{"id":1006420,"date":"2026-05-09T15:19:15","date_gmt":"2026-05-09T15:19:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006420\/"},"modified":"2026-05-09T15:19:15","modified_gmt":"2026-05-09T15:19:15","slug":"hantavirus-evakuierungsfluege-fuer-kreuzfahrt-passagiere-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006420\/","title":{"rendered":"Hantavirus: Evakuierungsfl\u00fcge f\u00fcr Kreuzfahrt-Passagiere geplant"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland, Frankreich, Belgien, Irland und die Niederlande schicken Flugzeuge nach Spanien zur Evakuierung ihrer Staatsangeh\u00f6rigen von dem Kreuzfahrtschiff, auf dem das Hantavirus ausgebrochen ist. Das teilte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Samstag mit. Die &#8222;MV Hondius&#8220; <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/hantavirus-an-bord-passagiere-bald-an-land-br24-um-16-uhr,VIvAGqW\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ist derzeit auf dem Weg von den Kapverden zur kanarischen Insel Teneriffa<\/a>, die zu Spanien geh\u00f6rt, und soll dort am fr\u00fchen Sonntagmorgen ankommen. <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union entsendet den Angaben zufolge zudem zwei weitere Maschinen f\u00fcr die \u00fcbrigen EU-B\u00fcrger. F\u00fcr Passagiere aus Nicht-EU-Staaten, deren Heimatl\u00e4nder keine eigenen Fl\u00fcge organisieren k\u00f6nnten, bereiteten die USA und Gro\u00dfbritannien Notfallpl\u00e4ne und Transportm\u00f6glichkeiten vor. Insgesamt befinden sich 140 Passagiere plus Besatzungsmitglieder an Bord der &#8222;Hondius&#8220;.<\/p>\n<p>Ausreise ohne Gep\u00e4ck<\/p>\n<p>Die spanischen Passagiere sollen das Schiff als Erste verlassen. Die Reihenfolge f\u00fcr die \u00fcbrigen Nationalit\u00e4ten werde von den Gesundheitsbeh\u00f6rden festgelegt, sagte Grande-Marlaska weiter. Die Reisenden d\u00fcrften erst von Bord gehen, wenn ihr jeweiliges Evakuierungsflugzeug abflugbereit sei. Sie d\u00fcrften zudem nur die wichtigsten pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nde mitnehmen. Das restliche Gep\u00e4ck verbleibt auf dem Schiff und wird sp\u00e4ter in die Niederlande gebracht und desinfiziert.<\/p>\n<p>WHO: Risiko einer Epidemie &#8222;gering&#8220;<\/p>\n<p>Der Leiter der Weltgesundheitsorganisation WHO will auf der Kanareninsel Teneriffa die Evakuierung \u00fcberwachen. Tedros Adhanom Ghebreyesus traf am Samstag in Spanien ein und reist nun gemeinsam mit Vertretern der spanischen Regierung nach Teneriffa. Man beobachte die Situation, koordiniere die Unterst\u00fctzung sowie die n\u00e4chsten Schritte und werde die Mitgliedstaaten und die \u00d6ffentlichkeit auf dem Laufenden halten, schrieb Tedros auf der Plattform X. &#8222;Bislang bleibt das Risiko f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung der Kanarischen Inseln sowie weltweit gering.&#8220; Zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt zeige niemand an Bord der &#8222;Hondius&#8220; Symptome einer Hantavirusinfektion.<\/p>\n<p>\u00dcbertragung nur bei &#8222;sehr engem Kontakt&#8220;<\/p>\n<p>Der Virus-Ausbruch auf der &#8222;Hondius&#8220; geht auf das Andesvirus zur\u00fcck, einen in S\u00fcdamerika verbreiteten Virusstamm, bei dem \u00dcbertragungen von Mensch zu Mensch m\u00f6glich sind. F\u00fcr diesen \u00dcbertragungsweg sei aber &#8222;sehr enger Kontakt&#8220; n\u00f6tig, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier. Er wies darauf hin, dass selbst Menschen, die auf dem Schiff in denselben Kabinen \u00fcbernachtet hatten, &#8222;in manchen F\u00e4llen nicht infiziert worden sind&#8220;.<\/p>\n<p>Sechs F\u00e4lle und zwei Verdachtsf\u00e4lle<\/p>\n<p>Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff hatte die Weltgesundheitsorganisation sechs Infektionen best\u00e4tigt. Zudem gebe es zwei wahrscheinliche F\u00e4lle, teilte die UN-Beh\u00f6rde mit. Insgesamt seien acht Menschen erkrankt, drei von ihnen starben. Darunter sind <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/medienbericht-passauerin-unter-todesopfern-auf-schiff,VIohbu7\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Deutsche aus Passau<\/a> und ein niederl\u00e4ndisches Ehepaar. <\/p>\n<p>Vier Patienten werden in Krankenh\u00e4usern in den Niederlanden, in S\u00fcdafrika und in der Schweiz behandelt. F\u00fcr einen Verdachtsfall in Deutschland gab es unterdessen Entwarnung: Ein Test ist laut der WHO negativ ausgefallen. Zuvor war eine Kontaktperson in der Uniklinik D\u00fcsseldorf untersucht worden.