{"id":1008463,"date":"2026-05-10T12:06:24","date_gmt":"2026-05-10T12:06:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1008463\/"},"modified":"2026-05-10T12:06:24","modified_gmt":"2026-05-10T12:06:24","slug":"britischer-premier-sucht-nach-wahldebakel-weg-aus-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1008463\/","title":{"rendered":"Britischer Premier sucht nach Wahldebakel Weg aus der Krise"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem f\u00fcr seine Labour-Partei desastr\u00f6sen Wahldebakel bei den Regional- und Kommunalwahlen in Gro\u00dfbritannien versucht sich der britische Premierminister Keir Starmer \u00fcber Wasser zu halten.Bei den Wahlen am Donnerstag fuhren die Sozialdemokraten historische Verluste ein.<\/p>\n<p>Nach dem f\u00fcr seine Labour-Partei desastr\u00f6sen Wahldebakel bei den Regional- und Kommunalwahlen in Gro\u00dfbritannien versucht sich der britische Premierminister Keir Starmer \u00fcber Wasser zu halten.<\/p>\n<p>Bei den Wahlen am Donnerstag fuhren die Sozialdemokraten historische Verluste ein. Bei der Kommunalwahl in England gingen etwa \u00fcber 1.400 Mandate in kommunalen Gremien verloren. Profitieren konnte davon in erster Linie die rechtspopulistische Partei Reform UK von Brexit-Vork\u00e4mpfer Nigel Farage, die aus dem Stand mehr als 1.400 Sitze errang.<\/p>\n<p>Besonders bitter wurde es f\u00fcr den Premierminister in Wales &#8211; einer jahrzehntelangen Labour-Hochburg. Erstmals wurde Labour nicht st\u00e4rkste Kraft und rutschte hinter der Unabh\u00e4ngigkeitspartei Plaid Cymru und Reform UK sogar nur auf Platz drei.<\/p>\n<p>Als erste Ma\u00dfnahme zur Schadensbek\u00e4mpfung berief Starmer am Samstag den Ex-Premierminister Gordon Brown in die Regierung &#8211; und heimste sich daf\u00fcr direkt Kritik ein. Auch Rufe aus den eigenen Reihen nach einem Abgang des Premiers werden lauter.<\/p>\n<p>Labour-Abgeordnete droht mit Ultimatum<\/p>\n<p>Bereits vor den Wahlen sah sich Starmer mit R\u00fccktrittsforderungen konfrontiert. Leere Staatskassen, geringes Wirtschaftswachstum und steigende Lebenshaltungskosten setzten ihm zu, hinzu kamen gescheiterte Reformprojekte und Skandale. Nun, unter dem Eindruck des Wahlschocks, w\u00e4chst vor allem bei Labour-Hinterb\u00e4nklern die Unzufriedenheit.<\/p>\n<p>Die Abgeordnete Catherine West wandte sich etwa mit einem Ultimatum an ihre Partei. Bis Montag solle das Kabinett einen Nachfolger f\u00fcr Starmer vorschlagen &#8211; ansonsten wolle sie selbst eine F\u00fchrungswahl ansto\u00dfen, sagte West am Wochenende der BBC.<\/p>\n<p>Als Premierminister kann Starmer nicht abgew\u00e4hlt werden, wohl aber als Parteichef. Aktuell gilt zudem der Mangel an einer geeigneten Kandidatin oder einem Kandidaten als st\u00e4rkstes Argument f\u00fcr einen Verbleib Starmers im Amt.<\/p>\n<p>Die Erfolgsaussichten von Wests Vorhaben d\u00fcrften allerdings gering sein: Wer einen Labour-Vorsitzenden abl\u00f6sen will, muss von mindestens 20 Prozent der Abgeordneten im Unterhaus unterst\u00fctzt werden, derzeit sind das 81. Davon ist West Berichten zufolge weit entfernt. Zun\u00e4chst wolle sie jedoch ohnehin eine mit Spannung erwartete Rede von Starmer am Montag abwarten, bevor sie sich auf die Suche nach Unterst\u00fctzern mache, erkl\u00e4rte West der BBC.<\/p>\n<p>Auch der Abgeordnete Josh Simons &#8211; ein ehemaliger Starmer-Anh\u00e4nger &#8211; forderte seinen R\u00fccktritt. &#8222;Er hat das Land verloren&#8220;, schrieb Simons in der Zeitung &#8222;The Times&#8220;. Ohne neue F\u00fchrung bestehe das Risiko &#8222;Farage die Schl\u00fcssel zur Downing Street&#8220; \u00fcbergeben zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Bisher wies Starmer jegliche R\u00fccktrittsforderungen zur\u00fcck. Am Freitag nach den Wahlen k\u00fcndigte er stattdessen an, Schritte vorzulegen, um den bei der Parlamentswahl 2024 versprochenen Wandel herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Kritik an Ernennung von Gordon Brown<\/p>\n<p>Eine Ma\u00dfnahme folgte bereits am Samstag mit der Ernennung von Ex-Premier Brown als Sondergesandter f\u00fcr globale Finanzfragen. Brown sei bestens daf\u00fcr geeignet, &#8222;gemeinsam mit unseren internationalen Verb\u00fcndeten daran zu arbeiten, ein st\u00e4rkeres Gro\u00dfbritannien aufzubauen und die Sicherheit sowie Widerstandsf\u00e4higkeit unseres Landes zu st\u00e4rken&#8220;, schrieb Starmer auf X. Brown war von 2007 bis 2010 britischer Regierungschef, zuvor hatte er ein Jahrzehnt unter Ex-Premier Tony Blair als Schatzkanzler gedient.<\/p>\n<p>Der Schritt traf jedoch auch in den eigenen Reihen teils auf Kritik und wurde etwa als wenig zielf\u00fchrend f\u00fcr den Weg aus der Krise angesehen. Die BBC zitierte etwa einen nicht namentlich genannten Labour-Abgeordneten: Die Ernennung Browns zeige, dass Starmer weder ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Problem, geschweige denn die L\u00f6sung habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem f\u00fcr seine Labour-Partei desastr\u00f6sen Wahldebakel bei den Regional- und Kommunalwahlen in Gro\u00dfbritannien versucht sich der britische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9969,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3976],"tags":[331,332,13754,551,13,15861,32509,669,29537,14,15,35958,11329,4061,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997,217215],"class_list":["post-1008463","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-vereinigtes-koenigreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-britischer","tag-grossbritannien","tag-headlines","tag-keir","tag-kommunalwahlen","tag-krise","tag-labour-partei","tag-nachrichten","tag-news","tag-premier","tag-premierminister","tag-regional","tag-schlagzeilen","tag-uk","tag-united-kingdom","tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","tag-vereinigtes-koenigreich","tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland","tag-wahldebakel"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116550198067423239","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1008463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1008463"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1008463\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9969"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1008463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1008463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1008463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}