{"id":1009887,"date":"2026-05-11T02:44:29","date_gmt":"2026-05-11T02:44:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1009887\/"},"modified":"2026-05-11T02:44:29","modified_gmt":"2026-05-11T02:44:29","slug":"nach-britischen-kommunalwahlen-2026-keir-starmer-haelt-an-fuehrung-fest-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1009887\/","title":{"rendered":"Nach britischen Kommunalwahlen 2026: Keir Starmer h\u00e4lt an F\u00fchrung fest &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Am Wochenende nach den britischen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kommunalwahlen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kommunalwahlen<\/a>, die Politikprofessoren und Kommentatoren bereits \u201ehistorisch\u201c nennen, lernte die britische \u00d6ffentlichkeit eine Frau namens Catherine West kennen. Catherine West ist eine 59-j\u00e4hrige in Australien geborene Britin, aufgewachsen in Sydney, wo ihr Vater Schuldirektor war, sie studierte Soziale Arbeit, ehe sie nach London zog und in die Labour-Partei eintrat. Seit elf Jahren sitzt sie im Unterhaus als Labour-Abgeordnete f\u00fcr Hornsey and Friern Barnet, einen Bezirk im Norden von London. Google-Suchanfragen nach \u201eCatherine West\u201c schossen seit Samstagabend steil nach oben, denn West verk\u00fcndete am Samstag und zur Sicherheit auch noch mal am Sonntag im Fernsehen und Radio mit ruhiger Stimme, dass sie am Montag den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Premierminister\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Premierminister<\/a> st\u00fcrzen will.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sie werde sich anh\u00f6ren, sagte West etwa am Sonntagvormittag in der BBC, was der Premierminister zu sagen habe, wenn er seine f\u00fcr Montag angek\u00fcndigte Rede halten werde, sie sei schlie\u00dflich \u201eeine faire Person\u201c. Aber wenn sie nicht zufrieden sei, werde sie eine E-Mail an die Parlamentsfraktion ihrer Labour-Partei schreiben, die Partei von Premier Keir Starmer, und ihre Kandidatur erkl\u00e4ren: als neue Parteichefin und Premierministerin. Es k\u00f6nne so nicht weitergehen, sagte Catherine West, in jeder Firma w\u00fcrde der CEO entlassen werden angesichts solcher Resultate. \u201eWir haben ein Problem\u201c, sagte West, \u201eund wir m\u00fcssen schnell reagieren.\u201c<\/p>\n<p>Die Unzufriedenheit mit dem Premier ist nicht nur im Land, sondern auch in der eigenen Partei gro\u00df<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kaum jemand in London rechnet ernsthaft damit, dass Catherine West bald britische Premierministerin sein wird, zumal auch noch nicht ganz klar ist, welche formalen Vorg\u00e4nge eine solche Erkl\u00e4rung ausl\u00f6sen w\u00fcrde. Klar aber ist die Situation, in der sich Premier Keir Starmer befindet: Die Unzufriedenheit mit ihm nicht nur im Land, sondern auch in der eigenen Partei ist so gro\u00df, dass er sich wom\u00f6glich bald mit einer leaderchip challenge der derzeitigen Parlamentarischen Staatssekret\u00e4rin f\u00fcr den Indo-Pazifik auseinandersetzen muss.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Starmer selbst wurde am Wochenende in mehreren Interviews nach seinem R\u00fccktritt gefragt, er verneinte stets entschieden. Aber die Fragen waren kaum \u00fcberraschend. Die <a href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/election\/2026\/england\/results\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kommunalwahlen\u00a0in England, Schottland und Wales<\/a> fielen so desastr\u00f6s aus f\u00fcr ihn wie prognostiziert, wenn nicht noch schlimmer.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In Wales, wo Labour seit 104 Jahren ununterbrochen st\u00e4rkste Partei war, kommt die Partei im neuen Regionalparlament auf gerade noch neun von 96 Sitzen. Die walisische Labour-Chefin Eluned Morgan wird nicht darunter sein: Sie verlor in ihrem eigenen Wahlkreis. Gewinner der Wales-Wahl sind wie erwartet die Sozialdemokraten von Plaid Cymru, die 43 Sitze bekamen, fast doppelt so viele wie vor f\u00fcnf Jahren. St\u00e4rkste Oppositionspartei sind die Ultrarechten von Reform UK mit 34 Sitzen.