{"id":1006550,"date":"2026-05-09T16:38:15","date_gmt":"2026-05-09T16:38:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006550\/"},"modified":"2026-05-09T16:38:15","modified_gmt":"2026-05-09T16:38:15","slug":"netflix-lupin-hat-eine-neue-stimme-das-steckt-dahinter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006550\/","title":{"rendered":"Netflix: Lupin hat eine neue Stimme \u2013 das steckt dahinter"},"content":{"rendered":"<p>            Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Fans des Netflix-Hits \u201eLupin\u201c m\u00fcssen sich an eine neue Stimme der Hauptfigur gew\u00f6hnen. Dahinter steckt ein eskalierender Streit um KI \u2013\u00a0mit noch weiter reichenden Folgen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">Egal, woher eine Serie oder ein Film kommen \u2013 in Deutschland sprechen die Figuren Deutsch. Und dank der sehr guten Synchronsprecher hierzulande denkt man auch gar nicht dar\u00fcber nach. Bei <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/kultur\/tv\/themen\/netflix-4189340.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Netflix<\/a> k\u00f6nnte sich das demn\u00e4chst aber \u00e4ndern: Die deutschen Synchronsprecher weigern sich immer \u00f6fter, f\u00fcr den Streaminggiganten zu arbeiten. Beliebte Serienhelden wie \u201eLupin\u201c sollen deshalb bald eine neue deutsche Stimme bekommen \u2013 oder gar nicht mehr Deutsch sprechen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Der Streit schwelt schon seit einigen Monaten. Netflix will von den Synchronsprechern vertraglich das Recht einger\u00e4umt bekommen, mit den Stimmen seine KI zu trainieren \u2013\u00a0was immer mehr Synchronsprecher verweigern. Sie f\u00fcrchten schlicht um ihre berufliche Existenz.<\/p>\n<p>  Weitreichende KI-Rechte<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">\u201eNetflix verlangt von Synchronsprecher:innen, weitreichende Rechte an ihren Stimmaufnahmen einzur\u00e4umen \u2013 einschlie\u00dflich der Nutzung f\u00fcr KI-Training, der digitalen Bearbeitung und Nachbildung sowie der Erzeugung synthetischer Stimmen\u201c, erkl\u00e4rt der Verband deutscher Sprecher:innen (VDS). \u201eEine zus\u00e4tzliche Verg\u00fctung bietet Netflix daf\u00fcr nicht an.\u201c Die Sorge des Verbands: Sollte Netflix die Stimmen durch KI-Training erfolgreich emulieren, k\u00f6nnte man in Zukunft auf die menschlichen Sprecher verzichten \u2013 und <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/kultur\/tv\/themen\/serien-6268858.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Serien<\/a> und Filme vollst\u00e4ndig mit KI synchronisieren.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">\u201eWenn wir vertraglich zustimmen, dass unsere nat\u00fcrlichen Stimmen f\u00fcr das Training von KI-Programmen eingesetzt werden d\u00fcrfen, werden wir alle in der deutschen Synchronsprache fr\u00fcher oder sp\u00e4ter nicht mehr gebraucht\u201c, fasst Natascha Geisler die Angst gegen\u00fcber dem \u201eBR\u201c zusammen. Ihre Stimme kennt man: Geissler hat etwa in zw\u00f6lf Filmen Superstar Jennifer Lopez ihre Stimme geliehen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Viele von Geisslers Kollegen teilen ihre Bef\u00fcrchtungen \u2013\u00a0und verweigern Netflix die Nutzung ihrer Stimme. Das j\u00fcngste Beispiel ist der Netflix-Hit \u201eLupin\u201c. Die Serie um einen franz\u00f6sischen Meisterdieb ist weltweit ein Hit, Netflix bereitet sich auf den Start der vierten Staffel vor. In <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/themen\/deutschland-4540700.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> muss man sich aber umgew\u00f6hnen: Gleich vier der bisherigen Sprecher haben Netflix die Unterschrift verweigert \u2013 darunter ausgerechnet Sascha Rotermund und Anne Helm, die die beiden Hauptdarsteller Omar Sy und Ludivine Sagnier synchronisieren. Das meldet der Branchendienst \u201eDWDL\u201c. Wie Netflix mit der Situation umgehen will, wollte der Streamingdienst \u201eDWDL\u201c nicht verraten.<\/p>\n<p>  Netflix versucht zu beruhigen<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Allgemein versucht der <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/digital\/computer\/themen\/streaming-4191798.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Streamingdienst<\/a> die Sorgen zu entsch\u00e4rfen. Man wolle sich an geltendes Recht halten, versichert Netflix gegen\u00fcber mehreren Medien. \u201eSo darf eine mittels KI generierte digitale Nachbildung einer Stimme nur mit ausdr\u00fccklicher und gesonderter Zustimmung der betroffenen Sprecherinnen und Sprecher erfolgen\u201c, hei\u00dft es in dem wortgleichen Statement.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">In einem Interview mit \u201ePolitico\u201c erkl\u00e4rte Netflix\u2019 Vize-Chef Ted Sarandos gar, man k\u00f6nne Synchronsprecher gar nicht mit KI ersetzen \u2013 zumindest bislang. \u201eDer wichtigste Aspekt von Synchronisierung ist die Performance. Es ist also wichtig, gute Sprecher zu haben\u201c, erkl\u00e4rte er dort. \u201eKlar kann man es mit KI g\u00fcnstiger machen. Aber ohne die Performance, die sehr menschlich ist, sinkt die Qualit\u00e4t des Produkts.\u201c Das w\u00fcrden auch zahlreiche Tests des Streamingdienstes zeigen. \u201eWenn man etwas nicht mag, macht man aus.\u201c<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Tats\u00e4chlich waren bisherige Versuche mit KI-Synchronisation kl\u00e4glich gescheitert. In den USA hatte etwa Amazon versucht, die Anime-Serien \u201eBanana Fish\u201c \u201eNo Game No Life Zero\u201c und \u201eVinland Saga\u201c mit einer KI-generierten Tonspur ins Englische zu \u00fcbertragen. Nach einer Welle von Beschwerden nahm der Konzern die Tonspuren wieder zur\u00fcck. Sie waren einfach zu schlecht \u2013\u00a0noch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Artikel anh\u00f6ren Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Fans des Netflix-Hits \u201eLupin\u201c m\u00fcssen sich an eine neue&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1006551,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1773],"tags":[29,214,30,471,1780,215],"class_list":{"0":"post-1006550","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-serien","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-serien","12":"tag-series","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116545605333932187","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1006550","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1006550"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1006550\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1006551"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1006550"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1006550"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1006550"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}