{"id":1013220,"date":"2026-05-12T10:55:36","date_gmt":"2026-05-12T10:55:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1013220\/"},"modified":"2026-05-12T10:55:36","modified_gmt":"2026-05-12T10:55:36","slug":"eu-will-heimische-produktion-kritischer-arzneimittel-erzwingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1013220\/","title":{"rendered":"EU will heimische Produktion kritischer Arzneimittel erzwingen"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Das neue Gesetz, mit der die <a data-rtr-index=\"0\" title=\"Europ\u00e4ische Union\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/europaeische-union\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ische Union<\/a> den immer wieder auftretenden Mangel an wichtigen Medikamenten bek\u00e4mpfen will, ist auf dem Weg. Denn die Unterh\u00e4ndler von Europ\u00e4ischem Parlament und Mitgliedstaaten haben in der Nacht auf Dienstag die endg\u00fcltige Fassung des \u201eCritical Medicines Act\u201c beschlossen.\u00a0Sie entspricht im Wesentlichen dem Gesetzentwurf der Europ\u00e4ischen Kommission aus dem M\u00e4rz 2025. Das neue Gesetz ist eine Reaktion darauf, dass die Arzneimittelproduktion in den vergangenen Jahrzehnten immer st\u00e4rker in L\u00e4nder au\u00dferhalb der EU verlagert wurde, vor allem nach Asien.<\/p>\n<p>Keine Zust\u00e4ndigkeit in der Gesundheitspolitik<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Da die EU in der Gesundheitspolitik keine wirkliche Zust\u00e4ndigkeit hat, wird das Gesetz mit Notwendigkeiten des Binnenmarkts begr\u00fcndet. Auf den Weg gebracht wurde es vor allem, weil Lieferketten f\u00fcr wichtige <a data-rtr-index=\"3\" title=\"Arzneimittel\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/arzneimittel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Arzneimittel<\/a> in den vergangenen Jahren oft unterbrochen waren und viele Medikamente nicht lieferbar waren oder sind. Betroffen waren etwa Schmerzmittel, Antibiotika oder Fiebers\u00e4fte f\u00fcr Kinder.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">\u201eDie Patienten sollten sich keine Sorgen dar\u00fcber machen m\u00fcssen, ob wichtige Arzneimittel wie Antibiotika in ihrer Apotheke oder ihrem Krankenhaus verf\u00fcgbar sind\u201c, sagte der amtierende Ratsvorsitzende, Zyperns Gesundheitsminister Neophytos Charalambides, nach den Verhandlungen.<\/p>\n<p>Nicht mehr der billigste Anbieter bei Ausschreibungen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Das Gesetz regelt nun, dass die Mitgliedstaaten bei \u00f6ffentlichen Ausschreibungen von Arzneien nicht wie bisher automatisch den billigsten Anbieter beauftragen m\u00fcssen, sondern die Bestellung auf mehrere Hersteller verteilen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr soll es k\u00fcnftig mehrere M\u00f6glichkeiten geben. \u201eDazu geh\u00f6rt, dass Lieferanten proportional zu dem Anteil der in der EU hergestellten Arzneimittel und deren pharmazeutischer Wirkstoffe verg\u00fctet werden\u201c, teilte das Parlament mit.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Ferner sollen \u201estrategische Projekte\u201c, das sind Forschungs- und Produktionsvorhaben, welche die EU-Kommission f\u00fcr besonders bedeutsam h\u00e4lt, schneller genehmigt werden und Zugang zu F\u00f6rderung bekommen. Mehrere L\u00e4nder k\u00f6nnen sich zudem zusammenschlie\u00dfen und gemeinsam wichtige Medikamente beschaffen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Betroffen sind generell Medikamente, zu denen es nur wenige oder gar keine Alternativen gibt und bei denen Versorgungsengp\u00e4sse besonders kritisch sind. Dazu geh\u00f6ren demnach unter anderem Antibiotika und Antithrombotika, Krebstherapeutika und Herz-Kreislauf-Mittel. Sie sind in einer Liste aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Mehr \u00dcberblick \u00fcber Verteilung der Best\u00e4nde in den Staaten<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Beschlossen wurde ferner, dass 50 Prozent der f\u00fcr ein Medikament n\u00f6tigen Wirkstoffe aus der EU kommen m\u00fcssen. Der vom Parlament vorgebrachte Vorschlag, eine Umverteilung von Best\u00e4nden zwischen Mitgliedstaaten anzuordnen, ist im jetzt beschlossenen Text nicht mehr enthalten. Allerdings sollen die Informationen \u00fcber die Best\u00e4nde europaweit verbessert werden.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese sagte, nun sei ein \u201egrundlegender Kurswechsel bei der Beschaffung von Arzneimitteln\u201c erreicht worden. Anders als bisher werde k\u00fcnftig bei Ausschreibungen nicht mehr nur auf den niedrigsten Preis geachtet. Auch Kriterien wie Versorgungssicherheit, robuste Lieferketten und europ\u00e4ische Produktionsstandorte spielten eine Rolle.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die Einigung werde zwar nicht alle Probleme sofort l\u00f6sen, sagte Liese. Die R\u00fcckverlagerung von Produktionskapazit\u00e4ten werde Zeit ben\u00f6tigen. \u201eAber mit dem Critical Medicines Act bek\u00e4mpfen wir endlich die strukturellen Ursachen der Arzneimittelknappheit und nicht nur die Symptome.\u201c\u00a0Der SPD-Abgeordnete Tiemo W\u00f6lken nannte es besonders wichtig, dass die \u00f6ffentliche Beschaffung k\u00fcnftig von einem \u201eklaren \u201aMade in EU\u2018-Kriterium\u201c gepr\u00e4gt werde. Vorrang m\u00fcssten Unternehmen haben, die den gr\u00f6\u00dften Teil ihrer Produktion in Europa angesiedelt h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Das Parlament und die Vertreter der Mitgliedstaaten m\u00fcssen nun noch endg\u00fcltig zustimmen. Das gilt als Formsache und soll m\u00f6glichst noch vor der Sommerpause geschehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das neue Gesetz, mit der die Europ\u00e4ische Union den immer wieder auftretenden Mangel an wichtigen Medikamenten bek\u00e4mpfen will,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1013221,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-1013220","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116561243575555772","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1013220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1013220"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1013220\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1013221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1013220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1013220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1013220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}