{"id":1012742,"date":"2026-05-12T06:18:25","date_gmt":"2026-05-12T06:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1012742\/"},"modified":"2026-05-12T06:18:25","modified_gmt":"2026-05-12T06:18:25","slug":"700-000-euro-fuer-halbleiter-forschung-an-der-uni-halle-du-bist-halle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1012742\/","title":{"rendered":"700.000 Euro f\u00fcr Halbleiter-Forschung an der Uni Halle \u2013 Du bist Halle"},"content":{"rendered":"<p>Die Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg (MLU) ist gleich an zwei Forschungsprojekten des Pathfinder-Programms des Europ\u00e4ischen Innovationsrats EIC beteiligt. In der aktuellen Runde wurden 44 Projekte aus 2.087 Antr\u00e4gen ausgew\u00e4hlt. Die F\u00f6rderquote liegt damit bei nur rund zwei Prozent. Die beiden Projekte untersuchen neuartige Materialien f\u00fcr Halbleiter und Biomolek\u00fcle, die zum Beispiel f\u00fcr leistungsf\u00e4hige Computerchips und Infrarotsensoren gebraucht werden. Die MLU erh\u00e4lt insgesamt rund 700.000 Euro.<\/p>\n<p>Werbung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/qr.hwgmbh.de\/f13zc\" target=\"_blank\" aria-label=\"Monatsmotive_Mai_800x600px\" rel=\"nofollow noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Monatsmotive_Mai_800x600px.jpg\" alt=\"\"   width=\"800\" height=\"600\"\/><\/a><\/p>\n<p>\u201eIn einem solch starken Wettbewerb auf europ\u00e4ischer Ebene gleich zweimal die Nase mit vorn zu haben, ist ein toller Erfolg f\u00fcr die Universit\u00e4t Halle. Das Ergebnis ist umso bedeutsamer, weil die Halbleiter-Forschung aus der Saalestadt eine echte Zukunftstechnologie voranbringt. Dabei sind die Erfolge im Pathfinder-Programm keine Eintagsfliege. Sie best\u00e4tigen vielmehr den erfreulichen Trend, dass Hochschulen aus Sachsen-Anhalt verst\u00e4rkt national wie international mithalten k\u00f6nnen\u201c, sagt Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann.<\/p>\n<p>MLU-Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker erg\u00e4nzt: \u201eDie F\u00f6rderung in einem so engen Wettbewerb wie dem Pathfinder-Programm unterstreicht das hohe wissenschaftliche Niveau, auf dem unsere Forscher im Verbund mit internationalen Spitzeneinrichtungen agieren. Beide Projekte sind mutig, kreativ und zukunftsweisend, sie stehen damit genau f\u00fcr die Wissenschaft, die wir als Martin-Luther-Universit\u00e4t betreiben m\u00f6chten.\u201cAn dem ersten der beiden EIC-gef\u00f6rderten Projekte ist der Physiker Prof. Dr. Niels Schr\u00f6ter von der MLU beteiligt. Es tr\u00e4gt den Titel \u201eTopological semimetals for ultra-efficient electrical interconnects\u201c (TICON) und wird von IBM Research Europe \u2013 Zurich koordiniert. Untersucht werden sogenannte topologische Semimetalle, an deren Oberfl\u00e4chen und Grenzfl\u00e4chen Elektronen mit sehr geringem Widerstand Strom leiten k\u00f6nnen. Ziel des TICON-Projekts ist es, topologische Semimetalle als effiziente Leiter zwischen Transistoren in Mikrochips zu etablieren.<\/p>\n<p>\u201eDie Aufnahme von TICON in das EIC-Pathfinder-Programm best\u00e4tigt unsere Forschungsst\u00e4rke im Bereich der topologischen und chiralen Materialien. Wir wollen verstehen, wie sich die besonderen Eigenschaften von chiralen topologischen Semimetallen gezielt nutzen lassen. Das k\u00f6nnte die Leistungsf\u00e4higkeit und Energieeffizienz k\u00fcnftiger Halbleiterbauelemente steigern\u201c, sagt Niels Schr\u00f6ter. Er bringt seine Expertise zur Synthese und Analyse neuartiger Materialien in das Projekt ein. Unter anderen sind das Interuniversity Microelectronics Centre (IMEC) in Belgien und das Max-Planck-Institut f\u00fcr Mikrostrukturphysik Halle am Projekt beteiligt. Die Forschung des TICON-Projekts ist zudem eng verbunden mit dem Exzellenzcluster EXC 3112 \u201eCenter for Chiral Electronics\u201c der MLU, das im Januar 2026 gestartet ist. Im Cluster werden neue Konzepte f\u00fcr leistungsf\u00e4hige und energiesparende Elektronik erforscht.Mit einer ganz anderen Materialklasse befasst sich das zweite Projekt \u201eAdvanced Organic Semiconductor Materials for Flexible SWIR Photodetection\u201c, das vom Nationalen Hellenischen Forschungszentrum in Griechenland geleitet wird. Ziel ist es, organische Polymermaterialien f\u00fcr Infrarotsensoren zu entwickeln, die etwa in Fernbedienungen und medizinischen Ger\u00e4ten genutzt werden. Die Materialien sollen flexible, kosteng\u00fcnstige und nachhaltige Alternativen zu g\u00e4ngigen Sensoren bieten. Bisher werden f\u00fcr die Produktion seltene Rohstoffe ben\u00f6tigt, die meist nur au\u00dferhalb Europas gewonnen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die MLU beteiligt sich der Strukturbiologe Prof. Dr. Panagiotis Kastritis am Projekt. Sein Team nutzt hochaufl\u00f6sende Kryo-Elektronenmikroskope, um die Struktur von Biomolek\u00fclen und Materialien bis auf die Ebene einzelner Atome sichtbar zu machen. \u201eWir haben Methoden entwickelt, um die Struktur der Materialien in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung zu erforschen. Mit diesem Wissen lassen sich die Eigenschaften der Materialien gezielt verbessern und neue Anwendungsm\u00f6glichkeiten erschlie\u00dfen\u201c, sagt Kastritis. Das neue EIC-Projekt schlie\u00dft an eine bereits bestehende, erfolgreiche Kooperation von Kastritis mit seinem Forschungsnetzwerk in Griechenland an: Im Rahmen einer \u201eERA-Chair\u201c-F\u00f6rderung (European Research Area) baut der MLU-Forscher am Nationalen Hellenischen Forschungszentrum ein international sichtbares Programm zur St\u00e4rkung der Kryo-EM-Kompetenzen auf.Mit dem Pathfinder-Programm f\u00f6rdert der EIC die Forschung zu grundlegend neuen Technologien mit einem gro\u00dfen wirtschaftlichen Potenzial. Gef\u00f6rdert werden nur besonders ambitionierte und vielversprechende Projekte in einem fr\u00fchen Entwicklungsstadium.<\/p>\n<p>Werbung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dlc-halle.de\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"dlc-adac-800\u00d7600-motiv1-e1\" rel=\"nofollow noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/dlc-adac-800x600-motiv1-e1.gif\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\"\/><\/a><\/p>\n<p>Foto: Uni Halle \/ Maike Gl\u00f6ckner<\/p>\n<p>Werbung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.saalebulls.com\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"saale bulls imagebanner in\" rel=\"nofollow noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/saale-bulls-imagebanner-in.jpeg\" alt=\"\"   width=\"800\" height=\"600\"\/><\/a>          <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg (MLU) ist gleich an zwei Forschungsprojekten des Pathfinder-Programms des Europ\u00e4ischen Innovationsrats EIC beteiligt. 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