<\/p>\n<p>Virologe Streeck: &#8222;Da wird keine zweite Pandemie ausbrechen&#8220;<\/p>\n<p>Der Ausbruch des Hantavirus auf dem Schiff bereitet dem Virologen Hendrik Streeck keine Sorgen. &#8222;Da wird keine zweite Pandemie ausbrechen&#8220;, sagte Streeck. Der Ausbruch sei in einem begrenzten Umfeld erkannt worden, in dem Kontakte besser nachvollzogen werden k\u00f6nnen als in einer offenen Bev\u00f6lkerung. Entscheidend sei nun, Betroffene schnell zu identifizieren, Symptome zu \u00fcberwachen, Kontaktpersonen nachzuverfolgen und m\u00f6gliche \u00dcbertragungswege sauber aufzukl\u00e4ren. <\/p>\n<p>&#8222;Positiv ist doch, dass wir jetzt \u00fcber dieses Virus mal sprechen! Hantaviren sind auch in Deutschland heimisch. Wer etwa seine Garage aufr\u00e4umt und Staub aufwirbelt, sollte vorsichtig sein und vielleicht einen Mundschutz tragen, um ein Einatmen der Erreger zu vermeiden&#8220;, sagte Streeck.<\/p>\n<p>Ansteckung des ersten Passagiers weiter unklar<\/p>\n<p>Die &#8222;Hondius&#8220; war am 1. April in Ushuaia in Argentinien zu einer Atlantik-Kreuzfahrt aufgebrochen. Ein erster Passagier aus den Niederlanden starb nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions am 11. April an Bord. Seine Frau ging am 24. April mit anderen Passagieren auf der Insel St. Helena im S\u00fcdatlantik von Bord, flog nach Johannesburg und starb dort am 26. April in einem Krankenhaus. Am 2. Mai starb auf dem Schiff zudem eine deutsche Passagierin, ihre Leiche ist noch an Bord.<\/p>\n<p>Die WHO vermutet, dass sich der Niederl\u00e4nder mit dem Hantavirus infizierte, bevor er an Bord ging. Nach Angaben des argentinischen Gesundheitsministeriums hatte er mit seiner Frau seit Ende November Argentinien, Chile und Uruguay bereist. Wo genau er sich ansteckte, ist demnach weiter unklar.\u00a0Angesichts der langen Inkubationszeit, die bis zu sechs Wochen betragen kann, sind laut WHO-Chef Tedros weitere Infektionsf\u00e4lle nicht ausgeschlossen. <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/hantavirus-auf-kreuzfahrtschiff-suche-nach-kontaktpersonen,VIvdEvQ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weltweit wird nun nach m\u00f6glichen Infizierten und Kontaktpersonen gesucht.\u00a0<\/a><\/p>\n<p>Hantavirus: Erkrankung verl\u00e4uft meistens mild<\/p>\n<p>Hantaviren werden von verschiedenen Nagetieren wie M\u00e4usen oder Ratten \u00fcbertragen. Die klassische Ansteckung erfolgt \u00fcber Staub oder Partikel aus Kot, Urin oder Speichel der Tiere. Selbst im trockenen Zustand bleiben die Viren au\u00dferhalb des Wirts noch bis zu zwei Wochen ansteckend. Besonderes Infektionsrisiko herrscht zwischen April und September, auch wenn es ganzj\u00e4hrig Infektionen gibt. <\/p>\n<p>Typische Krankheitsverl\u00e4ufe beginnen meist pl\u00f6tzlich mit hohem Fieber und grippe\u00e4hnlichen Symptomen wie Kopf- und Muskelschmerzen. Schwere Verl\u00e4ufe mit inneren Blutungen oder akutem Nierenversagen sind selten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschland, Frankreich, Belgien, Irland und die Niederlande schicken Flugzeuge nach Spanien zur Evakuierung ihrer Staatsangeh\u00f6rigen von dem Kreuzfahrtschiff,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1006421,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[214594,13,215835,28563,14,15,12,10,8,9,11,103,5494,104],"class_list":{"0":"post-1006420","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-hantavirus","9":"tag-headlines","10":"tag-hondius","11":"tag-kreuzfahrtschiff","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-welt","20":"tag-who","21":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116545294692351934","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1006420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1006420"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1006420\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1006421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1006420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1006420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1006420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}