{"id":1013361,"date":"2026-05-12T12:11:18","date_gmt":"2026-05-12T12:11:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1013361\/"},"modified":"2026-05-12T12:11:18","modified_gmt":"2026-05-12T12:11:18","slug":"bilanz-2025-ausblick-2026-agrana-zucker-bleibt-tiefrot-ukraine-importe-belasten-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1013361\/","title":{"rendered":"Bilanz 2025, Ausblick 2026: Agrana: Zucker bleibt tiefrot, Ukraine-Importe belasten weiter"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir befinden uns weiterhin in einem Umfeld, das von politischen Unsicherheiten, einer instabilen Wirtschaftslage sowie volatilen Energie- und Rohstoffm\u00e4rkten gepr\u00e4gt ist. Diese Herausforderungen, die zuletzt auch durch den Krieg im Nahen Osten versch\u00e4rft wurden, pr\u00e4gen unsere aktuelle Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage gelang 2025\/26 ein solides operatives Ergebnis.&#8220; Das sagte Agrana-Chef Stephan B\u00fcttner bei der Bilanzpressekonferenz des Konzerns am Dienstag. Trotz eines operativen Ergebnisses von 81 Mio. \u20ac sank das EBIT wegen hoher Sonderbelastungen auf nur 3,2 Mio. \u20ac. Der Umsatz ging von 3,5 Mrd. \u20ac im Vorjahr auf rund 3,2 Mrd. \u20ac zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Franz Ennser, als COO f\u00fcr das operative Gesch\u00e4ft des Zucker-, Frucht- und St\u00e4rkeherstellers zust\u00e4ndig, schilderte die Rohstofflage grunds\u00e4tzlich als stabil, aber wetter- und marktgetrieben. Beim Zuckerr\u00fcbenanbau liege Agrana heuer bei 22.800 ha; nach Ausf\u00e4llen durch Trockenheit und R\u00fcsselk\u00e4fer seien rund 1.500 ha umgebrochen worden, davon w\u00fcrden 500 Hektar wieder angebaut. Die Bauern seien grunds\u00e4tzlich bereit, nachzubauen, auch wenn es zeitlich eng werde. Die Kosten f\u00fcr das Saatgut beim Wiederanbau \u00fcbernimmt Agrana.<\/p>\n<p>Ennser erkl\u00e4rte au\u00dferdem, dass die kontrahierte Fl\u00e4che f\u00fcr die Zuckerfabrik Tulln ausreichend sei. Unter Zugrundelegung des F\u00fcnfjahresdurchschnitts der Ertr\u00e4ge ergebe sich eine Produktion von 1,5 bis 1,6 Mio. t <a href=\"https:\/\/www.topagrar.com\/themen\/zuckerruebe-12362780.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Zuckerr\u00fcben<\/a>, was f\u00fcr eine Fabrik dieser Gr\u00f6\u00dfe eine vern\u00fcnftige Auslastung sei. Gleichzeitig unterstrich er, dass Agrana ohne Rohstoff keine Fabriken betreiben k\u00f6nne und politische Rahmenbedingungen entscheidend f\u00fcr den Erhalt des Ackerbaus seien.<\/p>\n<p>Vorstandschef B\u00fcttner sieht Agrana im Zuckersegment weiter unter Druck, rechnet f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr 2026\/27 aber mit einer Erholung. Besonders scharf kritisierte B\u00fcttner erneut die zollfreien Zuckerimporte aus der Ukraine. Die EU habe den Markt weit ge\u00f6ffnet, woraufhin die Importe in \u201eastronomische H\u00f6hen\u201c gestiegen seien. Das habe massive Verwerfungen in der europ\u00e4ischen Zuckerindustrie ausgel\u00f6st und die Lagerbest\u00e4nde in der EU stark aufgebl\u00e4ht.<\/p>\n<p>Nach Aussage B\u00fcttners wirke diese Entwicklung bis heute nach. Die aktuell festgesetzten Importmengen aus der Ukraine seien zwar auf 100.000 t zollfreien Zucker in die EU begrenzt. Doch jede zus\u00e4tzliche Menge versch\u00e4rfe den Druck auf Produzenten und Rohstofflieferanten. Er verwies darauf, dass bereits drei bis vier Mio. t Zucker <a href=\"https:\/\/www.topagrar.com\/markt\/news\/ukraine-exportiert-fast-100-mio-t-agrarguter-uber-solidaritatsrouten-20024399.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">zollfrei \u00fcber verschiedene Freihandelsabkommen in die EU gelangte<\/a>n. Auf die Frage nach der vertretbaren Importmenge aus der Ukraine sagte er klar: \u201eNull. Ganz klar null.\u201c <\/p>\n<p>Auch die EU-Regelung zur aktiven Veredelung sei f\u00fcr die Branche belastend gewesen, sagte B\u00fcttner. Dass dieses Verfahren nun f\u00fcr zw\u00f6lf Monate ausgesetzt worden sei, wertete er als richtigen Schritt. Dadurch k\u00f6nne der Markt um rund 300.000 bis 400.000 Tonnen entlastet werden.<\/p>\n<p>Der Agrana-Chef blickte f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2026\/27 deutlich optimistischer auf die Ertragslage. Das operative Ergebnis soll auf 70 bis 90 Mio. \u20ac steigen. Der Umsatz d\u00fcrfte laut Unternehmensf\u00fchrung nur leicht zulegen.<\/p>\n<p>Besonders im Segment Zucker rechnet Agrana mit weiter schwachen Erl\u00f6sen, aber mit einer sp\u00fcrbaren Ergebnisverbesserung, weil die hohen Sonderaufwendungen des Vorjahres wegfallen sollen. Im Bereich Food &amp; Beverage Solutions erwartet der Konzern einen moderaten Umsatzanstieg, beim EBIT aber eher eine leichte Abschw\u00e4chung. St\u00e4rke soll sich beim Ergebnis ebenfalls verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir befinden uns weiterhin in einem Umfeld, das von politischen Unsicherheiten, einer instabilen Wirtschaftslage sowie volatilen Energie- und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1013362,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-1013361","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116561542664664897","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1013361","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1013361"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1013361\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1013362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1013361"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1013361"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1013361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}