{"id":1012589,"date":"2026-05-12T04:52:17","date_gmt":"2026-05-12T04:52:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1012589\/"},"modified":"2026-05-12T04:52:17","modified_gmt":"2026-05-12T04:52:17","slug":"rheinmetall-und-telekom-wollen-gemeinsam-drohnen-abwehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1012589\/","title":{"rendered":"Rheinmetall und Telekom wollen gemeinsam Drohnen abwehren"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen gemeinsam einen Drohnenabwehrschirm entwickeln und diesen dann St\u00e4dten, L\u00e4ndern und dem Bund als Schutz f\u00fcr kritische Infrastruktur anbieten. Das teilten der R\u00fcstungskonzern und das Telekommunikationsunternehmen am Montag mit. \u201eDie Bedrohung durch <a data-rtr-index=\"28\" title=\"Drohne\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/drohne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drohnen<\/a> ist hochgradig digital\u201c, lie\u00df sich der Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Armin Papperger in einer Mitteilung zitieren.\u00a0\u201eDeshalb braucht ihre Abwehr die Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Diese F\u00e4higkeiten b\u00fcndeln Rheinmetall und <a data-rtr-index=\"14\" title=\"T-Mobile\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/t-mobile\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Telekom<\/a>: W\u00e4hrend der Bonner Telekommunikationskonzern sein Wissen aus der Mobilfunktechnik und digitaler Infrastruktur einbringt, soll sich der D\u00fcsseldorfer R\u00fcstungshersteller auf die Sensorik und Elektronik fokussieren, also etwa Lasertechnik. Noch ist die Partnerschaft aber in einem fr\u00fchen Stadium, weitere Details wollen die Unternehmen sp\u00e4ter bekannt geben.<\/p>\n<p>Drohnenabwehr ist vielf\u00e4ltig<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">In der Drohnenabwehr sind zahlreiche Unternehmen unterwegs, R\u00fcstungskonzerne rund um die Welt ohnehin, aber auch zunehmend auf Drohnen spezialisierte Start-ups oder Mittelst\u00e4ndler und Familienunternehmen aus ganz anderen Dom\u00e4nen. Der Maschinenbaukonzern Trumpf, bekannt vor allem f\u00fcr seine Hochleistungslaser, hat sich etwa mit dem Sicherheitsunternehmen Rohde und Schwarz verb\u00fcndet. Bei seinem Besuch in Australien hat sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unl\u00e4ngst in der Hauptstadt Canberra angeschaut, wie der dortige Hersteller Electro Optic Systems mit Lasern 20 Drohnen in der Minute abschie\u00dfen kann.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Angesichts des mehr als vier Jahre w\u00e4hrenden Krieges gibt es in der Ukraine inzwischen zig Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Drohnen abzuwehren. Dabei sind nicht nur die Entwicklungen kreativ, auch die Finanzierung mitunter: So hat der Verein \u201eCome Back Alive\u201c mit der Tankstellenkette Oro vereinbart, dass f\u00fcr jeden dort getankten Liter Kraftstoff zwei Cent f\u00fcr die Finanzierung von Drohnenabwehrsystemen gespendet werden.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">In der Art der Drohnenabwehr gibt es zudem unterschiedliche Ans\u00e4tze: St\u00f6rsender, die mit Funksignalen arbeiten, genauso wie aus Pistolen geschossene Netze als letztes Mittel, um auf kurze Distanz Drohnen abzufangen. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Drohnen bietet Rheinmetall selbst Flugabwehrsysteme an, die Schusssalven abfeuern. Im Irankrieg setzten die Amerikaner und ihre Verb\u00fcndeten sogar teure Raketensysteme ein, um Drohnen abzufangen. Je nach Angriffsvektor eignen sich unterschiedliche Abwehrformate.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Bedeutung der Mobilfunknetze<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der geplante Drohnenschutzschild von Telekom und Rheinmetall ist ausdr\u00fccklich nicht f\u00fcr die Abwehr von Kampfdrohnen gedacht, sondern vielmehr auf die klassischen Quadrocopter fokussiert, die etwa zur Industriespionage genutzt werden oder die Flugh\u00e4fen, Kraftwerke oder andere kritische Infrastruktur \u00fcberfliegen. Auch da gibt es freilich zahlreiche Anbieter, die solche Systeme entwickeln und auf Auftr\u00e4ge von Bund und L\u00e4ndern hoffen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der Telekom-Vorstandsvorsitzende <a data-rtr-index=\"12\" title=\"Tim H\u00f6ttges\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/timotheus-hoettges\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tim H\u00f6ttges<\/a> zeigte sich in der Mitteilung aber gewohnt angriffslustig: \u201eMit unserer Kompetenz bei Konnektivit\u00e4t, Cloud und Datenanalyse bringen wir Drohnenabwehr auf ein neues Level\u201c, lie\u00df er sich zitieren. \u201eGemeinsam mit Rheinmetall st\u00e4rken wir so die Souver\u00e4nit\u00e4t und leisten unseren Beitrag dazu, Sorgen in der Bev\u00f6lkerung zu reduzieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der Telekommunikationskonzern sch\u00fctzt nach eigenen Angaben seit 2017 f\u00fcr Beh\u00f6rden kritische Infrastruktur, Liegenschaften von Unternehmen oder Gro\u00dfevents. Die Polizei habe die Telekom etwa damit beauftragt, die Fu\u00dfball-Europameisterschaft 2024 abzusichern und illegale Drohnenfl\u00fcge zu erkennen. Auch forscht das Unternehmen gemeinsam mit der Universit\u00e4t der Bundeswehr Hamburg (Uni Bw) an dem Thema. Rheinmetall wiederum hat sich mit dem Hamburger Hafen zusammengetan, um an der Drohnenabwehr zu arbeiten.