{"id":1011693,"date":"2026-05-11T20:23:19","date_gmt":"2026-05-11T20:23:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011693\/"},"modified":"2026-05-11T20:23:19","modified_gmt":"2026-05-11T20:23:19","slug":"hochschulen-tu-berlin-buendnis-fordert-sofortige-sanierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011693\/","title":{"rendered":"Hochschulen \u2013 TU Berlin: B\u00fcndnis fordert sofortige Sanierung"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img321533\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/321533.jpeg\" alt=\"Jette Arndt, Friedrich Lauenstein, Michael H\u00fcllenkr\u00e4mer und Jehona Ali (sitzend, v. l. n. r.), Mitglieder des B\u00fcndnisses \u00bbCampus sanieren\u00ab, geben vor dem wegen baulicher M\u00e4ngel geschlossenen Hauptgeb\u00e4ude der Technischen Universit\u00e4t (TU) Berlin eine Pressekonferenz.\"\/><\/p>\n<p>Jette Arndt, Friedrich Lauenstein, Michael H\u00fcllenkr\u00e4mer und Jehona Ali (sitzend, v. l. n. r.), Mitglieder des B\u00fcndnisses \u00bbCampus sanieren\u00ab, geben vor dem wegen baulicher M\u00e4ngel geschlossenen Hauptgeb\u00e4ude der Technischen Universit\u00e4t (TU) Berlin eine Pressekonferenz.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Soeren Stache<\/p>\n<p>\u00bbSchon lange sind Wassersch\u00e4den, Schimmel und Asbest Teil des Alltags\u00ab, sagt Friedrich Lauenstein, studentischer Studienfachberater der Technischen Universit\u00e4t Berlin (TU). Er spricht auf einer Pressekonferenz des B\u00fcndnisses \u00bbCampus sanieren\u00ab vor dem Hauptgeb\u00e4ude der TU in Berlin-Charlottenburg.<\/p>\n<p>Die TU steht vor einem infrastrukturellen Problem von erheblichem Ausma\u00df: Nach Jahren unzureichender Instandhaltung ist das Hauptgeb\u00e4ude der Hochschule seit dem Wochenende aus Sicherheitsgr\u00fcnden geschlossen. Ausl\u00f6ser waren gravierende bauliche M\u00e4ngel, insbesondere im Bereich des Brandschutzes, die bei einer Begehung durch Beh\u00f6rden und Feuerwehr festgestellt wurden. Die Universit\u00e4t selbst spricht von einem Sanierungsstau in H\u00f6he von rund 2,4 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra r\u00e4umte im RBB-Inforadio ein, dass der Fokus in den vergangenen Jahren stark auf Neubauten gelegen habe. \u00bbAber der Bestand wurde etwas vernachl\u00e4ssigt, das kann man schon sagen\u00ab, so die SPD-Politikerin. In der Folge h\u00e4tten sich zahlreiche Sch\u00e4den angesammelt. Wann das Geb\u00e4ude wieder ge\u00f6ffnet werden kann, ist derzeit v\u00f6llig unklar.<\/p>\n<p>Nach Angaben der TU betreffen die M\u00e4ngel unter anderem Wassersch\u00e4den, durchfeuchtete W\u00e4nde sowie m\u00f6gliche Beeintr\u00e4chtigungen der Stromversorgung. Diese Kombination gilt als sicherheitskritisch und machte eine kurzfristige Schlie\u00dfung notwendig. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193001.stadtentwicklung-berlin-charlottenburg-abriss-fuer-die-rendite.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bauaufsicht ist der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf<\/a>.<\/p>\n<p>\u00bbCampus sanieren\u00ab fordert eine sofortige und nachhaltige Sanierung der Geb\u00e4ude. Die Zust\u00e4nde seien Ergebnis jahrelanger Vers\u00e4umnisse, so das B\u00fcndnis in einer Stellungnahme. Die derzeitige Situation versch\u00e4rfe nicht nur die Studienbedingungen, sondern gef\u00e4hrde zunehmend den regul\u00e4ren Universit\u00e4tsbetrieb, so Friedrich Lauenstein auf der Pressekonferenz. Durch die Schlie\u00dfung des Hauptgeb\u00e4udes gingen zudem zentrale Anlaufstellen f\u00fcr Studierende verloren.