{"id":1005905,"date":"2026-05-09T10:24:25","date_gmt":"2026-05-09T10:24:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005905\/"},"modified":"2026-05-09T10:24:25","modified_gmt":"2026-05-09T10:24:25","slug":"zwei-fiat-g-91-sollen-in-deutschland-fliegen-kampfjet-klassiker-der-luftwaffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1005905\/","title":{"rendered":"Zwei Fiat G.91 sollen in Deutschland fliegen! Kampfjet-Klassiker der Luftwaffe"},"content":{"rendered":"<p>Erik Baues und das Team der Flugzeugwerft Finsterwalde haben Dornier sprichw\u00f6rtlich im Blut. Heute ist der Betrieb vielen durch Wartung und Umbauten an der Cessna Caravan bekannt. Historisch war die Werft jedoch eine feste Adresse f\u00fcr Dornier-Muster \u2013 insbesondere Do 228 und Do 27. Baues selbst hat sein Handwerk bei Dornier gelernt, \u00fcber Jahre mehrere Do 27 betrieben und dabei die Grundlagen f\u00fcr das gelegt, was nun als n\u00e4chstes Gro\u00dfprojekt ansteht: die Restaurierung von gleich zwei Fiat G.91 in einen flugf\u00e4higen Zustand.<\/p>\n<p>Der Impuls kommt auch aus der Familie: Baues Vater Lothar war bei der Bundeswehr Pilot und Fluglehrer \u2013 unter anderem auf der Do 27 und der Fiat G.91. Inspiriert vom Projekt &#8222;Save a Dornier&#8220; in H\u00f6xter reifte schlie\u00dflich der Plan, gemeinsam noch einmal einen &#8222;M\u00e4nnertraum&#8220; anzugehen: eine Fiat G.91 in flugf\u00e4higem Zustand zu restaurieren.<\/p>\n<p>Monate der Vorbereitung gingen dem Vorhaben voraus. Das Team sammelte Dokumentationen, organisierte Ersatzteile \u2013 und sicherte sich am Ende nicht nur eine, sondern gleich zwei G.91-Zellen. Inzwischen sind beide Flugzeuge in Finsterwalde eingetroffen: die einsitzige Fiat G.91R\/3 (Werknummer 0068) sowie die doppelsitzige Fiat G.91T\/3 (Werknummer 0043).<\/p>\n<p>Geschichtstr\u00e4chtige &#8222;Ginas&#8220;<\/p>\n<p>Letztere ist schon seit einigen Jahren bekannt in Deutschland und wurde einige Zeit von einem Team am Flugplatz Bielefeld \u00fcberholt. Ziel war schon damals, den 1963 gebauten Doppelsitzer wieder in die Luft zu bringen. 2026 erfolgte der Verkauf der Maschine mit dem taktischen Kennzeichen 34+39. Anfangs trug sie bei der Luftwaffe \u00fcbrigens das Kennzeichen BD+142.<\/p>\n<p>Die &#8222;Gina&#8220; mit der Werknummer 0068 besitzt ebenfalls eine ebenso spannende wie gut dokumentierte Historie. Als R\/3-Version bei Fiat gebaut, trug sie in ihrer Bundeswehr-Laufbahn f\u00fcnf verschiedene Kennzeichen (BD+108,EC+108, ER+108, BD+271 und seit 1968 30+13). Ab 1973 flog sie bei der Waffenschule 50, wo \u00fcbrigens auch die 0043 eingesetzt wurde. Sp\u00e4ter folgte die Nutzung als Zieldarsteller bei Condor Flug mit dem Kennzeichen 99+02. 1998 wurde die G.91 in Ankum aus der Liste der Luftwaffe gestrichen. Beide Werknummern finden sich \u00fcbrigens im Flugbuch von Lothar Baues.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2291783.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"\" title=\"\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Ex-Kampfpilot Lothar Baues hat die beiden G.91, hier der Einsitzer mit der Werknummer\u00a00068, einst bereits bei der Bundeswehr geflogen.<\/p>\n<p>Die ersten Schritte<\/p>\n<p>Als erster Schritt des speziellen Vater-Sohn-Projekts steht nun die Komplettierung der beiden Jets an, um zu pr\u00fcfen, welche Baugruppen vorhanden sind und wo L\u00fccken geschlossen werden m\u00fcssen. Anschlie\u00dfend sollen die Systeme schrittweise reaktiviert und wieder funktionsf\u00e4hig gemacht werden. Ob die beiden &#8222;Ginas&#8220; am Ende tats\u00e4chlich wieder abheben, h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich vom Ergebnis dieser fr\u00fchen Bestandsaufnahme und der technischen Bewertung ab.<\/p>\n<p>Die Ausgangsbasis scheint allerdings ungew\u00f6hnlich stark: eine Dornier-Lehre, jahrzehntelange Werfterfahrung von Wartung \u00fcber Restaurierung bis Entwicklung \u2013 und nicht zuletzt die fliegerische Expertise eines ehemaligen Bundeswehr-Fluglehrers auf der Fiat G.91. In Finsterwalde soll aus der Idee ein Projekt werden, das das Zeug zur R\u00fcckkehr eines Klassikers in den Himmel hat.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re nicht weniger als eine aviatische Sensation in Deutschland!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erik Baues und das Team der Flugzeugwerft Finsterwalde haben Dornier sprichw\u00f6rtlich im Blut. 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