<\/p>\n<p>Neue Art der Zusammenarbeit f\u00fcr die Telekom<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die Luftraum\u00fcberwachung und Detektion von Drohnen l\u00e4uft dabei \u00fcber unterschiedlichste Sensorik: ob Audio- oder Video\u00fcberwachung, Radiofrequenzen oder Radar.\u00a0Heute werden neun von zehn Drohnen noch \u00fcber Radiofrequenz, also Funksignale, gesteuert. Die Telekom hat an manchen ihrer Funkmasten heute schon passive RF-Sensoren installiert, die andere Mobilfunktechnik nicht beim Funken st\u00f6ren. Solche Sensorik habe sich \u201egerade in Stadtgebieten mit dichter Bebauung\u201c bew\u00e4hrt, hei\u00dft es von der Telekom.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Rheinmetall und die Telekom gehen aber davon aus, dass zuk\u00fcnftig vermehrt Mobilfunknetze f\u00fcr die Steuerung von Drohnen genutzt werden k\u00f6nnten \u2013 und sie nicht mehr nur \u00fcber Funk gesteuert werden von Menschen mit Controllern, sondern theoretisch von \u00fcberall digital. Als Netzbetreiber will die Telekom ihren Mobilfunk als eine Art \u201eRiesenradar\u201c verwenden, der Ver\u00e4nderungen und Auff\u00e4lligkeiten im Datenverkehr erfasst. Das k\u00f6nnten dann Hinweise auf Drohnen sein, die die Unternehmen wiederum Einsatzkr\u00e4ften zur Verf\u00fcgung stellen wollen. Auf dem Campus der Uni Bw hat die Telekom mit dem schwedischen Netzpartner Ericsson ein 5-G-Stand-alone-Netzwerk aufgebaut, in dem so etwas schon getestet werden kann. Solch eine Abwehr soll auch Teil der neuen Partnerschaft sein.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die Kooperation mit Rheinmetall ist f\u00fcr die Telekom ein gro\u00dfer Schritt in den Milit\u00e4rbereich. Vorstandsvorsitzender Tim H\u00f6ttges hatte in der Vergangenheit h\u00e4ufiger betont, solche Gesch\u00e4fte ausbauen zu wollen. \u00dcber die Investmentgesellschaft DTCP ist das Unternehmen schon in Verteidigungsfonds investiert, au\u00dferdem ist die Telekom einer der Investoren des bayrischen Drohnenherstellers Quantum Systems.<\/p>\n<p>Telekom feilt an Funk-Nachfolger<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Sicherheitsbeh\u00f6rden geh\u00f6ren allerdings schon seit Jahren zu den Auftraggebern f\u00fcr die Telekom. Unter dem Namen T-Mission hat der Konzern seine Angebote f\u00fcr Beh\u00f6rden aus dem Sicherheitsapparat inzwischen geb\u00fcndelt und hofft darauf, mit Nachfolgeprodukten den heute noch verwendeten klassischen Funk ersetzen zu k\u00f6nnen. Da geht es um stabile und sichere Netzwerkverbindungen auch bei hohem Verkehrsaufkommen im Netz, etwa bei Demonstrationen oder Gro\u00dfereignissen. Aber auch die Videokommunikation oder Sprachdienste sowie Apps zur Einsatzkoordination geh\u00f6ren zum Angebot. Auch die Konkurrenten aus der Telekommunikationsbranche arbeiten an solchen L\u00f6sungen. Der Digitalfunk BOS soll den Tetra-Digitalfunk ab Anfang der Drei\u00dfigerjahre abl\u00f6sen. Wie das ausgestaltet wird, ist derzeit noch offen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Auf der Hauptversammlung in Bonn hatte H\u00f6ttges den Aktion\u00e4ren Anfang April berichtet, dass Generalleutnant Andr\u00e9 Bodemann in der Vorstandssitzung zu Gast war, um \u00fcber die Vernetzung der Bundeswehr zu sprechen. Cybersicherheit ist dabei ein wichtiger Faktor, die Telekom betreibt ein gro\u00dfes Abwehrzentrum und bietet das auch als Service an.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Rheinmetall ist in der Digitalisierung der Streitkr\u00e4fte freilich auch unterwegs, etwa als Generalunternehmer f\u00fcr die IT-Ausstattung, Optiken sowie die Bekleidungs- und Schutzausstattung von Infanteristen. Dabei handelt es sich\u00a0in der Regel um Milliardenauftr\u00e4ge, ebenso wie die Vernetzung der IT-Systeme der Landstreitkr\u00e4fte, mit der Rheinmetall 2024 beauftragt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen gemeinsam einen Drohnenabwehrschirm entwickeln und diesen dann St\u00e4dten, L\u00e4ndern und dem Bund&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1012590,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,171,174,173,172],"class_list":{"0":"post-1012589","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-markets","14":"tag-maerkte","15":"tag-unternehmen","16":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116559816124314525","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1012589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1012589"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1012589\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1012590"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1012589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1012589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1012589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}