{"id":1011468,"date":"2026-05-11T18:09:28","date_gmt":"2026-05-11T18:09:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011468\/"},"modified":"2026-05-11T18:09:28","modified_gmt":"2026-05-11T18:09:28","slug":"ukraine-krieg-in-finnland-und-im-baltikum-stuerzen-drohnen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011468\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: In Finnland und im Baltikum st\u00fcrzen Drohnen ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der Krieg in der Ukraine r\u00fcckt n\u00e4her an Finnland heran. Vor einigen Tagen wurden abermals zwei ukrainische <a data-rtr-index=\"63\" title=\"Drohne\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/drohne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drohnen<\/a> im Luftraum Finnlands gesichtet. Kurz zuvor waren mindestens vier Drohnen im S\u00fcdosten des Landes beobachtet worden. Zwei davon st\u00fcrzten nahe der Stadt Kouvola ab. Beide waren mutma\u00dflich ukrainischer Herkunft und mit Sprengladungen versehen. Eine davon explodierte vermutlich beim Aufprall, die andere wurde von den finnischen Beh\u00f6rden gezielt zur Explosion gebracht. Es handelte sich um Drohnen in der Gr\u00f6\u00dfe eines Kleinflugzeugs.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Auch in den baltischen Staaten st\u00fcrzten derartige Drohnen ab. Am vergangenen Donnerstag flogen mehrere aus Russland abgelenkte ukrainische Drohnen, ebenfalls mit Sprengstoff best\u00fcckt, \u00fcber die lettische Grenze. Einige kreisten l\u00e4ngere Zeit \u00fcber der Stadt R\u0113zekne, bevor zwei davon dort \u00fcber einem \u00d6llager abst\u00fcrzten und zwei leere Tanks besch\u00e4digten. Bewohner, die zuvor via Handy alarmiert worden waren, berichteten von be\u00e4ngstigenden Szenen. Am Sonntag trat der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds zur\u00fcck. Ministerpr\u00e4sidentin Evikia Sili\u0146a sagte mit Blick auf die H\u00e4ufung solcher Vorf\u00e4lle, sie habe das Vertrauen in den Minister verloren.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die Ukraine greift derzeit vermehrt russische Energieinfrastruktur an, um die Finanzierung des Angriffskriegs zu erschweren. Auch in mehr als tausend Kilometern Entfernung von der Ukraine kommt es deswegen zu Explosionen, etwa in Ust-Luga und Primorsk, den beiden russischen Hafenst\u00e4dten im finnischen Meerbusen. Sie sind entscheidend f\u00fcr den Export des russischen Erd\u00f6ls, die meisten sogenannten Schattentanker brechen von dort auf.<\/p>\n<p>Finnland hat bei den Drohnen nur schlechte Optionen<\/p>\n<p><a data-rtr-index=\"9\" title=\"Finnland\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/finnland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Finnland<\/a> stellten die Drohnen vor ein Dilemma, sagt James Acuna der F.A.Z. Er war Mitarbeiter der CIA und arbeitet heute als Berater zum Thema unbemannte Systeme. \u201eSchie\u00dft Finnland die Drohnen \u00fcber eigenem Gebiet nieder, droht eine Katastrophe. Schie\u00dft es sie \u00fcber Russland nieder, droht ein Krieg.\u201c\u00a0Acuna nimmt an, dass die Ukraine die Drohnen im eigenen Land starten l\u00e4sst. NATO-Staaten f\u00fcr den Start zu nutzen, w\u00fcrde hingegen viele Probleme verursachen, und ein Start vom Wasser aus sei schwierig.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">In Finnland gehen die Drohnen aus Sicht von Acuna mutma\u00dflich durch von Russland ausgehende gezielte St\u00f6rungen des Navigationssystems GPS (Spoofing) nieder. Seit Langem ist das in der Region ein \u00c4rgernis, gerade in der Luft- und Schifffahrt ist deswegen die Sorge vor Zwischenf\u00e4llen gro\u00df. Teils konnten in Finnland Flugzeuge an bestimmten Flugh\u00e4fen nicht landen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Finnland und Russland verbindet eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze. In Helsinki hat man dem Nachbarn nie getraut, auch nach 1990 nicht. Zu gegenw\u00e4rtig ist noch die Erinnerung an das Grauen des Winterkriegs, in dem die Sowjetunion den Nachbarn \u00fcberfiel. Wohl auch deswegen z\u00e4hlt Finnland zu den treuesten Unterst\u00fctzern der Ukraine.