{"id":1011880,"date":"2026-05-11T22:14:16","date_gmt":"2026-05-11T22:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011880\/"},"modified":"2026-05-11T22:14:16","modified_gmt":"2026-05-11T22:14:16","slug":"das-erbe-der-welt-eine-neue-wassermusik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1011880\/","title":{"rendered":"\u201eDas Erbe der Welt\u201c \u2013 eine neue Wassermusik"},"content":{"rendered":"<p>  <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/das-erbe-der-welt-eine-neue-wassermusik\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eDas Erbe der Welt\u201c \u2013 eine neue Wassermusik<\/a><\/p>\n<p><strong>Das 7. Sinfoniekonzert der Augsburger Phil\u00adhar\u00admoniker war dem Motto: \u201eDas Erbe der Welt\u201c gewidmet und wurde in Koope\u00adration mit dem UNESCO-Welterbe-B\u00fcro der Stadt Augsburg konzi\u00adpiert. Zur Urauf\u00adf\u00fchrung kam dabei das Auftrags\u00adwerk der Phil\u00adhar\u00admoniker an den Kompo\u00adnisten Wolfgang Kerschek: \u201eorbis aquarum\u201c \u2013 eine neue Wasser\u00admusik und als Gegenpart Beethovens Pastorale. Ein monu\u00admentaler und emotio\u00adnaler Konzert\u00adabend, der viel Applaus erntete.<\/strong><\/p>\n<p>Von Halrun Reinholz<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"638\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"alignleft size-full wp-image-105100\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/wassermusik_foto_jan-pieter_fuhr_5076.jpg\"\/><\/p>\n<p>Foto: Jan-Pieter Fuhr<\/p>\n<p>\u201eDie Wasserstadt Augsburg ist f\u00fcr diese Premiere der ideale Ort\u201c, schrieb Kultur\u00adstaats\u00administer Weimer in sein Gru\u00dfwort anl\u00e4sslich der Urauf\u00adf\u00fchrung, f\u00fcr die er die Schirm\u00adherr\u00adschaft \u00fcbernommen hat. Wolfgang Kerschek hat sich viele Gedanken dar\u00fcber gemacht, welche Rolle das Wasser im Alltags\u00adleben und in der Welt spielt. Heraus\u00adgekommen ist ein sieben\u00adstufiger musi\u00adkalischer Streifzug durch Geschichte und Gegenwart: Vom Ursprung des Wassers \u00fcber das Leben mit Wasser, \u201eKraft und Gefahr\u201c, \u201eHitze und Tod\u201c, Wasser als Gemeingut bis zum monu\u00admen\u00adtalen Schluss-Satz, einer \u201eHymne des Wassers von Augsburg\u201c. Andr\u00e9 B\u00fccker wies im Programm\u00adheft darauf hin, dass das Staats\u00adtheater das Thema Nach\u00adhaltig\u00adkeit \u201estruktu\u00adrell verankert\u201c hat und speziell dem Thema \u201eWasser\u201c in der Welterbe\u00adstadt ein beson\u00adderes Augenmerk gelte. In diesem Zusammen\u00adhang seien die Augs\u00adburger Phil\u00adhar\u00admoniker, die auch dem Verbund \u201eOrchester des Wandels\u201c angeh\u00f6ren, offi\u00adzielle Bot\u00adschafter des Augsburger Welterbes.<\/p>\n<p>Doch im ersten Teil des Konzerts gab es zuerst einen R\u00fcckgriff auf Beethoven, der in seiner \u201ePastorale\u201c schon am Anfang des 19.\u00a0Jahr\u00adhunderts die Sehnsucht nach Urspr\u00fcng\u00adlich\u00adkeit und Natur themati\u00adsiert hat, \u201egeben doch W\u00e4lder, B\u00e4ume, Felsen den Widerhall, den der Mensch w\u00fcnscht.\u201c Die laut\u00admale\u00adrischen und natur\u00adimi\u00adtierenden Kl\u00e4nge der Pastorale, ihr ausdrucks\u00adfrohes Pathos, ist zu Recht Teil des klang\u00adlichen Welterbes und brachte auch den Augsburger Phil\u00adhar\u00admonikern unter Domonkos H\u00e9ja den freund\u00adlichen Applaus des Publikums.