{"id":101427,"date":"2025-05-11T06:03:13","date_gmt":"2025-05-11T06:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/101427\/"},"modified":"2025-05-11T06:03:13","modified_gmt":"2025-05-11T06:03:13","slug":"hamburg-schleswig-holstein-mehr-tatverdaechtige-kinder-bei-gewaltkriminalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/101427\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Mehr tatverd\u00e4chtige Kinder bei Gewaltkriminalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Mehr tatverd\u00e4chtige Kinder bei Gewaltkriminalit\u00e4t<\/p>\n<p>\t\t\t\t              11.05.2025, 07:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>Hamburgs Kinder und Jugendliche sind im vergangenen Jahr insgesamt weniger ins Visier der Polizei geraten. Bei einzelnen Deliktfeldern erh\u00f6hte sich die Zahl der Tatverd\u00e4chtigen jedoch teils erheblich.<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Die Zahl einer Straftat verd\u00e4chtiger Kinder und Jugendlicher in Hamburg ist im vergangenen Jahr entgegen dem Bundestrend insgesamt leicht gesunken, in einzelnen Deliktfeldern aber teils deutlich gestiegen.\u00a0<\/p>\n<p>So seien in der polizeilichen Kriminalstatistik f\u00fcr das Jahr 2024 insgesamt 2.773 Kinder unter 14 Jahren als Tatverd\u00e4chtige registriert, hei\u00dft es in der Antwort des Senats auf eine Gro\u00dfe Anfrage der CDU-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das seien 41 oder knapp 1,5 Prozent weniger als im Jahr 2023. Bei den Jugendlichen sei die Zahl der Verd\u00e4chtigen um 436 oder fast 7,7 Prozent auf 5.240 gesunken.<\/p>\n<p>Teils deutlicher Anstieg bei einzelnen Delikten<\/p>\n<p>Nach einzelnen Delikten unterteilt ist den Angaben zufolge jedoch teilweise ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. So stieg die Zahl der registrierten Kinder im Bereich der gef\u00e4hrlichen oder schweren K\u00f6rperverletzung auf Stra\u00dfen, Wegen oder Pl\u00e4tzen um 93, im Bereich der Verbreitung von Kinderpornografie um 61 und im Bereich der vors\u00e4tzlich leichten K\u00f6rperverletzungen um 43. Insgesamt stieg die Zahl der tatverd\u00e4chtigen Kinder im Bereich der Gewaltkriminalit\u00e4t den Angaben zufolge um 96 oder 16,4 Prozent auf 681.<\/p>\n<p>Bei den Jugendlichen erh\u00f6hte sich die Zahl der Tatverd\u00e4chtigen bei der Verbreitung von Kinderpornografie um 125, bei sonstigen Betrugsarten um 55 und bei der gef\u00e4hrlichen oder schweren K\u00f6rperverletzung in der \u00d6ffentlichkeit um 54. Im Gesamtbereich Gewaltkriminalit\u00e4t z\u00e4hlte die Polizei im vergangenen Jahr 926 Verd\u00e4chtige und damit 14 oder 1,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor.<\/p>\n<p>Zahl der Verd\u00e4chtigen l\u00e4sst nicht auf Zahl der Taten schlie\u00dfen<\/p>\n<p>Der Senat betonte in seiner Antwort, dass die Zahl der Tatverd\u00e4chtigen nicht in Relation zur Zahl der Straftaten gesetzt werden k\u00f6nne. Denn in der Gesamtstatistik werde jeder Verd\u00e4chtige nur einmal gez\u00e4hlt, selbst wenn er mehrere Straftaten begangen haben sollte. Umgekehrt wiederum k\u00f6nnten aber auch mehrere Tatverd\u00e4chtige zu nur einer einzigen Straftat erfasst worden seien. Etwas anders laufe es bei den einzelnen Delikten und Unterkategorien. Werde dort ein mutma\u00dflicher T\u00e4ter zwei verschiedener Delikte verd\u00e4chtigt, dann werde er auch jeweils einzeln registriert.<\/p>\n<p>Der Ausl\u00e4nderanteil unter den tatverd\u00e4chtigen Kindern lag den Angaben zufolge im vergangenen Jahr bei 38,6 Prozent. Von den als Tatverd\u00e4chtige ermittelten Jugendlichen hatten demnach 40,1 Prozent keine deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit. Und von den von der Polizei als Intensivt\u00e4ter gef\u00fchrten 190 Kindern und Jugendlichen &#8211; 182 m\u00e4nnlich und 8 weiblich &#8211; hatten rund 42 Prozent keinen deutschen Pass. Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe mit 110 Intensivt\u00e4tern stellten deutsche Kinder und Jugendliche &#8211; gefolgt von 16 Afghanen und 15 Syrern.<\/p>\n<p>213 Polizistinnen und Polizisten arbeiten als Cop4U<\/p>\n<p>Um Kinder und Jugendliche gar nicht erst zu Tatverd\u00e4chtigen werden zu lassen, betreibt die Stadt auf mehreren Ebenen Pr\u00e4ventionsarbeit. Unter anderem arbeiten der Senatsantwort zufolge derzeit 213 Polizistinnen und Polizisten als sogenannte Cop4U &#8211; das sind Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, die den Schulen fest zugeteilt sind &#8211; und haben von Januar 2024 bis Ende M\u00e4rz 2025 an 794 schulischen Veranstaltungen teilgenommen.\u00a0<\/p>\n<p>Beim Pr\u00e4ventionsprogramm &#8222;Kinder- und Jugenddelinquenz&#8220; wurden demnach im vergangenen Schuljahr an 120 Schulen knapp 5.250 Unterrichtsstunden gehalten. An 73 weiterf\u00fchrenden Schulen habe es mangels Personals keinen Pr\u00e4ventionsunterricht gegeben. Im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres seien an 97 Schulen knapp 2.500 Unterrichtsstunden gehalten worden.<\/p>\n<p> CDU alarmiert vom Anstieg bei schwerer K\u00f6rperverletzung<\/p>\n<p>&#8222;Auch wenn die Zahl der minderj\u00e4hrigen Tatverd\u00e4chtigen im letzten Jahr leicht zur\u00fcckgegangen ist, ist der deutliche Anstieg insbesondere bei den schweren und gef\u00e4hrlichen K\u00f6rperverletzungen, die von Kindern und Jugendlichen im \u00f6ffentlichen Raum begangen werden, alarmierend&#8220;, sagte der justizpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Richard Seelmaecker.\u00a0<\/p>\n<p>Er forderte erneut eine geschlossene Unterbringung f\u00fcr Intensivt\u00e4ter, die Besetzung aller offener Stellen beim Jugendschutz der Polizei und einen verpflichtenden Pr\u00e4ventionsunterricht in den Klassen 5 bis 8.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Mehr tatverd\u00e4chtige Kinder bei Gewaltkriminalit\u00e4t 11.05.2025, 07:03 Uhr Hamburgs Kinder und Jugendliche sind im vergangenen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":101428,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,10537,692,1114,7473,1971],"class_list":{"0":"post-101427","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gewaltkriminalitaet","11":"tag-hamburg","12":"tag-kinder","13":"tag-mehr","14":"tag-schleswig-holstein"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114487689555635148","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101427"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101427\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101427"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=101427"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=101427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}