{"id":1011174,"date":"2026-05-11T15:13:39","date_gmt":"2026-05-11T15:13:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011174\/"},"modified":"2026-05-11T15:13:39","modified_gmt":"2026-05-11T15:13:39","slug":"eu-verhaengt-sanktionen-wegen-entfuehrung-ukrainischer-kinder-nach-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011174\/","title":{"rendered":"EU verh\u00e4ngt Sanktionen wegen Entf\u00fchrung ukrainischer Kinder nach Russland"},"content":{"rendered":"<p>Seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs vor etwa vier Jahren sind sch\u00e4tzungsweise 20.000 ukrainische Kinder gewaltsam nach Russland oder in von Russland kontrollierte Gebiete gebracht worden. Dort drohen ihnen ideologische Indoktrination und eine erzwungene \u201eRussifizierung\u201c. Die EU hat nun neue Sanktionen gegen die Hauptverantwortlichen beschlossen.<\/p>\n<p>Die Au\u00dfenminister der EU-Mitgliedstaaten haben zus\u00e4tzliche Strafma\u00dfnahmen gegen Personen und Organisationen beschlossen, die an Russlands Programm zur Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder beteiligt sind. Betroffen sind 16 Einzelpersonen sowie 7 Institutionen, wie die Vertretung der EU-Mitgliedstaaten mitteilte. Die Sanktionen umfassen unter anderem das Einfrieren von Verm\u00f6genswerten innerhalb der EU sowie Einreise- und Durchreiseverbote f\u00fcr die betroffenen Personen.<\/p>\n<p>Zu den Sanktionierten z\u00e4hlen unter anderem die Leiterin eines Lagers, in dem ukrainische Minderj\u00e4hrige untergebracht sind, sowie Einrichtungen, die f\u00fcr die ideologische Indoktrination, die \u201eRussifizierung\u201c und die militarisierte Erziehung der Kinder verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Mit diesen Ma\u00dfnahmen will die EU ein deutliches Signal senden, dass Russland f\u00fcr seine menschenverachtenden Taten zur Rechenschaft gezogen wird. Nach Angaben der EU-Kommission wurden seit Beginn der gro\u00dfangelegten Invasion 2022 rund 20.000 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Viele von ihnen mussten ihre Identit\u00e4t und Staatsangeh\u00f6rigkeit aufgeben und wurden zur Adoption freigegeben. Trotz internationaler Anstrengungen konnten bisher nur etwa 2.100 Kinder zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, so ukrainische Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Der Europastaatsminister Gunther Krichbaum, der den deutschen Au\u00dfenminister Johann Wadephul in Br\u00fcssel vertrat, bezeichnete die Lage als \u201ehumanit\u00e4re Katastrophe\u201c und betonte, dass die tats\u00e4chliche Zahl der verschleppten Kinder vermutlich deutlich h\u00f6her sei als bisher bekannt. Eine Dunkelziffer bestehe, da viele Kinder auch aus Waisenh\u00e4usern entf\u00fchrt wurden, erkl\u00e4rte der CDU-Politiker. Das Schicksal dieser Kinder d\u00fcrfe nicht in Vergessenheit geraten \u2013 dies sei auch ein zentrales Anliegen der Bundesregierung.<\/p>\n<p>Krichbaum nahm am Rande des Ministertreffens auch an einem Treffen der internationalen Koalition zur R\u00fcckf\u00fchrung ukrainischer Kinder teil, zu dem auch der ukrainische Au\u00dfenminister Andrij Sybiha erwartet wurde. Dabei ging es unter anderem um Systeme zur \u00dcberpr\u00fcfung und \u00dcberwachung von F\u00e4llen illegal deportierter oder zwangsumsiedelter Kinder sowie um Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr die Wiedereingliederung der geretteten Kinder. Viele von ihnen leiden unter schweren Traumata und ben\u00f6tigen intensive Hilfe.<\/p>\n<p>\t\tPost Navigation<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs vor etwa vier Jahren sind sch\u00e4tzungsweise 20.000 ukrainische Kinder gewaltsam nach Russland oder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1011175,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-1011174","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116556595671897643","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1011174","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1011174"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1011174\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1011175"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1011174"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1011174"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1011174"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}