{"id":1006093,"date":"2026-05-09T12:07:21","date_gmt":"2026-05-09T12:07:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006093\/"},"modified":"2026-05-09T12:07:21","modified_gmt":"2026-05-09T12:07:21","slug":"leseraktion-zwischen-palmengarten-und-shared-desk-so-wird-bei-ww-gearbeitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006093\/","title":{"rendered":"Leseraktion: Zwischen Palmengarten und Shared Desk: So wird bei W&#038;W gearbeitet"},"content":{"rendered":"<p>Bei einer Leserf\u00fchrung \u00fcber den W&amp;W-Campus in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) staunten viele Teilnehmer \u00fcber die moderne Arbeitswelt. Ein Detail l\u00f6ste derweil Verwunderung aus.<\/p>\n<p>Keine festen Schreibtische, keine B\u00fcrot\u00fcren, daf\u00fcr Palmengarten, eigene Arztpraxis, Wok-Station und R\u00fcckenfit-Kurs in der Turnhalle: Der W&amp;W-Campus in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Kornwestheim\" title=\"Kornwestheim\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kornwestheim<\/a> wirkt auf manche Besucher fast wie eine kleine eigene Stadt. Bei der Leserf\u00fchrung durch die Konzernzentrale wurde schnell klar: Bei dem drei Jahre alten Campus geht es nicht nur um Architektur, sondern um eine v\u00f6llig neue Arbeitswelt \u2013 die den einen oder anderen \u00e4lteren Teilnehmer auch etwas skeptisch zur\u00fccklie\u00df.<\/p>\n<p>Die Idee eines gro\u00dfen Unternehmenscampus entstand in den Jahren nach der Fusion von W\u00fcstenrot und W\u00fcrttembergische zur W&amp;W im Jahr 1999. Die Identifikation der Mitarbeiter mit dem einen oder anderen Tochterunternehmen war gro\u00df, das Gemeinschaftsgef\u00fchl viel kleiner. Deshalb sollten nicht nur die vielen Standorte zusammengezogen, sondern auch eine neue Unternehmenskultur geschaffen werden.<\/p>\n<p>Frankfurter Skyline in Kornwestheim <\/p>\n<p>Lange wurde nach einem Standort gesucht, berichtet Campus-Projektleiter J\u00f6rg Tigges bei der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/F%C3%BChrung\" title=\"F\u00fchrung\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">F\u00fchrung<\/a> f\u00fcr die Leserinnen und Leser dieser Zeitung. Am Stuttgarter Flughafen, in der Innenstadt oder doch Richtung Karlsruhe? Am Ende fiel die Wahl auf das eigene Areal gegen\u00fcber vom ber\u00fcchtigten W\u00fcstenrot-Turm in Ludwigsburg.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.bcf32bc5-6690-45c7-8b00-5c16047b71f2.original1024.media.jpeg\"\/>     Modernes Ambiente in der Kantine    Foto: Simon Granville    <\/p>\n<p>\u201eEs gab die wildesten Entw\u00fcrfe\u201c, sagte Tigges w\u00e4hrend der F\u00fchrung. Es h\u00e4tte auch sein k\u00f6nnen, dass hier ein kleines Frankfurt mit riesigen Hochh\u00e4usern zwischen Kornwestheim und Ludwigsburg entsteht. Die Verantwortlichen h\u00e4tten jedoch schnell klargestellt, dass es etwas Bodenst\u00e4ndiges sein solle. Keine Konzernzentrale f\u00fcr die Au\u00dfenwirkung, sondern f\u00fcr die Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Wie das aussieht, konnten die Rundgangsteilnehmer an der meterlangen Caf\u00e9bar und in der Kantine sehen \u2013 einer der 50 besten in Deutschland, wie Tigges betonte. Die Kantine mit 870 Sitzpl\u00e4tzen \u00e4hnelt eher einem Foodcourt mit Wok-Station, Pizza-, Pasta- und Veggie-Ecke. