{"id":1006035,"date":"2026-05-09T11:37:15","date_gmt":"2026-05-09T11:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006035\/"},"modified":"2026-05-09T11:37:15","modified_gmt":"2026-05-09T11:37:15","slug":"russland-blasse-feier-nd-aktuell-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006035\/","title":{"rendered":"Russland \u2013 Blasse Feier | nd-aktuell.de"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img321467\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/321467.jpeg\" alt=\"Viel zu sehen gab es auf dem Roten Platz in diesem Jahr nicht.\"\/><\/p>\n<p>Viel zu sehen gab es auf dem Roten Platz in diesem Jahr nicht.<\/p>\n<p>Foto: AFP\/ALEXANDER NEMENOV <\/p>\n<p>Viel Aufregung um fast nichts. Nachdem Russland und die Ukraine sich im Vorfeld des 9. Mai eine Propagandaschlacht samt gegenseitiger Vernichtungsfantasien geliefert hatten, vermittelte US-Pr\u00e4sident Donald Trump am Freitag eine dreit\u00e4gige Waffenruhe, damit Russland seine traditionelle Parade zum Tag des Sieges \u00fcber Nazideutschland abhalten konnte.<\/p>\n<p>Die fiel aus Sicherheitsgr\u00fcnden kleiner und langweiliger aus als sonst. Keine Panzer und Raketen und zwei Drittel weniger marschierende Soldaten als 2024. In seiner Rede zog Pr\u00e4sident Wladimir Putin erneut Parallelen zwischen dem Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg und dem Ukraine-Krieg. Er zeigte sich \u00fcberzeugt, den aktuellen Krieg doch gewinnen zu k\u00f6nnen. \u00bbIch bin fest davon \u00fcberzeugt: Unsere Sache ist gerecht, wir stehen zusammen, der Sieg war immer und wird immer auf unserer Seite sein\u00ab, sagte Putin auf dem Roten Platz.<\/p>\n<p>Verbindung zwischen Weltkrieg und Ukraine-Krieg<\/p>\n<p>Die russische Armee werde bei ihrem Einsatz in der Ukraine heute inspiriert von der \u00bbGeneration der Sieger\u00ab im Zweiten Weltkrieg, meinte der Kreml-Chef. \u00bbSie stellen sich einer aggressiven Macht entgegen, die vom gesamten Nato-Block bewaffnet und unterst\u00fctzt wird\u00ab, sagte Putin. Trotz der westlichen Unterst\u00fctzung \u00bbmarschieren unsere Helden vorw\u00e4rts.\u00ab<\/p>\n<p>Russische Beobachter sprachen von einer absolut leeren Rede, die keinerlei Botschaft aussende. Lediglich zum Ende seiner kurzen Ansprache wurde Putin emotional und sogar sehr w\u00fctend.<\/p>\n<p>Videos ersetzen Waffenschau<\/p>\n<p>Im Anschluss an Putins Rede bekamen die Zuschauer anstelle der \u00fcblichen Waffenschau ein siebenmin\u00fctiges Video zu sehen mit der neuesten Milit\u00e4rtechnik aus dem Ukraine-Krieg.<\/p>\n<p>Man habe sich f\u00fcr Videos entschieden, traue sich aber nicht, die Technik auf dem Roten Platz zu zeigen, merkte Kirill Martynow, Chefredakteur der \u00bbNowaja Gaseta Jewropa\u00ab im Fernsehsender \u00bbDoschd\u00ab an. Zudem zeigten die Videos eine neue Tendenz. Normalerweise werde am 9. Mai erinnert. Die Technik solle zeigen, dass man friedlich sei, sich aber wehren k\u00f6nne. Die jetzt gezeigte Technik zeige hingegen die Bereitschaft zu k\u00e4mpfen, ordnet Martynow ein.<\/p>\n<p>Bereitet sich Moskau auf Kriegsende vor?<\/p>\n<p>Der Krieg in der Ukraine ist momentan beinahe zum Stillstand gekommen. Keine Seite kann nennenswerte Gel\u00e4ndegewinne erzielen. Auch diplomatisch bewegt sich seit dem Beginn des Iran-Kriegs nichts mehr. Nun vermittelte Trump zumindest einen neuen Austausch von jeweils 1000 Kriegsgefangenen \u2013 verbunden mit der Botschaft: \u00bbHoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, t\u00f6dlichen und hart ausgetragenen Kriegs.\u00ab Die Gespr\u00e4che \u00fcber ein Ende des Kriegs \u2013 \u00bbdes gr\u00f6\u00dften seit dem Zweiten Weltkrieg\u00ab \u2013 gingen weiter, schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social.<\/p>\n<p>Angesichts hoher Verluste und den zunehmend sp\u00fcrbaren Auswirkungen auf die Wirtschaft scheint man sich im Kreml mittlerweile Gedanken \u00fcber ein Ende zu machen. Wie das Zentrum \u00bbDossier\u00ab herausfand, wurde in der Pr\u00e4sidialverwaltung bereits im Februar damit begonnen, ein \u00bbBild des Sieges\u00ab auszuarbeiten \u2013 Propaganda-Narrative, mit deren Hilfe den Russen ein Friedensabkommen mit der Ukraine \u00bbverkauft\u00ab werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Zu den Vorschl\u00e4gen geh\u00f6rt laut \u00bbDossier\u00ab die radikalsten Kriegs-Blogger dazu zu zwingen, \u00f6ffentlich \u00bbumzuschwenken\u00ab, die T\u00f6tung ukrainischer Soldaten auf dem Schlachtfeld als \u00bbEntnazifizierung\u00ab zu bezeichnen und darauf zu bestehen, dass Russland nie vorhatte, Kiew einzunehmen. Medial sollen vor allem wirtschaftliche Erfolgsgeschichten \u00fcber Unternehmen, denen es dank der Sanktionen gelungen sei, neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen, verbreitet werden. Zudem plant man, ein \u00bbkontrolliertes Tauwetter\u00ab in Film und Literatur zu veranstalten, politischen Humor wieder ins Fernsehen zu bringen, das Wort \u00bbFrieden\u00ab zu rehabilitieren und sogar eine begrenzte Amnestie durchzuf\u00fchren. Die Internetblockaden hingegen sollen bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viel zu sehen gab es auf dem Roten Platz in diesem Jahr nicht. 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