{"id":1007397,"date":"2026-05-10T01:02:20","date_gmt":"2026-05-10T01:02:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1007397\/"},"modified":"2026-05-10T01:02:20","modified_gmt":"2026-05-10T01:02:20","slug":"hamburg-schleswig-holstein-antiisraelisches-protestcamp-an-umstrittenem-ort-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1007397\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Antiisraelisches Protestcamp an umstrittenem Ort gestartet"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg &amp; Schleswig-HolsteinAntiisraelisches Protestcamp an umstrittenem Ort gestartet<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1778374939_982_Das-Oberverwaltungsgericht-Hamburg-hat-ein-aehnliches-Protestcamp-wie-im-Jahr-2024-erlaubt.webp\" alt=\"Das-Oberverwaltungsgericht-Hamburg-hat-ein-aehnliches-Protestcamp-wie-im-Jahr-2024-erlaubt\"\/>TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Eigentlich war die Stadt Hamburg gegen ein antiisraelisches Protestcamp auf der Moorweide. Die Gr\u00fcnfl\u00e4che war in der NS-Zeit Ausgangspunkt f\u00fcr Deportationen. Nun hat die Versammlung aber begonnen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Aktivisten haben am Morgen mit dem Aufbau eines Protestcamps gegen Israel auf der Hamburger Moorweide begonnen. Pavillons, Zelte und Tische und B\u00e4nke seien aufgebaut worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Einige Flaggen und Transparente seien auch zu sehen. Die Zahl der Menschen bei der Dauermahnwache variiere &#8211; von teils 50 Beteiligten war die Rede. Bislang sei alles ruhig geblieben, hie\u00df es von der Polizei am Nachmittag. &#8222;Wir haben das im Blick.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Oberverwaltungsgericht hatte zuvor in einer Eilentscheidung einen Beschluss des Hamburgischen Verwaltungsgerichts best\u00e4tigt, nach dem das Protestcamp an dem Ort stattfinden darf.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zuvor hatte die Polizei als Versammlungsbeh\u00f6rde entschieden, das Camp d\u00fcrfe wegen des besonderen historischen Kontextes nicht auf der Moorweide aufgebaut werden. Die Gr\u00fcnfl\u00e4che am Dammtorbahnhof war im Zweiten Weltkrieg Sammelplatz f\u00fcr Tausende j\u00fcdische Hamburger, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden.<\/p>\n<p>Stadt wollte anderen Veranstaltungsort<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Veranstalter sollten ihre Zelte stattdessen im Sternschanzenpark aufbauen. Dagegen zogen die Veranstalter aber erfolgreich vor das Verwaltungsgericht. Gegen den Beschluss legte die Versammlungsbeh\u00f6rde Beschwerde ein. Die jetzige Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts sei unanfechtbar, sagte der Gerichtssprecher.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zu dem nach Gerichtsangaben neunt\u00e4gigen Protestcamp ruft unter anderem die Gruppe Thawra Hamburg auf. Die Vereinigung wird seit 2025 vom Landesamt f\u00fcr Verfassungsschutz als extremistisch beobachtet. Eine Klage gegen die Beobachtung hatte die Gruppe nach Angaben des Landesamts im vergangenen M\u00e4rz zur\u00fcckgezogen. Das Gericht hatte zuvor erkl\u00e4rt, dass vieles daf\u00fcr spreche, dass bei der Vereinigung tats\u00e4chlich Anhaltspunkte f\u00fcr Bestrebungen gegen den Gedanken der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung vorl\u00e4gen. Hierzu z\u00e4hlte das Gericht die Unterst\u00fctzung milit\u00e4rischer Aktionen von Hamas und Hisbollah gegen Israel.<\/p>\n<p>Versammlungsrecht auch f\u00fcr Extremisten<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Streit um das Protestcamp stellte das Verwaltungsgericht nun aber fest, dass es unter die grundgesetzlich gesch\u00fctzte Versammlungsfreiheit falle. Die Bef\u00fcrchtung von Straftaten lie\u00dfen die Richter nicht gelten. &#8222;Eine allgemeine radikale oder extremistische Grundeinstellung des Veranstalters oder Leiters ist f\u00fcr die Gefahrenprognose rechtlich irrelevant, solange sie sich nicht in konkreten, auf die Versammlung bezogenen rechtsgutgef\u00e4hrdenden Aktionen manifestiert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In den Kooperationsgespr\u00e4chen mit der Polizei h\u00e4tten die Veranstalter sogar ausdr\u00fccklich erkl\u00e4rt, es sei weder beabsichtigt, das Existenzrecht Israels infrage zu stellen, noch den Holocaust zu relativieren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Veranstalter nennen ihr Camp &#8222;Bridges of Resistance&#8220; (Br\u00fccken des Widerstands) und ihre bundesweite Kampagne &#8222;Stop Nakba now!&#8220;. Der erste Nahostkrieg 1948 \u2013 Israels Unabh\u00e4ngigkeitskrieg \u2013 f\u00fchrte w\u00e4hrend der &#8222;Nakba&#8220; (arabisch f\u00fcr &#8222;Katastrophe&#8220;) zur Flucht und Vertreibung von mehr als 700.000 Pal\u00e4stinensern.<\/p>\n<p>Rabbiner: Hamburger Juden zutiefst besorgt<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hamburgs Landesrabbiner Shlomo Bistritzky schrieb auf der Plattform X \u00fcber das Protestcamp: &#8222;Wir \u2013 die Hamburger Juden \u2013 sind dar\u00fcber zutiefst besorgt.&#8220; Der Rabbiner leitete einen Aufruf der israelischen Botschaft in Berlin weiter. Darin hei\u00dft es: &#8222;Wer zum \u201eT\u00f6ten von Kolonialisten\u201c aufruft, Hamas-Terror verherrlicht und den \u201eWiderstand mit allen Mitteln\u201c propagiert, verteidigt keine Menschenrechte. Das ist keine Friedensbewegung. Das ist extremistischer Hass.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bereits vor zwei Jahren hatte es am Rande der Moorweide ein antiisraelisches Protestcamp gegeben. Die Zelte und Transparente waren Anfang Mai 2024 aufgebaut und erst im September wieder abgebaut worden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-HolsteinAntiisraelisches Protestcamp an umstrittenem Ort gestartetTeilenFolgen auf: Eigentlich war die Stadt Hamburg gegen ein antiisraelisches Protestcamp&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1004377,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692],"class_list":{"0":"post-1007397","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116547587484246806","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1007397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1007397"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1007397\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1004377"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1007397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1007397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1007397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}