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Wegen der Drohnenzwischenf\u00e4lle kritisierte die Regierung in Helsinki Kiew zuletzt jedoch ungewohnt deutlich. Ministerpr\u00e4sident Petteri Orpo nannte das Eindringen in den finnischen Luftraum \u201einakzeptabel\u201c \u2013 bei allem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den ukrainischen Abwehrkampf. Orpo sprach das Thema bei einem Zusammentreffen mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj in Armenien an. Verteidigungsminister Antti H\u00e4kk\u00e4nen sagte, Finnland werde die Vorf\u00e4lle nicht zulassen, die Ukraine m\u00fcsse sicherstellen, dass das nicht mehr passiere.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Doch was aus dem Protest folgt, ist unklar. Niemand in Helsinki rief die Ukraine dazu auf, die Angriffe zu unterlassen.\u00a0Die Drohnen seien nicht gegen Finnland gerichtet, sagt dessen Au\u00dfenministerin Elina Valtonen bei einem Gespr\u00e4ch in Helsinki. Doch m\u00fcsse man die Sache sehr ernst nehmen, aufgrund der Sprengs\u00e4tze k\u00f6nne auch in Finnland Schlimmes passieren. Bei der Drohnenabwehr helfe die Ukraine Finnland.<\/p>\n<p>Trotz allem vertraut die Au\u00dfenministerin auf die Hilfe der USA<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Valtonen strahlt eine in diesen Zeiten ungewohnte Zuversicht aus. Ihr Land ist seit 2023 NATO-Mitglied, Schweden trat ein Jahr sp\u00e4ter bei; doch angesichts des unberechenbaren Verhaltens des amerikanischen Pr\u00e4sidenten Donald Trump sind in beiden Staaten die Zweifel am Beistand der USA gro\u00df. Valtonen aber sagt, die NATO sei st\u00e4rker als je zuvor, schlie\u00dflich tr\u00fcgen Finnlands und Schwedens Beitritte erheblich zur St\u00e4rkung bei. Au\u00dferdem stiegen die Verteidigungsausgaben deutlich. Zudem sei mit den USA trotz aller Rhetorik weiterhin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit m\u00f6glich. \u201eAuf lange Sicht haben wir nichts zu bef\u00fcrchten\u201c, sagt Valtonen. Sie ist sich sicher: Die Amerikaner w\u00fcrden im Ernstfall zu Hilfe kommen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Janne Kuusela \u00e4u\u00dfert sich gegen\u00fcber der F.A.Z. vorsichtiger. Was die F\u00e4higkeiten und Investitionen angehe, sei die NATO st\u00e4rker denn je. Ob das auch f\u00fcr die politische Einheit gilt? Das sei nicht an ihm zu bewerten, sagt der Verteidigungsstaatssekret\u00e4r. Kuusela sitzt w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs an einem langen Holztisch in den R\u00e4umen des Verteidigungsministeriums. Der Tisch hat sichtbare Gebrauchsspuren. Es handelt sich um den Kartentisch Carl Gustaf Mannerheims. Dieser leitete als Oberbefehlshaber die finnischen Truppen im Winterkrieg und im sogenannten Fortsetzungskrieg. Damals stand der Tisch in seinem Hauptquartier. Kuusela sagt dazu, immer wenn man im Haus nun schwierige Gespr\u00e4che f\u00fchre und gestritten werde, sage man sich: Schaut mal, wir haben weit Schwierigeres erlebt. Das helfe.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Wenn der Westen vereint und fokussiert bleibe, und wenn er weiter in die Verteidigung investiere, werde Russland einen Angriff nicht riskieren, sagt Kuusela. \u201eWir w\u00fcrden den Angriff abwehren.\u201c Der beste Weg sei, vereint zu bleiben. Und klar, es gebe Anlass zur Sorge. Europa brauche weiterhin die USA zur Verteidigung.\u00a0Die Zusammenarbeit mit dem Pentagon sei weiterhin sehr gut, so Kuusela.