{"id":1006887,"date":"2026-05-09T19:50:42","date_gmt":"2026-05-09T19:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006887\/"},"modified":"2026-05-09T19:50:42","modified_gmt":"2026-05-09T19:50:42","slug":"mdr-sparmassnahmen-2026-mdr-um-zwei-eingestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1006887\/","title":{"rendered":"MDR Sparma\u00dfnahmen 2026: MDR um Zwei eingestellt"},"content":{"rendered":"<p>Die MDR Sparma\u00dfnahmen treffen den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender mit voller Wucht: Bis 2028 sollen laut Intendant Ralf Ludwig insgesamt 160 Millionen Euro eingespart werden. Konkret stehen nun zwei beliebte Formate vor dem Aus. Die Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks erfuhren davon am 7. Mai 2026 in einer Videokonferenz \u2013 laut \u00fcbereinstimmenden Berichten herrschte dabei eine deprimierende Stimmung, einige Besch\u00e4ftigte sollen geweint haben.<\/p>\n<p>MDR Sparma\u00dfnahmen 2026: MDR um Zwei wird nach 13 Jahren eingestellt<\/p>\n<p>Nach 13 Jahren im Programm soll die Sendung MDR um Zwei zum Jahresende 2026 eingestellt werden. Das Nachmittagsmagazin geh\u00f6rt zu den bekanntesten Eigenformaten des Senders und hat \u00fcber die Jahre eine treue Zuschauerschaft aufgebaut. Viele Zuschauer in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen schalten regelm\u00e4\u00dfig ein \u2013 das Ende der Sendung d\u00fcrfte deshalb auf breiten Widerstand sto\u00dfen. Zugleich will der MDR das ARD-Mittagsmagazin abgeben: Die Produktion soll laut mehreren Medienberichten ab 2027 vom NDR \u00fcbernommen werden. Allein durch diese Ma\u00dfnahme soll der MDR rund drei Millionen Euro j\u00e4hrlich einsparen. Die Abgabe des Mittagsmagazins ist laut Sender durch den anhaltenden Kostendruck unumg\u00e4nglich, nachdem andere Einsparm\u00f6glichkeiten bereits ausgesch\u00f6pft worden seien.<\/p>\n<p>Rundfunkbeitrag nicht erh\u00f6ht: Warum der MDR so tief sparen muss<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/ms-aktuell.de\/welt\/riverboat-heute-gaeste-8-mai-2026\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MDR-Sendungen<\/a> stehen wegen einer politischen Entscheidung unter enormem Druck: Die von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) empfohlene Anhebung des Rundfunkbeitrags wurde Ende 2024 von den Bundesl\u00e4ndern nicht umgesetzt. Seitdem fehlen dem MDR in diesem Jahr nach Angaben des Senders rund 21 Millionen Euro, da die Beitragsanpassung ausgeblieben ist. MDR-Chef Ralf Ludwig sieht sich deshalb gezwungen, im Wirtschaftsplan 2026 zus\u00e4tzlich zehn Millionen Euro zu sperren und weitere strategische Entscheidungen zu treffen, die den Programmumfang erheblich einschr\u00e4nken. Die verantwortlichen Kontrollgremien, darunter der Rundfunkrat, sollten nach Informationen aus Medienkreisen erst am 8. Mai sowie am 11. Mai 2026 \u00fcber die genauen Sparpl\u00e4ne in Kenntnis gesetzt werden \u2013 Mitarbeiter wussten es da bereits durch die Videokonferenz.<\/p>\n<p>300 Stellen fallen weg: Freie Mitarbeiter besonders betroffen<\/p>\n<p>Die MDR Sparma\u00dfnahmen gehen weit \u00fcber Programmeinschnitte hinaus. Bis 2028 sollen laut Sender rund 300 Stellen durch einen Nachbesetzungsstopp entfallen. Dabei handelt es sich um rund 280 feste und freie Mitarbeitende, die durch Altersteilzeit oder Renteneintritt den Sender verlassen \u2013 und deren Stellen dann nicht mehr neu besetzt werden sollen. Das bedeutet entweder einen erheblichen Einschnitt in die Aufgaben des MDR oder eine deutliche Versch\u00e4rfung der Arbeitsverdichtung f\u00fcr die verbleibenden Besch\u00e4ftigten. Besonders die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen laut Gewerkschaft ver.di die Hauptlast der Sparma\u00dfnahmen: Weniger Auftr\u00e4ge, weniger Produktionen und im schlimmsten Fall die Beendigung der Zusammenarbeit drohen. ver.di fordert deshalb unmissverst\u00e4ndlich, die Sparma\u00dfnahmen nicht auf dem R\u00fccken der Besch\u00e4ftigten auszutragen. Die betroffenen Bereiche umfassen Personal, Programm und Produktion, das ARD-Engagement, die technische Distribution sowie Immobilien und Verwaltung.<\/p>\n<p>Ausblick: MDR-Krise als Teil eines gr\u00f6\u00dferen ARD-Spardrucks<\/p>\n<p>Der MDR steht mit seinem Sparkurs nicht allein: Andere ARD-Anstalten wie WDR, BR und NDR befinden sich ebenfalls in einer Sparspirale, nachdem die Beitragserh\u00f6hung politisch ausgebremst wurde. F\u00fcr die Zuschauer bedeutet das konkret weniger Sendungen, weniger Programmpluralit\u00e4t und eine st\u00e4rkere Belastung f\u00fcr das verbleibende Personal. <a href=\"https:\/\/ms-aktuell.de\/welt\/bundesrat-entlastungspraemie-laender-stoppen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Finanzpolitische Entscheidungen der Bundesl\u00e4nder<\/a> haben damit direkte und sp\u00fcrbare Auswirkungen auf das t\u00e4gliche TV-Programm der Menschen in Mitteldeutschland. Ob der Rundfunkbeitrag in den kommenden Jahren doch noch angehoben wird, bleibt politisch offen. MDR-Intendant Ludwig macht jedoch deutlich, dass ohne eine Beitragsanpassung weitere Einschnitte unvermeidlich seien. Die aktuellen Sparma\u00dfnahmen d\u00fcrften damit erst der Anfang einer l\u00e4ngeren Entwicklung sein.<\/p>\n<p style=\"font-size:0.85em;color:#888;margin-top:2em;\">Quellen: news.de, t-online.de, Berliner Zeitung, meedia.de, evangelische-zeitung.de, taz.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die MDR Sparma\u00dfnahmen treffen den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender mit voller Wucht: Bis 2028 sollen laut Intendant Ralf Ludwig insgesamt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":997367,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,8970,1209],"class_list":{"0":"post-1006887","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenster","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116546360340184309","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1006887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1006887"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1006887\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/997367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1006887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1006887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1006887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}