{"id":1007129,"date":"2026-05-09T22:18:18","date_gmt":"2026-05-09T22:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1007129\/"},"modified":"2026-05-09T22:18:18","modified_gmt":"2026-05-09T22:18:18","slug":"green-carnation-a-dark-poem-part-ii-sanguis-review-metal-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1007129\/","title":{"rendered":"Green Carnation &#8211; A Dark Poem, Part II: Sanguis Review \u2022 metal.de"},"content":{"rendered":"<p>Der <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/green-carnation-a-dark-poem-part-i-the-shores-of-melancholia-590752\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">erste Teil<\/a> ihrer \u201cA Dark Poem\u201c-Trilogie erschien letzten September, und schon stehen GREEN CARNATION mit dem zweiten Teil auf der Matte: \u201eA Dark Poem, Part II: Sanguis\u201c ist Fortsetzung, Mittelteil, alleinstehendes Album, wie man mag. Wie man es von der Band bereits gewohnt ist, verteilt sich die Spielzeit von diesmal gut 37 Minuten auf nur wenige Songs, sechs St\u00fcck, die allerdings wieder vollmundig und lang geraten sind. Und wie man es von GREEN CARNATION ebenfalls gewohnt ist, steht die Band f\u00fcr einen melancholischen, progressiven Ansatz, der aus dem Gothic Metal eine recht abwechslungsreiche Angelegenheit macht.<\/p>\n<p>GREEN CARNATION machen\u2019s schnell<\/p>\n<p>\u201eSanguis\u201c startet mit fetten Orgelakkorden, die unweigerlich Erinnerungen an Rockgr\u00f6\u00dfen der Siebziger wecken. In der Folge landet der Titeltrack aber bei der lieblichen Melancholie, die GREEN CARNATION seit jeher auszeichnet: Blockige Gitarrenriffs werden von sehr definierten, bollernden Rhythmen angetrieben, w\u00e4hrend die Keyboards sowie S\u00e4nger Kjetil Nordhus mit seiner harmonischen Stimme einen Zuckerguss \u00fcber den Song legen. Da \u00e4ndert auch das eingeschobene Fauchen nicht viel am Songcharakter. Das folgende \u201eLoneliness Untold, Loneliness Unfold\u201c verharrt sogar g\u00e4nzlich bei Zupfen auf der Akustikgitarre, w\u00e4hrend der S\u00e4nger seine Zeilen sanft dar\u00fcberlegt. Gleiches gilt f\u00fcr den Rausschmei\u00dfer \u201eLunar Tale\u201c.<\/p>\n<p>\u201eSweet To The Point Of Bitter\u201d wechselt zwischen Anspannung und Erl\u00f6sung, zwischen massiven Riffs und epischen Gitarrenleads, die f\u00fcr sich schon sehr eing\u00e4ngig sind \u2013 auf jeden Fall einer der Songs, die noch lange im Ged\u00e4chtnis nachhallen. Das folgende \u201eI Am Time\u201c findet seinen H\u00f6hepunkt im Refrain, wo der S\u00e4nger die Gesangsmelodie in die H\u00f6he schraubt. Bleibt noch \u201eFire In Ice\u201c, das von seinem Kontrast zwischen den Strophen und dem Refrain lebt, zwischen weitgehend gitarrenlosen und schweren Metalpassagen.<\/p>\n<p>Wie gesagt: GREEN CARNATION stehen wieder f\u00fcr melancholischen, progressiven Gothic Metal, bei dem Melancholie genauso viel Platz findet wie s\u00fc\u00dfer Zuckerguss. An dieser Stelle m\u00fcssen ein paar Worte zu den Texten fallen: Die Scheibe enth\u00e4lt diesmal sehr pers\u00f6nliche Texte aus der Feder von Bassist Stein Roger Sordal, der sich (negative) Erlebnisse aus seiner Kindheit von der Seele schrieb. \u201eIch hatte einige heftige Probleme mit meinem Vater\u201c, f\u00fchrt er aus und res\u00fcmiert: \u201eIch wei\u00df jetzt, dass es ihm noch viel schlimmer ergangen ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSanguis\u201c ist kontrollierte Verarbeitung<\/p>\n<p>Die Band w\u00e4hlt aber nicht den Weg der Urschreitherapie, sondern der lyrischen Verarbeitung, an deren Ende vielleicht kein Verst\u00e4ndnis steht, aber zumindest Verstehen. Und dazu passt die musikalische Umsetzung nat\u00fcrlich gut: Kontrolliert. Jeder Ton sitzt, wo er sitzen soll, und die seltenen Ausfl\u00fcge in extreme Metalgefilde fallen nicht sonderlich ins Gewicht. Stattdessen wird gegen die den Songs innewohnende Melancholie ziemlich stark nachges\u00fc\u00dft. Das muss man m\u00f6gen und war beispielsweise auf <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/green-carnation-leaves-of-yesteryear-407794\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u201eLeaves Of Yesteryear\u201c<\/a> nicht ganz so stark ausgepr\u00e4gt. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass die Songs sehr einfach den Weg ins Ohr finden, und das ist eine nicht zu untersch\u00e4tzende Qualit\u00e4t. Wer also die Vorg\u00e4ngerwerke abgefeiert hat, wird mit \u201eSanguis\u201c wieder bestens bedient.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/f73c46c2634c4ec49679ecd09bc67c64.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/><\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der erste Teil ihrer \u201cA Dark Poem\u201c-Trilogie erschien letzten September, und schon stehen GREEN CARNATION mit dem zweiten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1007130,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-1007129","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116546943367930531","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1007129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1007129"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1007129\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1007130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1007129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1007129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1007129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}