{"id":1008013,"date":"2026-05-10T07:39:19","date_gmt":"2026-05-10T07:39:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1008013\/"},"modified":"2026-05-10T07:39:19","modified_gmt":"2026-05-10T07:39:19","slug":"man-stirbt-nur-zweimal-lohnt-sich-der-alte-muenster-tatort-heute-abend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1008013\/","title":{"rendered":"\u201eMan stirbt nur zweimal\u201c: Lohnt sich der alte M\u00fcnster-\u201eTatort\u201c heute Abend?"},"content":{"rendered":"<p>Der 46. M\u00fcnster-&#8222;Tatort: Man stirbt nur zweimal&#8220; (2024, Regie: Janis Rebecca Rattenni, Drehbuch: Sascha Arango), der nun am Sonntag zur Primetime wiederholt wird, ist einer jener Kriminalfilme, bei denen das Publikum von Anfang an mehr wei\u00df als der ermittelnde Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und der Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers). Die n\u00e4mlich kennen beim Eintreffen in der Villa am Rande M\u00fcnsters erst einmal nur die durchaus bizarren Fakten.<\/p>\n<p>Der Anwalt Oskar Weintraub (Nils Brunkhorst) ist tot. Er starb beim Sturz von einer Br\u00fcstung, bei dem sein K\u00f6rper vom Speer einer darunter stehenden Krieger-Skulptur durchbohrt wurde. War es ein tragischer Unfall oder gar Notwehr, wie die Hausbesitzerin Doreen Pr\u00e4torius (Cordelia Wege) behauptet? An den genauen Tathergang erinnern kann sich die traumatisierte Frau hingegen nicht.<\/p>\n<p>TV-Publikum mit Wissensvorsprung<\/p>\n<p>F\u00fcr Thiel und Boerne beginnen z\u00e4he Ermittlungen, ausgel\u00f6st von einer Sachlage, die in sich schon \u00e4u\u00dferst widerspr\u00fcchlich ist: Vor wenigen Stunden erst hatte der nun tote Weintraub die verwitwete Doreen Pr\u00e4torius erfolgreich im Rechtsstreit mit einer Versicherung unterst\u00fctzt. Diese hatte sich vergeblich geweigert, die f\u00e4llige Lebensversicherung von Doreens Mann auszuzahlen. Dabei ist Jonas Karl Pr\u00e4torius bereits vor drei Jahren w\u00e4hrend einer seiner vielen Forschungsreisen verschollen.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte es sein, dass Weintraub angesichts der nun auszuzahlenden Summe gierig wurde, dass er Doreen Pr\u00e4torius bedrohte und sie sich mit dem t\u00f6dlich endenden Sto\u00df von der Br\u00fcstung verteidigte? Das Fernsehpublikum ist zu diesem Zeitpunkt freilich schon viel weiter: Seit Filmminute neun ist klar, dass der totgeglaubte Jonas Karl Pr\u00e4torius (Christian Erdmann) in Wahrheit noch lebt. Es geht in diesem Krimi also weniger um die Frage: &#8222;Wer hat was getan?&#8220;, sondern eher um das Wie und Weshalb.<\/p>\n<p>Gew\u00f6hnliche L\u00f6sung f\u00fcr ein ungew\u00f6hnliches Team<\/p>\n<p>Der &#8222;Tatort: Man stirbt nur zweimal&#8220; war der erste Fall, den der Reihen-erfahrene Autor Sascha Arango f\u00fcr das M\u00fcnster Kult-Duo schrieb. Bis dahin hatte der geb\u00fcrtige Berliner haupts\u00e4chlich den mittlerweile im Ruhestand befindlichen &#8222;Tatort&#8220;-Kommissar Borowski (gespielt von Axel Milberg) im hohen Norden ermitteln lassen.<\/p>\n<p>Fast schien es angesichts des Falls, der 2024 erstausgestrahlt wurde, als werde die seit 2002 produzierte M\u00fcnster-Reihe inzwischen zunehmend altersm\u00fcde: Schon der vorangegangene 45. Film &#8222;Unter G\u00e4rtnern&#8220; erz\u00e4hlte eine eher ernsthafte Geschichte mit letztlich doch recht \u00fcberraschendem Ende. In dem hier vorliegenden 46. Fall fehlt die aus vergangenen Filmen wie &#8222;Tatort: Limbus&#8220; (Thema: Zwischenwelt) und &#8222;Tatort: Propheteus&#8220; (Thema: Prepper und Reptiloiden) bekannte Absurdit\u00e4t vollkommen. Stattdessen ger\u00e4t die Aufl\u00f6sung des ganzen &#8211; so viel sei an dieser Stelle verraten &#8211; zwar tragisch, aber doch eher gew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Immerhin: Die gegenseitige Kabbelei der ungleichen Hauptfiguren ist gl\u00fccklicherweise geblieben. So kommt es, dass der wie immer herrlich eitle Professor in einer Szene stark bezweifelt, dass die doch eher zierliche Tatverd\u00e4chtige den Anwalt h\u00e4tte \u00fcber die Br\u00fcstung sto\u00dfen k\u00f6nnen. Dass Wut einen mitunter \u00fcber die eigene K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe hinauswachsen l\u00e4sst, beweist sogleich Assistentin Silke Haller (ChrisTine Urspruch) eindrucksvoll in der wohl besten Szene des ganzen Films.<\/p>\n<p>Bei der Erstaustrahlung am 15. Dezember 2024 schalteten 11,52 Millionen Menschen beim &#8222;Tatort: Man lebt nur zweimal&#8220; ein. Mit der Wiederholung des Falls startet die diesj\u00e4hrige Sommerpause der ARD-Sonntagskrimis. Und die war noch nie so lang: Erst Mitte September geht es mit neuen &#8222;Tatort&#8220;- und &#8222;Polizeiruf 110&#8220;-Folgen weiter.<\/p>\n<p>Quelle: teleschau \/ Elisa Eberle<\/p>\n<p>Tatort: Man stirbt nur zweimal &#8211; So. 10.05. &#8211; ARD: 20.15 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der 46. 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