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis verweist darauf, dass bereits in den vergangenen Jahren mehrere Geb\u00e4ude zeitweise geschlossen werden mussten. Dadurch habe sich der Mangel an Lern- und Lehrr\u00e4umen weiter versch\u00e4rft. R\u00fccklagen zur Behebung des Sanierungsstaus seien nicht vorhanden, zugleich liege die TU deutlich hinter ihrem eigenen Sanierungsplan zur\u00fcck. Der Berliner Senat stehe in der Verantwortung, die notwendigen Mittel bereitzustellen und dem fortschreitenden Verfall der Infrastruktur entgegenzuwirken. Andernfalls k\u00fcndigt das B\u00fcndnis an, den politischen Druck weiter zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u00bbDer Senat und die Wissenschaftssenatorin m\u00fcssen jetzt einen Notfonds auf den Weg bringen, mit dem weitere Schlie\u00dfungen vermieden werden k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n<p>Tobias Schulze (Linke)\u2003Fraktionsvorsitzender<\/p><\/blockquote>\n<p>Vor der Pressekonferenz fand auch eine Kundgebung statt. Auf dieser betonte die sozialistische Gruppe Student Resistance in einem Redebeitrag, dass die Schlie\u00dfung des gr\u00f6\u00dften und zentralen TU-Geb\u00e4udes mit einer zunehmend militaristisch orientierten Politik der deutschen Regierung verkn\u00fcpft sei. Mit dem Verlust der R\u00e4ume an der Uni gehe auch die unabh\u00e4ngige Campus-Kultur verloren und die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Studierende, sich selbstbestimmt f\u00fcr ihre Belange einzusetzen. Seit dem Ukraine-Krieg habe es etwa immer wieder Vorst\u00f6\u00dfe aus der Politik gegeben, die Zivilklausel der Universit\u00e4t abzuschaffen. Mit dieser <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194761.zeitenwende-freie-universitaet-berlin-forschung-in-zeiten-des-krieges.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verpflichten sich Hochschulen, sich nicht an milit\u00e4rischer Forschung<\/a> zu beteiligen. Ohne Freir\u00e4ume wie selbstverwaltete Caf\u00e9s gebe es immer weniger Gelegenheit, gegen solche Forderungen Widerstand zu leisten, so der Redner der Gruppe. Und w\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195195.wissenschaft-kuerzungen-an-berliner-unis-zaehneknirschend-unterschreiben.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bildungsk\u00fcrzungen immer mit dem knappen Haushalt<\/a> begr\u00fcndet w\u00fcrden, sei f\u00fcr Polizei und \u00dcberwachung immer Geld vorhanden.<\/p>\n<p>Auf der Pressekonferenz spricht Friedrich Lauenstein \u00c4hnliches an. Gerade in Krisenzeiten werde eine st\u00e4rkere Leistungsorientierung in der Bildungspolitik dominant, wodurch Freir\u00e4umen immer weniger Priorit\u00e4t zukomme.<\/p>\n<p>Auch aus der Landespolitik kommt deutliche Kritik. \u00bbDer Senat und die Wissenschaftssenatorin m\u00fcssen jetzt einen Notfonds auf den Weg bringen, mit dem weitere Schlie\u00dfungen vermieden werden k\u00f6nnen\u00ab, so der Fraktionsvorsitzende der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, Tobias Schulze. Zugleich kritisiert er die Pl\u00e4ne des Senats zur Gr\u00fcndung <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1199168.wissenschaft-berliner-unis-milliarden-gegen-den-verfall.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">einer zentralen Hochschulbaugesellschaft<\/a>. Diese werde kurzfristig keine L\u00f6sungen bieten und werfe grundlegende Fragen zur Finanzierung, zur Rolle der Hochschulen und zur Wahrung ihrer Autonomie auf. Der Gesetzentwurf greife aus Sicht der Linken zu stark in die Selbstverwaltung der Hochschulen ein und setze falsche Priorit\u00e4ten.\u2003(mit dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jette Arndt, Friedrich Lauenstein, Michael H\u00fcllenkr\u00e4mer und Jehona Ali (sitzend, v. l. n. r.), Mitglieder des B\u00fcndnisses \u00bbCampus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1011694,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,1567,29,30,46498,1940,1938],"class_list":["post-1011693","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","tag-aktuelle-news-aus-berlin","tag-berlin","tag-berlin-news","tag-bildungspolitik","tag-deutschland","tag-germany","tag-hochschulpolitik","tag-nachrichten-aus-berlin","tag-news-aus-berlin"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116557814762884935","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1011693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1011693"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1011693\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1011694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1011693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1011693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1011693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}