{"id":1011081,"date":"2026-05-11T14:17:17","date_gmt":"2026-05-11T14:17:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011081\/"},"modified":"2026-05-11T14:17:17","modified_gmt":"2026-05-11T14:17:17","slug":"stadt-duesseldorf-kaempft-gegen-gaensepopulation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011081\/","title":{"rendered":"Stadt D\u00fcsseldorf k\u00e4mpft gegen G\u00e4nsepopulation"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weil sich seit einigen Jahren auch in D\u00fcsseldorf G\u00e4nse auf den Gr\u00fcnfl\u00e4chen der Stadt breitmachen \u2013 von Graug\u00e4nsen \u00fcber Kanadag\u00e4nse bis zur Nilgans \u2013 setzt das Garten-, Forst- und Friedhofsamt bei den Tieren auf eine verordnete Ein- bis h\u00f6chstens Zwei-Kind-Politik. Das f\u00fchrte Tobias Krause, Biodiversit\u00e4tsbeauftragter der Stadt, in einem Vortrag in der j\u00fcngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 9 aus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dem Gremium stellte Krause vor, welche Ma\u00dfnahmen die Stadt ergreift, um die Zahl der G\u00e4nse auch im Benrather Schlosspark in Schach zu halten. Die von ihm vorgestellte Vorgehensweise bedeutet, dass den br\u00fctenden G\u00e4nsen lediglich zwei \u2013 und an besonders \u00fcberv\u00f6lkerten Stellen \u2013 sogar nur ein Ei zum Ausbr\u00fcten gelassen wird. Damit wurde in D\u00fcsseldorf 2018 begonnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr Krause zeigt sich der Erfolg der Ma\u00dfnahme allein schon beim Blick auf die Statistik. Bereits seit 2009 hat die Verwaltung die G\u00e4nsepopulation im Blick, wie Krause ausf\u00fchrte. Da sei man als Stadt D\u00fcsseldorf viel fr\u00fcher an dem Thema dran gewesen als andere Kommunen. Vor 17 Jahren lebten in der Landeshauptstadt etwa 370 G\u00e4nse. In den Jahren 2017 und 2020 knackte man die 1000er-Grenze. Doch durch die gezielte Entnahme von Eiern unter einem entsprechenden Monitoring seien die Zahlen inzwischen leicht r\u00fcckl\u00e4ufig. Aktuell (2025) ist man bei 800 Tieren, die in den D\u00fcsseldorfer Parkanlagen leben. F\u00fcr die Bezirkspolitiker sind das immer noch deutlich zu viele V\u00f6gel, die die st\u00e4dtischen Gr\u00fcnanlagen vollkoten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Krause erl\u00e4uterte, dass man ohne das konsequente G\u00e4nsemanagement der vergangenen Jahre in der Stadt eine stetig wachsende G\u00e4nsepopulation haben w\u00fcrde. \u201eInsofern ist das ein Erfolg\u201c, sagte Krause, \u201edadurch haben wir eine Trendumkehr geschafft.\u201c Ohne die Eierentnahme w\u00e4re man bei mehr als 2000 G\u00e4nsen angekommen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Er erl\u00e4uterte auch, warum sich die D\u00fcsseldorfer Verwaltung \u00fcberhaupt mit diesem Thema besch\u00e4ftigt. So gehe es um Verunreinigungen, die besonders auf Spielpl\u00e4tzen und Sportrasenfl\u00e4chen relevant seien, hinzu kommen Fra\u00dfsch\u00e4den an der Vegetation. Vor allem im Innenstadtbereich kommt dann auch noch eine Verkehrsgef\u00e4hrdung hinzu, wenn pl\u00f6tzlich eine G\u00e4nsefamilie die viel befahrene Graf-Adolf-Stra\u00dfe queren will.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie viele G\u00e4nse sich nun genau im Benrather Schlosspark heimisch f\u00fchlen, ist allerdings nicht eindeutig. Dazu lieferten Krause und etwa die Gr\u00fcnen-Politikerin Andrea Wimschneider unterschiedliche Zahlen. Der Biodiversit\u00e4tsbeauftragte sprach von inzwischen rund 80 G\u00e4nsen, darunter nur einige wenige Jungv\u00f6gel, Wimschneider allein von zehn bis 15 Jungv\u00f6geln. \u201eAm Spiegelweiher f\u00fchlen sich die G\u00e4nse wohl. Kommt auf der einen Seite ein Hund vorbei, k\u00f6nnen die V\u00f6gel einfach auf die andere Seite des Gew\u00e4ssers ausweichen\u201c, berichtete Krause. Was \u00fcbrigens auch die G\u00e4nsepopulation in Schach h\u00e4lt, ist der geteilte Lebensraum mit Schw\u00e4nen. Um diesen Tieren eine bessere Lebensumgebung zu schaffen, bringt das Gartenamt Laub und Stroh auf die kleine Insel auf dem Schlossweiher.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Pflanzen, die die G\u00e4nse nicht fressen, sind eine Ma\u00dfnahme gegen die Tiere. Dadurch, dass der Schlosspark ein Gartendenkmal ist, kann man aber beispielsweise nicht die Uferbereiche der Gew\u00e4sser ver\u00e4ndern, um den G\u00e4nsen einen Aufenthalt zu verleiden. Das Vertreiben der Tiere \u2013 oder gar das Schie\u00dfen \u2013 ergibt aus Sicht von Tobias Krause wenig Sinn. Denn G\u00e4nse k\u00f6nnen fliegen. Und wird die Population der einen Art weniger, f\u00fcllt die n\u00e4chste Art die L\u00fccke. So br\u00fctet beispielsweise die Nilgans ganzj\u00e4hrig und macht allein dadurch noch mehr Arbeit.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch am Elbsee gibt es eine funktionierende Ma\u00dfnahme. Dort haben sich auf der unter Naturschutz stehenden Insel inzwischen Gro\u00dfm\u00f6wen angesiedelt, die sowohl G\u00e4nseeier als auch Jungtiere auf dem Speiseplan haben. Bis zum Ausbruch der Schweinepest wurden die eingesammelten G\u00e4nseeier \u00fcbrigens an die Wildschweine verf\u00fcttert. Das ist aktuell nun nicht mehr erlaubt. Ein Problem ist auch, dass G\u00e4nse (wie auch Enten und Tauben) immer noch von Menschen gef\u00fcttert werden. Wer dabei erwischt wird, zahlt ein Bu\u00dfgeld in H\u00f6he von 20 Euro. \u201eAllerdings haben wir schon den Eindruck, dass die Vielf\u00fctterszene weniger geworden ist\u201c, so Tobias Krause.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weil sich seit einigen Jahren auch in D\u00fcsseldorf G\u00e4nse auf den Gr\u00fcnfl\u00e4chen der Stadt breitmachen \u2013 von Graug\u00e4nsen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1011082,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[12181,12180,3364,29,3405,30,1209,12179],"class_list":{"0":"post-1011081","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-andrea","9":"tag-benrath","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-duesseldorf","13":"tag-germany","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-roehrig"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116556375596828756","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1011081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1011081"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1011081\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1011082"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1011081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1011081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1011081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}