{"id":1010328,"date":"2026-05-11T07:13:18","date_gmt":"2026-05-11T07:13:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1010328\/"},"modified":"2026-05-11T07:13:18","modified_gmt":"2026-05-11T07:13:18","slug":"pressemitteilung-nr-020-2026-der-leibniz-universitaet-hannover-wiederaufforstung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1010328\/","title":{"rendered":"Pressemitteilung Nr. 020\/2026 der Leibniz Universit\u00e4t Hannover Wiederaufforstung &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">11.05.2026 \u2013 08:59<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Leibniz Universit\u00e4t Hannover\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/128741\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leibniz Universit\u00e4t Hannover<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox-pseudo event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/224f016a-6852-4165-a330-ce4504cc4251\/Kelpw%C3%A4lder01.jpg.jpg\" data-description=\"Das Forschungsteam der LUH hat in Wellen- und Str\u00f6mungskan\u00e4len systematisch untersucht, welche Kr\u00e4fte die mit Kelp besiedelten Steinchen in Bewegung versetzen. &#010;&#010;Copyright: LuFi&#010;\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"6a017e53270000fd2c82d3ec\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/pressemitteilung-nr-020-2026-der-leibniz-universit-t-hannover-wiederaufforstung-von-klimaschutz-alge.jpeg\"   alt=\"Pressemitteilung Nr. 020\/2026 der Leibniz Universit\u00e4t Hannover   Wiederaufforstung von \u201eKlimaschutz-Algenw\u00e4ldern\u201c im Meer: Studie optimiert den Erfolg von Pflanzungen\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p>Pressemitteilung Nr. 020\/2026 der Leibniz Universit\u00e4t Hannover <\/p>\n<p><b><b>Wiederaufforstung von \u201eKlimaschutz-Algenw\u00e4ldern\u201c im Meer: Studie optimiert den Erfolg von Pflanzungen <\/b><\/b><\/p>\n<p>KI-gest\u00fctzte Forschung ermittelt ideale Bedingungen f\u00fcr die Planung k\u00fcnftiger Wiederansiedlungsprojekte von Kelpw\u00e4ldern<\/p>\n<p>W\u00e4lder aus Gro\u00dfalgen, auch Kelp genannt, leisten einen wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz und zur Stabilit\u00e4t mariner \u00d6kosysteme. Durch ihr schnelles Wachstum binden diese faszinierenden \u00d6kosysteme gro\u00dfe Mengen an CO2. Kelp w\u00e4chst ausschlie\u00dflich auf harten Untergr\u00fcnden wie Felsen oder Steinen, so dass das gebundene CO2 nicht direkt vor Ort in den Boden eingelagert werden kann. Abgestorbenes Algenmaterial jedoch, das in der Tiefsee landet \u2013 und somit das gebundene CO2 \u2013 kann dort im Sediment eingeschlossen werden. Au\u00dferdem wirken die Braunalgen der Versauerung der Ozeane entgegen und k\u00f6nnen K\u00fcstengebiete vor Erosion sch\u00fctzen. Doch die bis zu 40 Meter hohen Unterwasserw\u00e4lder verschwinden weltweit in alarmierendem Ausma\u00df. Deshalb sollen Kelpw\u00e4lder an vielen Orten wiederangesiedelt werden.<\/p>\n<p>Forschende der Leibniz Universit\u00e4t Hannover haben nun untersucht, wie die Aufforstung dieser \u201eRegenw\u00e4lder der Meere\u201c viel besser gelingen kann. Daf\u00fcr hat ein Team des Ludwig-Franzius-Instituts f\u00fcr Wasserbau und \u00c4stuar- und K\u00fcsteningenieurwesen unter anderem mithilfe von KI-gest\u00fctzter Videoanalyse erforscht, wie die Umgebung auf dem Meeresboden beschaffen sein muss, damit sich der Kelp ansiedeln und gut wachsen kann. Traditionelle Methoden, bei denen Taucher Algen einzeln am Meeresboden ausbringen, sind extrem zeitaufw\u00e4ndig und teuer. Um den R\u00fcckgang der Kelpbest\u00e4nde aufzuhalten, gewinnen skalierbare Methoden wie das so genannte \u201eGreen-Gravel-Verfahren\u201c daher stark an Bedeutung. Dabei werden im Labor gez\u00fcchtete Kelpsporen auf kleinen Steinchen im Meer ausgebracht. Der Erfolg dieser Methode h\u00e4ngt jedoch ma\u00dfgeblich davon ab, dass die Steine am Zielort bleiben, bis der Kelp fest am felsigen Untergrund angewachsen ist. Werden sie durch Wellen und Str\u00f6mungen vorzeitig in ungeeignete &#8211; zum Beispiel zu tiefe oder lichtarme \u2013 Bereiche verlagert, scheitert die Ansiedlung.     <\/p>\n<p>Der Erfolg dieser Methode entscheidet sich in den ersten Wochen im Meer: Bevor der Kelp seine eigenen Haftorgane fest am Meeresboden verankern kann, m\u00fcssen die besiedelten Steinchen stabil liegen bleiben. Das Forschungsteam hat in Wellen- und Str\u00f6mungskan\u00e4len systematisch untersucht, welche Kr\u00e4fte n\u00f6tig sind, um die Kelp-Stein-Systeme in Bewegung zu versetzen. Mithilfe von KI-gest\u00fctzter Videoanalyse konnte pr\u00e4zise dokumentiert werden, dass die Algen wie kleine Segel wirken und die Angriffsfl\u00e4che f\u00fcr die Wasserstr\u00f6mung massiv vergr\u00f6\u00dfern. <\/p>\n<p>Die Studie liefert Erkenntnisse, die die Planung k\u00fcnftiger Wiederansiedlungsprojekte stark erleichtern. Schon kleine Kelppflanzen von 10 Zentimetern L\u00e4nge verringern die Stabilit\u00e4t der Steine n\u00e4mlich drastisch. Daher muss die Umgebung so beschaffen sein, dass m\u00f6glichst viele Steinchen gut vor Ort bleiben k\u00f6nnen. Die Analysen haben gezeigt, dass die Rauheit des felsigen Meeresbodens einen weitaus gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf die Stabilit\u00e4t hat als die Gr\u00f6\u00dfe oder Form der Steine selbst. Auf unebenem Untergrund wie grobem Ger\u00f6ll verkeilen sich die Steine und halten wesentlich h\u00f6heren Belastungen stand als auf glatterem Fels oder Beton. Sobald die Alge zu wachsen beginnt, nimmt die Stabilit\u00e4t ab. Ab einem gewissen Punkt hebt sich dieser Effekt jedoch auf, da die Reibung der Algenbl\u00e4tter auf dem Boden wiederum bremsend wirken kann. \u00dcberraschend f\u00fcr das Team war der Aspekt, dass entgegen der Erwartung moderate Hangneigungen von bis zu 15 Prozent eine eher untergeordnete Rolle f\u00fcr das erste \u201eWegrollen\u201c der Steinchen spielen, so lange der Untergrund eine gewisse Grundrauheit aufweist. <\/p>\n<p>Mit den Daten wurde ein Berechnungsmodell entwickelt, das genau vorhersagt, welches Gewicht die Steine f\u00fcr den Kelp haben m\u00fcssen. So l\u00e4sst sich f\u00fcr jeden Standort vorab pr\u00fcfen, ob sie den \u00f6rtlichen Wellen standhalten werden und sicher liegen bleiben. Die Ergebnisse erm\u00f6glichen es, Wiederansiedlungsvorhaben pr\u00e4ziser zu planen und die Erfolgsaussichten der wichtigen marinen CO2-Speicher deutlich zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Die Studie ist frei zug\u00e4nglich unter: 10.1371\/journal.pone.0345763<\/p>\n<p>Das Forschungsvorhaben ist Teil des Projekts sea4soCiety innerhalb der DAM Forschungsmission CDRmare, gef\u00f6rdert durch das Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt und die norddeutschen Bundesl\u00e4nder.<\/p>\n<p>Hinweis an die Redaktion:<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen steht Ihnen PD Maike Paul, Ludwig-Franzius-Institut f\u00fcr Wasserbau und \u00c4stuar- und K\u00fcsteningenieurwesen, unter Telefon 0511 762 2584 oder per E-Mail unter  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/128741\/mailto:paul@lufi.uni-hannover.de%20\">paul@lufi.uni-hannover.de <\/a>gern zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Mechtild Freiin v. M\u00fcnchhausen, M.A.<br \/>\nLeiterin Kommunikation und Marketing<br \/>\nPressesprecherin<\/p>\n<p>Referat f\u00fcr Kommunikation und Marketing<br \/>\nLeibniz Universit\u00e4t Hannover<br \/>\nWelfengarten 1<br \/>\n30167 Hannover<br \/>\nTel.: 0511\/762-5342<br \/>\nFax: 0511\/762-5391 <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/128741\/mailto:&#010;kommunikation@uni-hannover.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\nkommunikation@uni-hannover.de<\/a><br \/>\n<a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.uni-hannover.de\">www.uni-hannover.de<\/a>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"11.05.2026 \u2013 08:59 Leibniz Universit\u00e4t Hannover Pressemitteilung Nr. 020\/2026 der Leibniz Universit\u00e4t Hannover Wiederaufforstung von \u201eKlimaschutz-Algenw\u00e4ldern\u201c im Meer:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1010329,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3477,3364,29,30,46,1411,178,180,179,181],"class_list":{"0":"post-1010328","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-bild","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-hannover","13":"tag-niedersachsen","14":"tag-presse","15":"tag-pressemeldung","16":"tag-pressemitteilung","17":"tag-pressemitteilungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116554708349023543","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1010328","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1010328"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1010328\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1010329"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1010328"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1010328"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1010328"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}