{"id":1010266,"date":"2026-05-11T06:38:19","date_gmt":"2026-05-11T06:38:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1010266\/"},"modified":"2026-05-11T06:38:19","modified_gmt":"2026-05-11T06:38:19","slug":"grundschulen-im-kreis-kleve-die-lage-zum-start-des-ogs-rechtsanspruchs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1010266\/","title":{"rendered":"Grundschulen im Kreis Kleve: Die Lage zum Start des OGS-Rechtsanspruchs"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Am 1. August beginnt ein ganz besonderes Schuljahr. Denn dann greift erstmals eine Gesetzesreform des Landes, die Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in der Offenen Ganztagsschule (OGS)  f\u00fcr ihr Kind zuspricht. Der Anspruch wird schrittweise eingef\u00fchrt, ab dem 1. August dieses Jahres f\u00fcr die neuen Erstkl\u00e4ssler und jedes Jahr folgend dann f\u00fcr einen weiteren Jahrgang. Ab dem Schuljahr 2029\/30 gilt der Anspruch dann f\u00fcr alle Kinder, und er umfasst acht Stunden Betreuung an f\u00fcnf Werktagen inklusive Ferienbetreuung. Aber wie weit sind Kommunen und Tr\u00e4ger in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kleve\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kleve<\/a> und Umgebung mit der Vorbereitung?<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/kleve\/dreifacher-schock-fuer-familien-widerstand-gegen-hoehere-ogs-beitraege-in-kleve_aid-147630177\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In Kleve \u00fcberraschte die Verwaltung k\u00fcrzlich Politiker im Rat mit einem Reformvorschlag, die Beitr\u00e4ge zur OGS in allen Einkommensstufen anzuheben.<\/a> Die Stadt geht davon aus, dass alle Erstkl\u00e4ssler, die zum August 2026 einen Betreuungsplatz ben\u00f6tigen, auch einen erhalten werden. \u201eIm OGS-Bereich k\u00f6nnen jahrgangs\u00fcbergreifend alle Bedarfe bedient werden, sodass die Bedarfsdeckung bei 100 Prozent liegt\u201c, so ein Stadtsprecher. Wartelisten gebe es nicht, wie es k\u00fcrzlich im Ausschuss hie\u00df. Daf\u00fcr wurde kr\u00e4ftig ausgebaut: In den vergangenen Jahren sind die Erweiterungsbauten an der Montessorischule, Willibrordschule, GGS An den Linden und St. Michael Grundschule fertiggestellt worden. \u201eIn absehbarer Zeit sind Bauma\u00dfnahmen an der Karl Leisner Schule, Marienschule und Johanna Sebus Grundschule geplant, sodass schlie\u00dflich alle Klever Grundschulen entsprechend der steigenden Bedarfe ausgebaut wurden.\u201c In Zahlen bedeutet das: Die sieben Klever Grundschulen besuchen 1909 Sch\u00fcler, die Betreuungsquote \u00fcber das Unterrichtsende hinaus im verl\u00e4sslichen Halbtag oder im offenen Ganztag liegt bei 77,2 Prozent aller Sch\u00fcler.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/goch\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Goch<\/a> geht das Rathaus davon aus, f\u00fcr das erste Schuljahr eine Versorgungsquote von 100 Prozent zu erreichen. \u201eAlle Kinder mit einem Betreuungswunsch bekommen Stand heute auch einen Platz im neuen ersten Schuljahr\u201c, so ein Sprecher. Doch nicht \u00fcberall sind in den h\u00f6heren Jahrg\u00e4ngen auch alle Kinder, die Bedarf haben, mit einem Platz versorgt. An der Niers-Kendel-Schule gibt es dem Stadtsprecher zufolge eine Warteliste. Auch in Goch wurde massiv gebaut f\u00fcr den Rechtsanspruch: An der Freiherr-von-Motzfeld-Schule in Pfalzdorf wurden auf zwei Etagen R\u00e4ume der angrenzenden fr\u00fcheren Hauptschule zu Betreuungsr\u00e4umen umgebaut. \u201eF\u00fcr die Niers-Kendel-Schule befinden wir uns in der Bauplanungsphase f\u00fcr einen kompletten Neubau in Asperden\u201c, so die Stadt. \u201eAn der Arnold-Janssen-Schule bedarf es aufgrund des rhythmisierten Ganztages keiner weiteren Betreuungsr\u00e4ume, hier wird aber aktuell die Mensa erweitert.\u201c Und an der Liebfrauenschule und der St. Georg-Schule laufen Planungen \u201ezu weiteren Optimierungen des Raumangebotes, jedoch nicht betreuungsspezifisch\u201c. Insgesamt besuchen 1391 Kinder die f\u00fcnf Gocher Grundschulen, davon sind 1163 in der OGS in Betreuung, im verl\u00e4sslichen Halbtag oder im rhythmisierten Ganztag. Das entspricht einer Quote von 83,6 Prozent.