u00e4ten auf dem Schlachtfeld agieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2292331.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"Neuer Kampfhubschrauber Leonardo AW249 in Aktion im Gebirge.\" title=\"Leonardo, AW249, AW 249, Kampfhubschrauber, Fenice\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Leonardo<\/p>\n<p>Als Europas erster Kampfhubschrauber der Apache-Klasse ist die AW249 dem Vorg\u00e4ngermuster A129 Mangusta in allen Belangen deutlich \u00fcberlegen.\u00a0<\/p>\n<p>Herausragende Flugleistungen<\/p>\n<p>Die Flugleistungen der Fenice \u00fcbersteigen die Parameter der A129 Mangusta bei Weitem: Mit 309 km\/h H\u00f6chstgeschwindigkeit fliegt die AW249 deutlich schneller und kann \u00fcber vier Stunden in der Luft bleiben. Die Dienstgipfelh\u00f6he betr\u00e4gt 6.100 Meter, die Steigrate beeindruckende 716 Meter pro Minute. Erm\u00f6glicht wird dies unter anderem durch die beiden jeweils bis zu 2 500 WPS leistenden General Electric CT7-8E6-Turbinen. Sie sollen der AW249 in jeder Lage zu herausragenden Flugeigenschaften verhelfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2213843.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"A\u00e9rosalon Paris Le Bourget 2025.\" title=\"Paris, Airshow, Aerosalon\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Patrick Zwerger<\/p>\n<p>Das Beobachtungs- und Zielstystem (OTS) der AW249 sitzt in der Nase. Es wurde von Grund auf neu und speziell f\u00fcr die AW249 entwickelt. <\/p>\n<p>Neu entwickelte Sensorik<\/p>\n<p>Seine Ziele nimmt der neue Kampfhubschrauber \u00fcber das ma\u00dfgeschneiderte, im Bug montierte OTS (Observation and Targeting System) ins Visier. Es besteht aus einem Infrarot-Zielsystem, einem Laser-Entfernungsmesser und einem Laser-Zielsystem. Am Bug befindet sich au\u00dferdem ein zweites elektrooptisches System mit zwei Infrarot-Sensoren f\u00fcr die Navigation. Dar\u00fcber hinaus gibt es ein LiDAR-System (Light Detection And Ranging) und ein Mikrowellenradar zur Erkennung von Gel\u00e4ndeprofil und Hindernissen.<\/p>\n<p>Ein umfangreiches Selbstschutzsystem mit digitalem Radarwarnempf\u00e4nger, Raketen- und Laserwarnsystem, D\u00fcppel- und Flare-Werfern sowie einem System f\u00fcr direkte Infrarot-Gegenma\u00dfnahmen soll die Fenice m\u00f6glichst wirkungsvoll vor feindlichem Beschuss bewahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum ersten Mal \u00fcberhaupt kommt mit der Leonardo AW249 Fenice ein schwerer Kampfhubschrauber der Apache-Klasse aus Europa. 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