<\/p>\n<p>Nach der Pause gab es dann die Urauf\u00adf\u00fchrung \u201eorbis aquarum\u201c. Der Komponist Wolfgang Kerschek ist ein ausge\u00adbildeter Film\u00adkomponist, das h\u00f6rt man auch der \u201eneuen Wasser\u00admusik\u201c an. Der Jazz- und Echo-Preistr\u00e4ger ist in der Klassik verwur\u00adzelt, z\u00e4hlt aber auch inter\u00adnatio\u00adnalen Pop und den Big-Band-Sound zu seinem sch\u00f6pfe\u00adrischen Spektrum. Unter anderem orche\u00adstrierte er die FIFA-Hymne und kompo\u00adnierte auch offizielle Musik f\u00fcr diverse andere Sport-Events.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Auftragskomposition w\u00e4hlte er lateinische Texte, die der Opernchor des Staats\u00adtheaters sang. Dass sich dabei eine gewissen Asso\u00adziation mit Orffs \u201eCarmina Burana\u201c ergibt, ist kein Zufall. Wie Orff setzt auch Kerschek auf die Uni\u00adversa\u00adlit\u00e4t des Latei\u00adni\u00adschen und auf eine gef\u00e4llige Symbiose von Altem und Neuem und schafft damit ein melodisches, teils ins Pathe\u00adtische und Drama\u00adtische (denn Wasser hat durchaus auch etwas Bedroh\u00adliches) schwingende Gesamtbild. Die Urspr\u00fcng\u00adlich\u00adkeit und gleich\u00adzeitig welt\u00adum\u00adspannende Bedeutung des Wassers wird auch durch die Wahl der Solo-Instru\u00admente mit Ethno-Akzenten unter\u00adstrichen: Die Hamburger Fl\u00f6tistin Katie Zahn berei\u00adcherte das Werk bei der Urauf\u00adf\u00fchrung mit indischen Bansuri-Fl\u00f6ten (mit denen sie schon der Film\u00adproduk\u00adtion \u201eK\u00f6nig der L\u00f6wen\u201c den unver\u00adwechsel\u00adbaren Sound verlieh) und der liba\u00adnesische Per\u00adkussio\u00adnist Ronnie Barrak faszi\u00adnierte das Publikum mit hoher Virtu\u00adosit\u00e4t auf der Darbuka, eine an die Djembe erin\u00adnernde Becher\u00adtrommel. Auch im Orchester war eine Vielfalt an Per\u00adkussions\u00adkl\u00e4ngen geboten, doch auch Bl\u00e4ser, Klavier und Harfe waren gefordert. Das harmo\u00adnische Zusammen\u00adspiel zeigte, dass Wolfgang Kerschek bei diesem Projekt nicht zum ersten Mal mit den Augsburger Phil\u00adhar\u00admonikern zusammen\u00adgearbeitet hat.<\/p>\n<p>Das Werk gipfelte in einem hymnischen Abschluss, der voll auf die Bedeutung des Wassers f\u00fcr die Stadt Augsburg  fokussierte: \u201eAqua fluit, tempus vetat quae per longa saecula Augusta firma stat.\u201c \u2013 Das Wasser h\u00e4lt der Zeit stand und Augsburg besteht \u201ein erhabener Festigkeit\u201c seit Jahr\u00adhunderten. Das sei, so der Komponist, eine \u201eOde an die wunderbare Stadt Augsburg\u201c, aber \u201egleich\u00adzeitig eine Hymne f\u00fcr alle Wasser dieser Welt.\u201c Das Augsburger Publikum, darunter bemerkens\u00adwert viele junge Leute, schenkten der Urauf\u00adf\u00fchrung viel Applaus. Bleibt zu hoffen, dass es auch noch zu anderen Gelegen\u00adheiten (und nicht nur in Augsburg) zur Auf\u00adf\u00fchrung kommt. <\/p>\n<p>    Artikel vom<br \/>\n    <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/?m=20260512\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n      12.05.2026    <\/a><br \/>\n    | Autor: Halrun Reinholz<br \/>Rubrik: <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/rubrik\/kultur\/musik\/\" rel=\"category tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Musik<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/rubrik\/kultur\/\" rel=\"category tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kultur<\/a>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDas Erbe der Welt\u201c \u2013 eine neue Wassermusik Das 7. 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