<\/p>\n<p>Erstmals regieren in allen drei Regionalparlamenten Parteien, die f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit von London stehen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In Schottland gewannen die Sozialdemokraten der SNP klar mit 58 von 129 Sitzen, Labour und Reform sind mit je 17 die zweitst\u00e4rksten Parteien im neuen schottischen Regionalparlament.\u00a0Die Gr\u00fcnen kamen knapp dahinter auf 15 Sitze. Damit regieren nun erstmals in allen drei Regionalparlamenten des Vereinigten K\u00f6nigreichs Parteien, die f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit von London stehen. In Schottland erkl\u00e4rte SNP-Chef John Swinney sogleich, ein neues Referendum anstreben zu wollen, um sein Land endlich zu befreien von Westminster. Schottland, sagte Swinney, sei \u201eFarage-proofed\u201c, sicher vor Nigel Farage, und das solle so bleiben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nigel Farage stand nicht zur Wahl, nat\u00fcrlich nicht, bei den Kommunalwahlen werden ja lediglich Stadt- und Gemeinder\u00e4te gew\u00e4hlt, die n\u00e4chsten General Elections sind 2029. Aber weil Reform in England fast 1500 neue councillors bekam und damit in etwa so viele, wie Labour verlor, feierte sich Farage wie der Sieger der Kommunalwahlen 2026. Das ist zumindest nicht falsch, zum Gesamtbild geh\u00f6rt aber auch, dass so viele W\u00e4hler wie nie die Gr\u00fcnen ankreuzten und auch die Liberaldemokraten ihr Resultat deutlich verbesserten. Erstmals entschieden sich die Briten bei einer Wahl also nicht mehr mehrheitlich f\u00fcr Labour oder die Konservativen, sondern f\u00fcr alle m\u00f6glichen Parteien.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Keir Starmer ernannte als Reaktion darauf noch am Samstag die fr\u00fchere Ministerin Harriet Harman zur <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/appointment-of-harriet-harman-as-the-prime-ministers-adviser-on-women-and-girls\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Beraterin in Sachen \u201eFrauen und M\u00e4dchen\u201c<\/a> sowie den Ex-Premierminister Gordon Brown zum Berater mit dem <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/news\/appointment-of-gordon-brown-as-the-prime-ministers-special-reviewer-on-global-finance-and-cooperation\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">kryptischen Titel \u201eSpecial Reviewer on Global Finance and Cooperation\u201c<\/a>. Die Pressestelle ver\u00f6ffentlichte Fotos von Starmer und Brown, wie sie im Garten von No. 10 Downing Street l\u00e4chelnd parlieren, scheinbar gelassen. Dem politisch links stehenden Sonntagsblatt Sunday Mail fiel dazu die sch\u00f6nste Titelschlagzeile ein, die man jetzt auch als das neue Motto des um seine Zukunft k\u00e4mpfenden Premiers sehen k\u00f6nnte: \u201eIn Gord we trust\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Wochenende nach den britischen Kommunalwahlen, die Politikprofessoren und Kommentatoren bereits \u201ehistorisch\u201c nennen, lernte die britische \u00d6ffentlichkeit eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1009888,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,147,551,13,10917,32509,20803,148,14,15,16,11329,12,149,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-1009887","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-grossbritannien","12":"tag-headlines","13":"tag-kommunalwahl","14":"tag-kommunalwahlen","15":"tag-labour-party","16":"tag-leserdiskussion","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-politik","20":"tag-premierminister","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-sueddeutsche-zeitung","23":"tag-uk","24":"tag-united-kingdom","25":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","26":"tag-vereinigtes-koenigreich","27":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","28":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1009887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1009887"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1009887\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1009888"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1009887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1009887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1009887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}