{"id":1012498,"date":"2026-05-12T04:02:23","date_gmt":"2026-05-12T04:02:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1012498\/"},"modified":"2026-05-12T04:02:23","modified_gmt":"2026-05-12T04:02:23","slug":"e-transporter-chinesische-konkurrenz-in-europa-nimmt-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1012498\/","title":{"rendered":"E-Transporter: Chinesische Konkurrenz in Europa nimmt zu"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem europ\u00e4ischen Fahrzeugmarkt sind nehmen chinesische Hersteller mehr und mehr das Segment der leichten Nutzfahrzeuge ins Visier. Unternehmen wie Chery, Foton und Geely mit seinen Tochterunternehmen <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/farizon-china-angriff-europa-transporter-markt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Farizon <\/a>und Delivan bringen nun ihre <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/warum-etransporter-handwerk-noch-haken\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Elektrotransporter <\/a>nach Europa, die im Gegensatz zu Pkw aus China keinen zus\u00e4tzlichen EU-Z\u00f6llen unterliegen.<\/p>\n<p>Anders als beim europ\u00e4ischen Pkw-Markt, auf dem chinesische Hersteller schnell Fu\u00df gefasst haben und weiterhin auf Wachstumskurs sind, ist der Anteil bei den Elektrotransportern bisher gering. Zu den wenigen chinesischen Unternehmen, die bereits in dem Segment t\u00e4tig sind, geh\u00f6rt etwa die SAIC-Tochter Maxus. In Gro\u00dfbritannien, Europas gr\u00f6\u00dftem Markt f\u00fcr Elektrotransporter, verkaufte Maxus laut Zahlen des Branchenverbands SMMT (The Society of Motor Manufacturers and Traders) im ersten Quartal gerade einmal 217 Fahrzeuge, gegen\u00fcber dem Marktf\u00fchrer <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/volkswagen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Volkswagen <\/a>mit 1931 und <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/ford\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ford <\/a>mit 1792 Fahrzeugen.<\/p>\n<p>Markteinf\u00fchrungen in den n\u00e4chsten Jahren geplant<\/p>\n<p>Weitere chinesische Hersteller stehen jedoch bereits in den Startl\u00f6chern, um in dem Wettbewerbsfeld mitzumischen. Auf der Commercial Vehicle Show (CV Show) in Birmingham, der gr\u00f6\u00dften britischen Nutzfahrzeugmesse, k\u00fcndigten vergangenen Monat unter anderem Delivan, Farizon und Foton an, in den n\u00e4chsten Jahren, teilweise noch in diesem Jahr, ihre Elektrotransporter in Europa herauszubringen.<\/p>\n<p>Zu ihrem Vorteil wollen die chinesischen Unternehmen die Abh\u00e4ngigkeit der europ\u00e4ischen Hersteller von profitablen Dieselmodellen und zugleich die versch\u00e4rften Abgasvorschriften nutzen, durch die eine schnellere Elektrifizierung des Segments notwendig wird. Neben Gro\u00dfbritannien fokussieren die Chinesen sich auf M\u00e4rkte wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. Dabei setzen sie auf wettbewerbsf\u00e4hige Preise und das Vertrauen seitens der Kunden in Chinas Kompetenz bei Elektrofahrzeugen.<\/p>\n<p>Elektro-Expertise als Verkaufsargument<\/p>\n<p>\u201eDer Bekanntheitsgrad ist zwar nicht hoch, aber viele Kunden sind der Meinung, dass chinesische Marken bei Elektrofahrzeugen im Vorteil sind\u201c, sagt Tate Huang, Vertriebsleiter von Foton in Gro\u00dfbritannien. Der gute Ruf der Chinesen sei f\u00fcr die Neulinge ein Verkaufsargument auf dem europ\u00e4ischen Markt. Der Hersteller, der in China f\u00fcr gro\u00dfe Lkw bekannt ist, will noch in diesem Jahr seinen Elektro-Lieferwagen Cavan nach Gro\u00dfbritannien bringen. Anschlie\u00dfend soll das kompakte Modell, das dank seiner speziellen Plattform f\u00fcr Elektrofahrzeuge \u00fcberdurchschnittlich viel Laderaum bietet, in weiteren M\u00e4rkten wie Griechenland, Italien, Spanien und Polen eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/chery\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Chery <\/a>plant mit seinem Tochterunternehmen Delivan direkt eine komplette Palette an Elektrotransportern, die von kompakten bis hin zu gro\u00dfen Modellen reichen soll. Die Markteinf\u00fchrung in Europa ist f\u00fcr 2027 angepeilt. Produzieren will Delivan vor Ort im ehemaligen Nissan-Werk in Barcelona, wo der Mutterkonzern Chery bereits Pkw baut. Die Elektrotransporter sollen aus Baus\u00e4tzen gefertigt werden, erkl\u00e4rte Delivan-CEO Jolly Yang auf der CV Show.<\/p>\n<p>\u201eDer Markt wird zunehmend umk\u00e4mpft, daher brauchten wir ein Produkt, das ebenso leistungsf\u00e4hig ist, aber zu einem attraktiveren Preis angeboten wird\u201c, sagte Kate McLaren, Leiterin des Bereichs Vertrieb und Marketing bei Farizon in Gro\u00dfbritannien, auf der Messe in Birmingham. Die <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/geely\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Geely<\/a>-Tochter ist bereits in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mit dem Transporter SV vertreten und startet nun auch in Deutschland. Der SV soll hierzulande ab 44.900 Euro netto erh\u00e4ltlich sein, w\u00e4hrend das j\u00fcngere Schwestermodell ab 32.600 Euro netto starten soll.<\/p>\n<p>Ford Transit City soll Konkurrenz Einhalt gebieten<\/p>\n<p>Unter den etablierten Herstellern leichter Nutzfahrzeuge herrschen gemischte Gef\u00fchle angesichts der Marktoffensive der Chinesen. Ford etwa bringt den in China gebauten Kompakttransporter <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/ford-transit-city-etransporter-stadt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Transit City <\/a>heraus, um der neuen Konkurrenz entgegenzuwirken. \u201eWir k\u00f6nnten uns zur\u00fccklehnen und zusehen, wie sie [die Chinesen] uns das Wasser abgraben, oder wir k\u00f6nnen uns ihnen anschlie\u00dfen und versuchen, dagegen anzuk\u00e4mpfen\u201c, erkl\u00e4rte Simon Robinson, Chefingenieur des Transit City-Programms.<\/p>\n<p>Der Transit City ist kleiner als die Elektroversion des mittelgro\u00dfen Transit Custom, der Fords meistverkaufter Transporter in Europa ist. Dank der Elektroplattform bietet der Transit City in etwa einen gleichgro\u00dfen Laderaum. Hergestellt wird der kompakte Transporter von Fords chinesischem Joint-Venture-Partner Jiangling Motors. Im Gegensatz zum Transit Custom verwendet der Transit City nicht nur eine kleinere 56-kWh-Batterie, sondern auch eine kosteng\u00fcnstigere Lithium-Eisenphosphat-Chemie, die etwa 254 Kilometer Reichweite erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der gr\u00f6\u00dfere<a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/ford-e-transit-custom-update\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> E-Transit Custom <\/a>mit 373 Kilometern mehr Reichweite bietet, soll der Transit City deutlich g\u00fcnstiger werden. Den offiziellen Preis hat Ford bisher nicht ver\u00f6ffentlicht, aber er soll zwischen dem E-Transit Custom (58.905 Euro Bruttolistenpreis) und dem kleineren E-Transit-Courier (35.616 Euro Bruttolistenpreis) liegen, was in etwa einem Bruttolistenpreis von 47.000 Euro f\u00fcr den Transit City entspr\u00e4che.