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.24f841e2-0043-43e7-be4c-7df9142c6e30.original1024.media.jpeg\"\/>     Blick auf einen der Innenh\u00f6fe.    Foto: Simon Granville    <\/p>\n<p>Ein weiteres Highlight, das Architektur und modernes Arbeiten vereint, ist die sogenannte Passage, die sich mitten durch die Geb\u00e4ude zieht \u2013 im Freien und darunter im Inneren. Sie solle nicht nur ein Gang sein, um von A nach B zu kommen, erkl\u00e4rt Tigges, sondern Begegnungs- und Arbeitsort zugleich. Es gibt Sitzecken, ein Atrium f\u00fcr Vortr\u00e4ge und einen Palmengarten. <\/p>\n<p>Hinzu kommen Lichth\u00f6fe, jeder individuell gestaltet. Eine Turnhalle, in der etwa Yoga- und R\u00fcckenfit-Kurse stattfinden. Ein eigener Kickplatz und eine Betriebsarztpraxis, die bis zu 60 Patienten t\u00e4glich vor allem pr\u00e4ventiv behandelt.<\/p>\n<p>   Verwunderung \u00fcber Arbeitspl\u00e4tze <\/p>\n<p>2015 rollten die ersten Bagger, 2023 zogen die Mitarbeiter \u00fcber Monate hinweg in den 500-Millionen-Euro-Campus ein. Nicht alles lief beim Bauen nach Plan, gesteht Tigges. So musste eine 3500 Quadratmeter gro\u00dfe Oberfl\u00e4che der Passage Zentimeter f\u00fcr Zentimeter wieder abgetragen werden, weil Wasser eingedrungen war. <\/p>\n<p>Einige Teilnehmer der F\u00fchrung haben fr\u00fcher selbst bei W&amp;W gearbeitet und kommen aus dem Staunen kaum heraus. Ernst aus Eberdingen arbeitete jahrzehntelang \u201eoben\u201c und zeigt in Richtung der alten Zentrale. Es sei toll, wie viel Platz man sich f\u00fcr Gemeinschaftsr\u00e4ume, gr\u00fcne Oasen und Details wie Akustikabsorber f\u00fcr eine ruhigere Atmosph\u00e4re gelassen habe. \u201eEs ist einfach ein sch\u00f6nes Arbeiten m\u00f6glich\u201c, sagt Ernst \u2013 und irgendwie sei das Geb\u00e4ude auch eine gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Mitarbeiter.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.2ecb924a-ae59-4ad0-b224-ef884bd86395.original1024.media.jpeg\"\/>     Gang durch den gro\u00dfen Innenbereich    Foto: Simon Granville    <\/p>\n<p>Eines wundert ihn und andere \u00e4ltere Teilnehmer aber doch: die Gro\u00dfraumb\u00fcros ohne feste Arbeitspl\u00e4tze \u2013 sogenannte Shared Desks, die Mitarbeiter tagesweise buchen. Auch Ernst kann sich an den Gedanken nicht gew\u00f6hnen. \u201eIch hatte 40 Jahre lang einen Raum mit einer Person geteilt\u201c, sagt er und sieht ein: \u201eDa war ich wohl etwas verw\u00f6hnt.\u201c<\/p>\n<p>Doch auch die Arbeitspl\u00e4tze sind Teil des modernen Ansatzes der W&amp;W-Gruppe \u2013 des Ansatzes, eine gemeinsame Identit\u00e4t zu schaffen. Was offenbar gut klappt: Und das scheint zu funktionieren: W\u00e4hrend sich \u00e4ltere Mitarbeiter noch eher W\u00fcstenrot oder der W\u00fcrttembergischen zugeh\u00f6rig f\u00fchlen, verschwimmt bei J\u00fcngeren die Grenze, sagt Claudia Jordan von der Unternehmenskommunikation \u2013 vor allem bei denen, die nur das Arbeiten auf dem Campus kennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei einer Leserf\u00fchrung \u00fcber den W&amp;W-Campus in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) staunten viele Teilnehmer \u00fcber die moderne Arbeitswelt. 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