<\/p>\n<p>Zweifel \u00fcber die Abwehrbereitschaft<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Auch in den baltischen Staaten herrscht Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die ukrainische Lage. Solange die russische Aggression in der Ukraine andauere, bestehe das Risiko, dass sich fremde Drohnen dem lettischen Luftraum n\u00e4herten oder diesen verletzten, teilten die lettischen Streitkr\u00e4fte mit. Sowohl in Lettland als auch in Estland und Litauen sind mehrfach russische sowie ukrainische Drohnen aufgetaucht.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">In Lettland kursieren nach dem Absturz am Donnerstag jedoch auch Zweifel \u00fcber die Abwehrbereitschaft. Der Verteidigungssektor sei derzeit nicht in der Lage, fremde Drohnen zu landen oder abzuschie\u00dfen, kritisierte Juris Maklakovs, ein ehemaliger Kommandeur der lettischen Streitkr\u00e4fte, gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur LETA. Diesmal sei es nur eine Handvoll Drohnen gewesen, so Maklakovs. \u201eAber was wird passieren und wie werden wir reagieren, wenn zehn Drohnen eintreffen? Ganz zu schweigen von mehreren Dutzend oder Hundert?\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Im vergangenen Herbst waren gut 20 russische Drohnen nahezu unbehelligt in den polnischen Luftraum eingedrungen, was eine Debatte \u00fcber die Verteidigungsf\u00e4higkeit an der NATO-Ostflanke ausgel\u00f6st hatte. Es sei offensichtlich, dass die Luftverteidigung in der gesamten NATO eine Herausforderung sei, sagte der litauische Verteidigungsminister Robert Kaunas, nachdem Ende M\u00e4rz binnen 48 Stunden Drohnen in allen drei L\u00e4ndern niedergegangen waren.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Was die ukrainischen Drohnenangriffe angehe, werde Russland dadurch dort getroffen, wo es das Land schmerze, sagt der Finne Kuusela. Deswegen nutze die russische Propaganda nun die Vorf\u00e4lle in Finnland und den baltischen Staaten, um zu behaupten, die L\u00e4nder arbeiteten bei den Angriffen mit der Ukraine zusammen und erlaubten, ihren Luftraum zu nutzen. \u201eDas machen wir nat\u00fcrlich nicht. Das w\u00fcrde uns zum Teil des Konflikts machen.\u201c<\/p>\n<p>Russland wirft Finnland und Baltikum Komplizenschaft vor<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der Sekret\u00e4r des russischen Sicherheitsrats, Sergej Schojgu, hatte Finnland und den drei baltischen Staaten Mitte April Unterst\u00fctzung f\u00fcr die ukrainischen Drohnenangriffe unterstellt und mit milit\u00e4rischen Schritten gedroht. Entweder sei die Flugabwehr dieser Staaten \u201e\u00e4u\u00dferst ineffektiv\u201c oder sie stellten bewusst ihren Luftraum f\u00fcr Angriffe auf Russland zur Verf\u00fcgung.\u00a0\u201eDann werden sie offen zu Teilnehmern einer Aggression gegen Russland\u201c, sagte Schojgu und verwies auf das \u201eSelbstverteidigungsrecht\u201c seines Landes. Auch Nikolaj Patruschew, ein Berater des russischen Herrschers Wladimir Putin mit Geheimdiensthintergrund, warf Finnland und den baltischen Staaten vor, \u201eKomplizen\u201c der \u201eVerbrechen\u201c zu sein, als die er die ukrainischen Drohnenangriffe auf die Ostsee\u00f6lh\u00e4fen darstellte.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Diese russische Kampagne hatte Ende M\u00e4rz begonnen: Das mit Putins Sicherheitsdiensten verbundene Portal Mash behauptete belegfrei, die baltischen Staaten h\u00e4tten ihren Luftraum f\u00fcr ukrainische Drohnenangriffe auf Sankt \u201ePetersburg, das Leningrader Gebiet und Russlands Nordwesten offiziell ge\u00f6ffnet\u201c. Anfang April machte sich dann das russische Au\u00dfenministerium die Geschichte zu eigen, \u201ewarnte\u201c die baltischen L\u00e4nder und drohte ihnen mit einer russischen \u201eAntwort\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Nach innen pr\u00e4sentiert Moskau auf diese Weise Schuldige f\u00fcr die Probleme der eigenen Luftabwehr damit, die ukrainischen Drohnen abzufangen. Nach au\u00dfen geht es offenkundig um eine Spaltung der NATO, indem die nord\u00f6stlichen Mitgliedsl\u00e4nder und nicht das gesamte B\u00fcndnis oder gar Trumps USA f\u00fcr die Drohnenangriffe verantwortlich gemacht werden. Dabei \u00fcberwachen in der NATO-Mission Baltic Air Policing verschiedene Mitgliedstaaten den Luftraum der baltischen Staaten. Eine Entscheidung, wie sie Moskau behauptet, m\u00fcsste innerhalb des B\u00fcndnisses abgestimmt sein und k\u00f6nnte nicht geheim bleiben.