{"id":1009043,"date":"2026-05-10T17:49:23","date_gmt":"2026-05-10T17:49:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1009043\/"},"modified":"2026-05-10T17:49:23","modified_gmt":"2026-05-10T17:49:23","slug":"trotz-sanktionen-schweizer-heizen-mit-gas-aus-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1009043\/","title":{"rendered":"Trotz Sanktionen: Schweizer heizen mit Gas aus Russland"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2550224614942215.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1332\" alt=\"ARCHIV - 10.09.2024, Bremen: Eine Heizungsanlage in einem Mietshaus. (zu dpa: \ufffdHeizgesetz: \ufffdBio-Treppe\ufffd nur bis 2040\ufffd) Foto: Sina Schuldt\/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE\/DPA\/Sina Schuldt)\" data-image-id=\"2550224614942215\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Bild: DPA<\/p>\n<p>Analyse<\/p>\n<p>Um den R\u00fcckgang des russischen Pipelinegases zu kompensieren, hat Europa in den letzten Jahren immer mehr Fl\u00fcssigerdgas importiert. Ein bedeutender Teil stammt nach wie vor aus Russland.<\/p>\n<p>10.05.2026, 19:2610.05.2026, 19:26<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/chmedia.png\" alt=\"Gregory Remez\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folge mir<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Seit kurzem gilt in der Schweiz ein vollst\u00e4ndiges Kauf- und Importverbot von russischem Fl\u00fcssigerdgas. <a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/de\/newnsb\/O5M0QLVwbVE7A1uwQIJj-\" target=\"_blank\" class=\"\" rel=\"nofollow noopener\">Im Februar hatte der Bundesrat beschlossen<\/a>, das 19. Sanktionspaket der EU gegen Russland zu \u00fcbernehmen, das unter anderem ein solches Verbot vorsieht. Der Export von Fl\u00fcssigerdgas (engl. Liquefied Natural Gas, kurz LNG) hat sich f\u00fcr Russland \u00fcber die letzten vier Kriegsjahre zu einer Alternative zum sanktionierten Pipelinegasgesch\u00e4ft entwickelt.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Europa hat in dieser Zeit kontinuierlich mehr LNG eingef\u00fchrt. Lag der LNG-Anteil an den gesamten EU-Gasimporten 2021 noch bei 20 Prozent, machte er 2025 bereits 45 Prozent aus. Das zeigen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bruegel.org\/dataset\/european-natural-gas-imports\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Zahlen der Br\u00fcsseler Denkfabrik Bruegel<\/a>.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Mehr als die H\u00e4lfte ihres LNG bezieht die EU inzwischen aus den USA, doch stammen laut Bruegel noch immer knapp 20 Prozent aus Russland \u2013 trotz Sanktionen. Brisant: Weil die Schweiz ihr Erdgas am europ\u00e4ischen Markt bezieht und somit keinen Einfluss auf dessen Herkunft hat, werden auch hierzulande noch immer zahlreiche Stuben mit russischem Gas geheizt.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Mit dem Kauf- und Importverbot von russischem LNG <a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/de\/newnsb\/O5M0QLVwbVE7A1uwQIJj-\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">versucht der Bundesrat nun<\/a>, \u00abRusslands Einnahmen aus dem Verkauf fossiler Brennstoffe zu verringern, die den Krieg gegen die Ukraine massgeblich mitfinanzieren\u00bb. Das Verbot gilt seit Samstag, 25. April. Bei vorbestehenden Langzeitliefervertr\u00e4gen gilt eine \u00dcbergangsfrist bis Ende des Jahres.<\/p>\n<p>Axpo bezog Gas aus Russland<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Der Einkauf von russischem LNG wurde in der Schweiz nach dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine am 24. Februar 2022 gr\u00f6sstenteils heruntergefahren. Der Stromkonzern Axpo, der vor dem Krieg zahlreiche Rohstoffe \u2013 neben Erdgas auch Kohle, Petroleum und Metalle \u2013 aus Russland bezogen hatte, liess seine Vertr\u00e4ge auslaufen.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Auf Anfrage schreibt Axpo, man trage \u00abselbstverst\u00e4ndlich alle aktuellen und k\u00fcnftigen Sanktionen mit\u00bb. Russisches Fl\u00fcssiggas habe man keines mehr in den B\u00fcchern. Ein Blick in die Gesch\u00e4ftsberichte zeigt: Die gr\u00f6sste Schweizer Stromproduzentin hat seit Ende 2022 keine Vertr\u00e4ge mit dem russischen Gaskonzern Gazprom mehr und seit Kriegsbeginn keine neuen Vertr\u00e4ge mit russischen Gegenparteien abgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Andere Rohstoffkonzerne mit Niederlassung in der Schweiz haben Gazprom ebenfalls den Hahn zugedreht. Trafigura mit Sitz in Genf etwa hat seit Kriegsbeginn kein Erdgas aus Russland mehr importiert. Folglich habe das LNG-Verbot des Bundesrats keine Auswirkungen auf die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten, sagt eine Sprecherin.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Vereinzelt hatten aber in der Schweiz registrierte Gesellschaften weiterhin mit russischem LNG gehandelt. Etwa der <a href=\"https:\/\/chm-zuz-dev.fp-non-prod.cloud.netcetera.com\/article-ld.4161979\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Zuger Ableger des Gaskonzerns Novatek<\/a>, Russlands Nummer zwei hinter Gazprom.\u00a0Die j\u00fcngsten Sanktionen d\u00fcrften diesem Gesch\u00e4ft nun einen Strich durch die Rechnung machen. (bzbasel.ch)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bild: DPA Analyse Um den R\u00fcckgang des russischen Pipelinegases zu kompensieren, hat Europa in den letzten Jahren immer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1009044,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-1009043","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116551548055149652","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1009043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1009043"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1009043\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1009044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1009043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1009043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1009043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}