{"id":1013217,"date":"2026-05-12T10:53:17","date_gmt":"2026-05-12T10:53:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1013217\/"},"modified":"2026-05-12T10:53:17","modified_gmt":"2026-05-12T10:53:17","slug":"sarkozy-prozess-staatsanwaltschaft-fordert-verurteilung-wegen-korruption","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1013217\/","title":{"rendered":"Sarkozy-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert Verurteilung wegen Korruption"},"content":{"rendered":"<p>      Sarkozy-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert Verurteilung wegen Korruption<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Im Berufungsverfahren gegen Frankreichs Ex-Pr\u00e4sident Nicolas Sarkozy wegen mutma\u00dflich illegaler Wahlkampfgelder aus Libyen hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag dessen Verurteilung wegen Korruption und illegaler Wahlkampffinanzierung gefordert. &#8222;Es gab sehr wohl eine Vereinbarung zwischen Nicolas Sarkozy und (dem damaligen libyschen Machthaber) Muammar al-Gaddafi&#8220;, betonte Staatsanwalt Damien Brunet am zweiten Tag des Pl\u00e4doyers. Die Forderung des Strafma\u00dfes wird erst sp\u00e4ter erwartet.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\"><a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/nicolas-sarkozy-4540954.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sarkozy<\/a> und sein Mitarbeiter Claude Gu\u00e9ant h\u00e4tten sich demnach &#8222;als Gegenzug f\u00fcr libysche Gelder&#8220; um die Aufhebung des Haftbefehls gegen Abdallah Senoussi bem\u00fchen sollen, erkl\u00e4rte die Staatsanwaltschaft. Gaddafis Schwager, damals Nummer zwei der libyschen F\u00fchrung, war in Frankreich wegen eines Anschlags auf ein Flugzeug mit 170 Toten in Abwesenheit zu lebensl\u00e4nglicher Haft verurteilt worden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">&#8222;Sarkozy hat seine Wahlkampfkonten genutzt, um seine korrupten Machenschaften mit dem libyschen Regime zu verschleiern&#8220;, sagte Brunet. Damit verlangt die <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/verbrechen\/themen\/staatsanwaltschaft-4125016.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Staatsanwaltschaft<\/a> wie in der ersten Instanz Schuldspr\u00fcche in allen Anklagepunkten. Bereits am Vortag hatte sie einen Schuldspruch wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung gefordert.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die Richter der ersten Instanz hatten Sarkozy 2025 der <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/korruption-4159042.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Korruption<\/a> freigesprochen, ihn aber wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu f\u00fcnf Jahren Haft mit sofortiger Vollstreckung verurteilt. Sarkozy wurde damit der erste ehemalige Staatschef eines EU-Mitgliedslandes, der ins Gef\u00e4ngnis kam. Nach drei Wochen wurde er vorzeitig entlassen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Der 71 Jahre alte konservative Ex-Pr\u00e4sident weist weiterhin alle Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. Im <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/themen\/berufungsverfahren-4175526.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berufungsverfahren<\/a> hatten sich allerdings erstmals Widerspr\u00fcche zwischen Sarkozy und seinem fr\u00fcheren Vertrauten Gu\u00e9ant gezeigt. Der fr\u00fchere Generalsekret\u00e4r des Pr\u00e4sidialamtes, der aus Gesundheitsgr\u00fcnden nicht vor Gericht erschien, hatte in schriftlicher Form erkl\u00e4rt, dass Sarkozy ihn sehr wohl beauftragt habe, sich um den Fall von Senoussi zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">W\u00e4hrend des Prozesses waren auch Angeh\u00f6rige der Opfer des Anschlags zu Wort gekommen. Sie zeigten sich von Sarkozys Erkl\u00e4rungen nicht \u00fcberzeugt. Die Vorstellung, dass franz\u00f6sische Politiker mit dem &#8222;M\u00f6rder ihrer Eltern&#8220; verhandelten, sei f\u00fcr sie &#8222;unertr\u00e4glich&#8220;, sagte der Anwalt Dan Hazan.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Ein neues Element im Berufungsprozess war zudem die Forderung <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/libyen-4131756.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Libyens<\/a> nach einer Entsch\u00e4digungszahlung in H\u00f6he von zehn Millionen Euro. Diese Summe sei 2006 aus der libyschen Staatskasse auf das Konto eines franz\u00f6sisch-libanesischen Mittelsmannes geflossen, erkl\u00e4rte die Anw\u00e4ltin Carole Sportes.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Sarkozy hatte seinerseits erkl\u00e4rt, dass sich die libysche F\u00fchrung an ihm habe r\u00e4chen wollen, weil er als einer der ersten internationalen Staatschefs die libyschen Aufst\u00e4ndischen unterst\u00fctzt habe. Sarkozy versicherte mehrfach, dass die Anklage keine Beweise vorgelegt habe.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Sarkozy war zuvor bereits in zwei anderen Aff\u00e4ren rechtskr\u00e4ftig verurteilt worden, einmal wegen versuchter Richterbestechung und einmal wegen \u00fcberzogener Wahlkampfkosten. Im ersten Fall trug er mehrere Monate eine elektronische Fu\u00dffessel. Im zweiten Fall setzte er k\u00fcrzlich eine Straferleichterung durch, sodass ihm das erneute Tragen einer Fu\u00dffessel erspart bleibt.\u00a0<\/p>\n<p>\n    AFP\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sarkozy-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert Verurteilung wegen Korruption Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Im Berufungsverfahren gegen Frankreichs Ex-Pr\u00e4sident&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1013218,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-1013217","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116561235768061717","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1013217","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1013217"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1013217\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1013218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1013217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1013217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1013217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}