<\/p>\n<p>\u201eDas Ergebnis russischer elektronischer Kriegsf\u00fchrung\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Estland, Lettland und Litauen weisen die Anschuldigungen Russlands immer wieder zur\u00fcck. \u201eDie baltischen Staaten haben nie die Nutzung ihrer Territorien und ihres Luftraums f\u00fcr Drohnenangriffe auf Ziele in Russland genehmigt\u201c, hei\u00dft es etwa in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung von Ende M\u00e4rz, und weiter: \u201eTrotz der offiziellen Reaktion l\u00fcgt die Russische F\u00f6deration weiter.\u201c Vielmehr seien die Drohnenvorf\u00e4lle im Baltikum eine direkte Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, erkl\u00e4rte der estnische Au\u00dfenminister Margus Tsahkna.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/x.com\/andrii_sybiha\/status\/2053491409735291371?s=48&amp;t=JHHzChDbvSf3JHpnTV6Hcg\" rel=\"nofollow\">Der ukrainische Au\u00dfenminister Andrij Sybiha schrieb am Sonntag zu dem j\u00fcngsten Vorfall in Lettland auf der Plattform X<\/a>, die Ermittlungen h\u00e4tten gezeigt, dass es sich um \u201edas Ergebnis russischer elektronischer Kriegsf\u00fchrung\u201c handele: Die ukrainischen Drohnen seien absichtlich von ihren Zielen in Russland abgelenkt worden. Die Ukraine sei bereit, mit den baltischen L\u00e4ndern und Finnland zusammenzuarbeiten und auch mit eigenen Spezialisten \u201emaximale Sicherheit\u201c f\u00fcr diese L\u00e4nder zu gew\u00e4hrleisten. Im Gespr\u00e4ch ist laut Sybiha, ukrainische Expertenteams ins Baltikum zu entsenden, um die Verteidigung des Luftraums zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Janne Kuusela beschreibt die finnische Drohnenabwehr als gut. Er erkl\u00e4rt, dass bei einem Vorfall die ukrainischen Drohnen aus den Augen verloren wurden. Die Lokalisierung der Drohnen sei schwierig gewesen, da viele G\u00e4nse in \u00e4hnlicher Richtung, Geschwindigkeit und H\u00f6he wie die Drohnen geflogen seien. Nach diesem Vorfall beschlossen die Streitkr\u00e4fte demnach, die Einsatzbereitschaft auf eine h\u00f6here Alarmstufe anzuheben. Aus Sicht von Kuusela hat Finnland eine der besten Drohnenabwehrf\u00e4higkeiten in Europa. Im Zuge der Vorf\u00e4lle investiert das Land nun weitere 50 Millionen Euro in ein Drohnenabwehrsystem.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Auf die Frage, ob Finnland eine effektive Drohnenstrategie hat, antwortet der fr\u00fchere CIA-Mitarbeiter Acuna: \u201eWenn Finnland eine hat, w\u00e4re das Land das einzige.\u201c Er warnt, eine effektive Drohnenabwehr koste sehr viel Geld. Vielen sei derzeit nicht klar, was genau gebraucht werde, daher werde viel gekauft, und nicht alles funktioniere richtig. \u201eAber hoffen und beten ist keine Strategie\u201c, sagt Acuna. Auch der Kauf eines Systems f\u00fcr Hunderte Millionen Euro sei noch keine Strategie. Das System k\u00f6nne rasch \u00fcberholt sein angesichts der enormen Fortschritte in der Drohnentechnologie. \u201eDu musst dir dauernd Gedanken dar\u00fcber machen, ob du mit der Bedrohung da drau\u00dfen mith\u00e4ltst.\u201c Acuna rechnet damit, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es zu einem gro\u00dfen Zwischenfall kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Krieg in der Ukraine r\u00fcckt n\u00e4her an Finnland heran. 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