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eAllen Kindern, die einen OGS-Bedarf angemeldet haben, kann auch ein OGS-Platz angeboten werden; die vorhandenen Kapazit\u00e4ten sind derzeit ausreichend\u201c, sagt Stefan Urselmans, Fachbereichsleiter B\u00fcrgerdienste. Das bedeutet in Zahlen: An den drei Kalkarer Grundschulen gibt es 200 OGS-Pl\u00e4tze, davon sind 191 belegt. F\u00fcr das kommende Schuljahr liegen in er Stadtmitte 33 Anmeldungen von Erstkl\u00e4sslern f\u00fcr die OGS vor \u2013 die Kapazit\u00e4t reicht. Daf\u00fcr wurde das Geb\u00e4ude der ehemaligen Grundschule <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kalkar\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kalkar<\/a> f\u00fcr die OGS-Betreuung hergerichtet, in Wissel wurden vor\u00fcbergehend zus\u00e4tzliche R\u00e4ume im Pfarrheim angemietet. \u201eBei den Planungen f\u00fcr die Neu- und Umbauten der Grundschulen in Wissel und Appeldorn wird der OGS-Bedarf ber\u00fccksichtigt\u201c, so Urselmans.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An der Geschwister-Devries-Schule gibt es 365 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die Gemeinde plant mit rund 135 Kindern in der OGS und weiteren 75 im Angebot \u201eAcht-zu-Eins\u201c, wie Fachbereichsleiterin Carmen Elbers sagt. Derzeit l\u00e4ut eine Umfrage bei allen Eltern der Grundschule sowie den Eltern, deren Kinder ab August die Schule besuchen. Die Ergebnisse stehen noch aus. \u201eAktuell l\u00e4sst sich jedoch schon abzeichnen, dass im Vergleich zu den Vorjahren ein \u00e4hnlicher Betreuungsbedarf vorhanden ist\u201c, sagt Elbers. Dazu wurde zu Beginn des Jahres der Anbau an der Geschwister-Devries-Grundschule er\u00f6ffnet. \u201eSeitdem sind die neuen R\u00e4umlichkeiten, die f\u00fcr die OGS geschaffen wurden, bereits im Betrieb.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In den beiden Grundschulen der Gemeinde werden zum neuen Schuljahr 147 neue Erstkl\u00e4ssler erwartet, von denen 58 einen Platz im Offenen Ganztag ben\u00f6tigen. Alle werden einen Platz erhalten, so das Rathaus: \u201eDerzeit geht die Verwaltung davon aus, alle OGS Anmeldungen auch zuk\u00fcnftig bedienen zu k\u00f6nnen.\u201c<a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/kleve\/neubau-in-bedburg-hau-rat-waehlt-grosse-loesung-fuer-st-antonius-grundschule_aid-147281673\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> In Hau wird die Antonius-Grundschule in K\u00fcrze neu gebaut, die Planungen sind schon weit <\/a>\u2013 der Neubau erfolgt aber nicht nur wegen des OGS-Bedarfs. \u201eIn Hasselt wird in K\u00fcrze angebaut werden, der Neubau dient auch der Erweiterung der OGS. In Schneppenbaum erfolgt ein Erweiterungsbau mit einer Containerl\u00f6sung ausschlie\u00dflich f\u00fcr die OGS\u201c, so die Gemeinde.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In den beiden Grundschulen N\u00fctterden und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kranenburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kranenburg<\/a> wird kein Engpass erwartet. \u201eF\u00fcr das Schuljahr ab August 2026 k\u00f6nnen in der Gemeinde Kranenburg alle Kinder des ersten Schuljahres, deren Eltern einen Platz im Offenen Ganztag w\u00fcnschen, versorgt werden\u201c, so ein Gemeindesprecher. \u201eAuch f\u00fcr die weiteren Jahrg\u00e4nge stehen ausreichend Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung, sodass alle angemeldeten Kinder ein Angebot im Offenen Ganztag erhalten k\u00f6nnen.\u201c F\u00fcr das erste Schuljahr liegen insgesamt 126 Anmeldungen vor. Dazu wurden R\u00e4ume bereits erweitert und werden dies noch: \u201eAn der Grundschule N\u00fctterden beginnt in K\u00fcrze der Neubau f\u00fcr den Offenen Ganztag, der kurzfristig fertiggestellt werden soll.\u201c Derzeit wird dort eine mobile \u00dcbergangsl\u00f6sung genutzt.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Caritas Kleve, die an sieben Grundschulen im n\u00f6rdlichen Kreis Kleve Tr\u00e4ger der OGS oder des Rhythmisierten Ganztages ist, sieht sich gut vorbereitet. Was noch unklar ist, ist die Finanzierung des Rechtsanspruches. \u201eHierzu sind wir gerade mit allen Vertretern der jeweiligen St\u00e4dte und Gemeinden im Austausch\u201c, sagt Katja Reintjes Fachdienstleiterin Schule der Caritas. \u201eIch bin zuversichtlich, dass hier gute Entscheidungen getroffen werden. Neuerungen bringen immer auch Unsicherheiten mit sich. Das gilt auch f\u00fcr unsere rund 150 Kolleginnen und Kollegen, die an den sieben Grundschulen arbeiten.\u201c Die Caritas betont: An allen sieben OGS-Standorten der Caritas Kleve werde es ab dem Schuljahr 2026\/2027 gen\u00fcgend Pl\u00e4tze f\u00fcr die Ganztagsbetreuung geben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 1. August beginnt ein ganz besonderes Schuljahr. 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