<\/p>\n<p>Renault: Kundendienst und Umbaugesch\u00e4ft als Vorteile<\/p>\n<p>Wenn es nach dem franz\u00f6sischen Hersteller <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/renault-trafic-etech-2026-800-volt-plattform\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Renault <\/a>geht, d\u00fcrften chinesische Hersteller bei den leichten Nutzfahrzeugen nicht denselben Erfolg erzielen wie beim Verkauf von Pkw in Europa. Jan Pt\u00e1\u010dek, Leiter des Gesch\u00e4ftsbereichs Nutzfahrzeuge bei Renault, verweist etwa auf die Notwendigkeit eines starken Kundendienstes, eines Ersatzteilgesch\u00e4fts und eines Umbausegments. \u201eBei Nutzfahrzeugen geht es nicht nur um das Produkt, sondern um ein ganzes \u00d6kosystem\u201c, sagte er. Beispielsweise verkaufe Renault bei seinem gro\u00dfen Transporter zu 70 Prozent umgebaute Fahrzeuge.<\/p>\n<p>Der s\u00fcdkoreanische Hersteller <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/kia\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kia<\/a>, der zu den drittgr\u00f6\u00dften Anbietern von Elektro-Lieferwagen in Gro\u00dfbritannien geh\u00f6rt, sieht f\u00fcr die Neulinge auf dem Markt einen Vorteil gegen\u00fcber etablierten Marken. \u201eIch denke, es ist ziemlich schwierig, einen Diesel-Lieferwagen in einen Elektro-Lieferwagen umzur\u00fcsten, daher haben unsere Produkte einen Vorteil\u201c, sagte Paul Philpott, CEO von Kia UK. Die neuen Marktteilnehmer hingegen verf\u00fcgen bereits \u00fcber spezielle Elektroplattformen. Zus\u00e4tzlich zu dem Lieferwagen P5 will der asiatische Hersteller in 2027 den mittelgro\u00dfen Lieferwagen PV7 in Europa einf\u00fchren.<\/p>\n<p>E-Transporter-Verk\u00e4ufe steigen zu langsam<\/p>\n<p>F\u00fcr die alteingesessenen Hersteller leichter Nutzfahrzeuge steigt der Druck nicht nur angesichts der Konkurrenz aus China, sondern auch aufgrund der strengeren Emissionsvorschriften der Europ\u00e4ischen Union. \u201eIch glaube nicht, dass heute irgendjemand das CAFE-Ziel [Clean Air for Europe] im Transporter-Segment erreicht\u201c, sagte Pt\u00e1\u010dek.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr machten Elektrotransporter laut dem Branchenverband ACEA etwa <a href=\"https:\/\/www.elektroauto-news.net\/news\/acea-nutzfahrzeuge-2025-elektromobilitaet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">11 Prozent der Neuwagenverk\u00e4ufe in Europa<\/a> aus, gegen\u00fcber 6 Prozent in 2024. Mit diesem Tempo kann das EU-Ziel, die CO\u2082\u2011Emissionen im Bereich der Nutzfahrzeuge bis 2029 gegen\u00fcber den Zahlen von 2021 um 15 Prozent zu senken, nicht erreicht werden.<\/p>\n<p>Quellen: Automotive News \u2013 <a href=\"https:\/\/www.autonews.com\/manufacturing\/automakers\/ane-china-van-manufacturers-europe-push-0504\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Chinese brands disrupt Europe\u2019s van market with tariff-free imports<\/a> \/ Electrive \u2013 <a href=\"https:\/\/www.electrive.net\/2026\/03\/26\/ford-praesentiert-elektrischen-transit-city-als-guenstigen-e-transporter\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ford pr\u00e4sentiert elektrischen Transit City als g\u00fcnstigen E-Transporter<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf dem europ\u00e4ischen Fahrzeugmarkt sind nehmen chinesische Hersteller mehr und mehr das Segment der leichten Nutzfahrzeuge ins Visier.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1012499,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-1012498","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116559619580318321","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1012498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1012498"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1012498\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1012499"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1012498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1012498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1012498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}