{"id":1006741,"date":"2026-05-09T18:25:20","date_gmt":"2026-05-09T18:25:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006741\/"},"modified":"2026-05-09T18:25:20","modified_gmt":"2026-05-09T18:25:20","slug":"feuer-unterm-dach-pv-anlage-defekt-helfer-verletzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006741\/","title":{"rendered":"Feuer unterm Dach: PV-Anlage defekt, Helfer verletzt"},"content":{"rendered":"<p>Brandgefahr durch Defekte in Photovoltaik-Anlagen bereitet vielen Hausbesitzern Sorgen. In Avenwedde wurde der Albtraum am Samstag Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>G\u00fctersloh-Avenwedde (ei) &#8211; Ein aufwendiger Dachstuhlbrand hat am Samstagnachmittag die Feuerwehr G\u00fctersloh \u00fcber mehrere Stunden hinweg in Atem gehalten. Am Birkenweg war es vermutlich im Bereich einer Photovoltaikanlage zu einem technischen Defekt gekommen. W\u00e4hrend der umfangreichen L\u00f6scharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann einen Stromschlag und musste zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Bei Gartenarbeit Flammen bemerkt<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/online_pv_brand_2_e46eda06_a10c_4d88_8a57_a77427afaafc.jpg\" class=\"img-responsive inline-image\"\/>Aufw\u00e4ndige L\u00f6scharbeiten hielten die Feuerwehr am Samstag \u00fcber Stunden in Atem. Infolge eines Stromschlags wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Foto: EickhoffGegen 13.20 Uhr wurde f\u00fcr die Feuerwehr Gro\u00dfalarm ausgel\u00f6st. Der Hausbesitzer hatte kurz zuvor Flammen im Bereich des Dachstuhls bemerkt, als er im Garten arbeitete. Unmittelbar danach r\u00fcckten neben der Berufsfeuerwehr auch die L\u00f6schz\u00fcge Avenwedde und Friedrichsdorf aus. Letzterer brachte zus\u00e4tzlich die Hygienekomponente zur Einsatzstelle. \u201eAls wir hier eintrafen, war bereits von der Nordhorner Stra\u00dfe aus eine massive Rauchentwicklung zu erkennen. Schwarzer Rauch stieg weithin sichtbar in den Himmel\u201c, schilderte Einsatzleiter Edgar Leingang die Lage nach den ersten Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Zus\u00e4tzliche Kr\u00e4fte angefordert<\/p>\n<p>Da sich der Brand im Dachbereich rasch ausbreitete und zahlreiche Atemschutzger\u00e4tetr\u00e4ger ben\u00f6tigt wurden, alarmierte die Einsatzleitung im weiteren Verlauf zus\u00e4tzlich den L\u00f6schzug Isselhorst. Sp\u00e4ter r\u00fcckten au\u00dferdem die H\u00f6henretter sowie um 16.08 Uhr auch der L\u00f6schzug Spexard zur Unterst\u00fctzung an. Damit standen der Einsatzleitung zahlreiche Feuerwehrkr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung. Um eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen, zapften die Einsatzkr\u00e4fte mehrere Unterflurhydranten in der Siedlung nahe der Nordhorner Stra\u00dfe an.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Immer neue Glutnester<\/p>\n<p>Das Feuer konnte zwar zun\u00e4chst schnell einged\u00e4mmt werden, dennoch bereiteten immer wieder aufflammende Glutnester Probleme. Diese waren aufgrund der besonderen Dachkonstruktion nur schwer erreichbar. Nach Angaben vor Ort war das Geb\u00e4ude vor einigen Jahren umfangreich renoviert worden. Dabei wurden spezielle Photovoltaikmodule installiert, die nicht auf herk\u00f6mmlichen Dachpfannen montiert sind, sondern diese vollst\u00e4ndig ersetzen. Die Anlage soll eine Leistung von bis zu 39 Kilovolt (kV) besitzen.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Feuerwehrmann erh\u00e4lt Stromschlag<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/online_pv_brand_4jpg_085604f5_6b5f_4d76_b460_90a32869c323.jpg\" class=\"img-responsive inline-image\"\/>Technisches Ger\u00e4t und sogar die H\u00f6henrettung mussten zur Brandbek\u00e4mpfung aus der H\u00f6he eingesetzt werden. Foto: EickhoffGerade diese Konstruktion erschwerte die L\u00f6scharbeiten erheblich. Bei der Demontage der weiterhin stromf\u00fchrenden Dachplatten erlitt ein Feuerwehrmann einen Stromschlag. Der Verletzte wurde vorsorglich in ein Krankenhaus transportiert, konnte dieses nach ambulanter Behandlung jedoch wieder verlassen. Zur weiteren Unterst\u00fctzung wurden Spezialisten der H\u00f6henrettung hinzugezogen. Mithilfe der Drehleiter bewegten sie sich auf dem Dach und entfernten in m\u00fchsamer Handarbeit zahlreiche Solarmodule, um an die versteckten Brandstellen gelangen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Nachl\u00f6scharbeiten ziehen sich<\/p>\n<p>Doch auch zweieinhalb Stunden nach Alarmierung flammten im Bereich des Dachfirsts immer wieder Glutnester auf. Diese konnten zwar jeweils schnell gel\u00f6scht werden, machten jedoch deutlich, dass sich der Brand bereits gro\u00dffl\u00e4chig unter der Dachhaut ausgebreitet hatte. Am fr\u00fchen Abend lie\u00df die Einsatzleitung zus\u00e4tzlich das Deutsche Rote Kreuz aus Verl alarmieren, das die Versorgung der Einsatzkr\u00e4fte mit Getr\u00e4nken und Verpflegung \u00fcbernahm. Zu diesem Zeitpunkt war weiterhin unklar, wie lange die Nachl\u00f6scharbeiten noch andauern w\u00fcrden. W\u00e4hrend des laufenden Gro\u00dfeinsatzes stellte der L\u00f6schzug G\u00fctersloh den sogenannten Grundschutz im Stadtgebiet sicher, um bei weiteren Notf\u00e4llen schnell eingreifen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich gesch\u00fctzt.<br \/>\n            Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Brandgefahr durch Defekte in Photovoltaik-Anlagen bereitet vielen Hausbesitzern Sorgen. In Avenwedde wurde der Albtraum am Samstag Realit\u00e4t. 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