{"id":1014506,"date":"2026-05-12T22:52:20","date_gmt":"2026-05-12T22:52:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1014506\/"},"modified":"2026-05-12T22:52:20","modified_gmt":"2026-05-12T22:52:20","slug":"die-naechste-robotik-generation-tu-braunschweig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1014506\/","title":{"rendered":"Die n\u00e4chste Robotik-Generation &#8211; TU Braunschweig"},"content":{"rendered":"<p class=\"entry\">\u201eRobotik hat echtes, langfristige Zukunftspotenzial.\u201c Davon ist Professor Jens Lambrecht \u00fcberzeugt. An der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig will der neue Leiter des <a href=\"https:\/\/www.tu-braunschweig.de\/irp\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Instituts f\u00fcr Robotik und Prozessinformatik<\/a> KI-basierte, lernf\u00e4hige Systeme entwickeln. Diese k\u00f6nnen sich flexibel an ihre Umgebung anpassen und Menschen im Alltag unterst\u00fctzen. Dabei verbindet Lambrecht technische Innovation mit einem klaren Blick auf den Menschen und seine Bed\u00fcrfnisse. Im Interview erkl\u00e4rt er, woran er konkret forscht, was ihn zu einem zus\u00e4tzlichen Psychologiestudium motiviert hat und was ihn seit \u00fcber 20 Jahren an der Robotik fasziniert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Lambrecht_Jens_2026_01.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82402\" class=\"wp-image-82402 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Lambrecht_Jens_2026_01.jpg\" alt=\"\" width=\"1500\" height=\"1000\"\/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-82402\" class=\"wp-caption-text\">Professor Jens Lambrecht leitet das Institut f\u00fcr Robotik und Prozessinformatik. Bildnachweis: Kristina Rottig\/TU Braunschweig<\/p>\n<p>Warum haben Sie sich f\u00fcr die TU Braunschweig entschieden?<\/p>\n<p>Ich sch\u00e4tze die Forschungsst\u00e4rke der TU Braunschweig und das klare Profil der strategischen Entwicklungsfelder. Was die TU Braunschweig dabei im Allgemeinen besonders auszeichnet, ist ihre angenehme Gr\u00f6\u00dfe, die f\u00fcr mich kein Kompromiss ist, sondern ein strukturelles Merkmal, das wissenschaftliche Zusammenarbeit aktiv beg\u00fcnstigt. Kurze institutionelle Wege, eine pers\u00f6nliche Arbeitskultur und ein kollegiales Miteinander \u00fcber Fachgrenzen hinweg schaffen ein Umfeld, das Forschende nicht nur fachlich, sondern auch in ihrer allt\u00e4glichen Arbeit tr\u00e4gt. Die TU Braunschweig ist damit ein Ort, an dem man nicht nur forscht und lehrt, sondern auch gerne arbeitet.<\/p>\n<p>Mit dem Institut f\u00fcr Robotik und Prozessinformatik (bald voraussichtlich Institut f\u00fcr Kognitive Robotik) verf\u00fcgt die TU Braunschweig \u00fcber eines der \u00e4ltesten und renommiertesten Forschungsinstitute im Bereich Robotik in Deutschland. Einen Ruf an dieses Institut zu erhalten, ist eine besondere Auszeichnung und eine, bei der man nicht lange z\u00f6gert. Es ist das Ergebnis eines langen wissenschaftlichen Weges, und es erf\u00fcllt mich mit echter Freude und Vorfreude, hier anzukommen und dieses Institut weiterzuf\u00fchren und weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>Womit genau besch\u00e4ftigen Sie sich in Ihrer Forschung? Wie w\u00fcrden Sie Ihre Arbeit einer Person erkl\u00e4ren, die nicht mit dem Thema vertraut ist?<\/p>\n<p>Unser Institut gestaltet die Zukunft intelligenter Robotik, indem es KI-getriebene lernende Systeme entwickelt. Diese Systeme integrieren sich nahtlos in reale Umgebungen, unterst\u00fctzen und st\u00e4rken menschliches Wirken und Handeln und erm\u00f6glichen adaptive, verteilte Automatisierungssysteme.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/TUBS_2603_ROT_Ernennung-Jens-Lambrecht_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82404\" class=\"wp-image-82404 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/TUBS_2603_ROT_Ernennung-Jens-Lambrecht_01.jpg\" alt=\"\" width=\"1500\" height=\"1000\"\/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-82404\" class=\"wp-caption-text\">Professor Jens Lambrecht mit TU-Pr\u00e4sidentin Prof. Angela Ittel und Professor Dirk Konietzka. Bildnachweis: Kristina Rottig\/TU Braunschweig<\/p>\n<p>Was sind die Hauptforschungsbereiche und -projekte, an denen Sie an der TU Braunschweig arbeiten werden?<\/p>\n<p>Wir treiben angewandtes maschinelles Lernen in der Robotik voran mit einem starken Fokus auf kontextspezifischer Anpassungsf\u00e4higkeit und menschenzentriertem Handeln robotischer Systeme. Unsere Arbeit verbindet modernste KI, verteilte Steuerungsarchitekturen und kognitive Ergonomie, um intelligente Systeme zu entwickeln, die aus Daten lernen, sich in Echtzeit anpassen und mit Menschen in komplexen Umgebungen eng zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Durch interdisziplin\u00e4re Forschung, offene Kollaboration und skalierbare Prototypen verfolgen wir in unserer Forschung speziell die Ziele, eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern in gemeinsamen Arbeitsbereichen zu erm\u00f6glichen sowie verteilte Automatisierungssysteme zu gestalten, die robust, modular und zukunftsf\u00e4hig sind. Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chten wir einen entscheidenden Beitrag zu einer verantwortungsvollen digitalen Transformation in Arbeitsumgebungen und im \u00f6ffentlichen Raum leisten.<\/p>\n<p>Was hat Sie dazu bewogen, in diesem Bereich zu forschen?<\/p>\n<p>Was mich seit meinen ersten praktischen Ber\u00fchrungspunkten mit Robotik vor \u00fcber 20 Jahren begeistert, ist die Interdisziplinarit\u00e4t dieser Fachrichtung. Ich habe Maschinenbau studiert, mich aber schon fr\u00fch intensiv f\u00fcr Softwarethemen und die Mensch-Roboter-Interaktion interessiert. Ein Interesse, das mich schlie\u00dflich dazu bewogen hat, mit einem zus\u00e4tzlichen Psychologiestudium tiefer in das menschliche Erleben und Verhalten einzusteigen.<\/p>\n<p>Jenseits des aktuellen, wohl tempor\u00e4ren Hypes um humanoide Roboter bin ich \u00fcberzeugt, dass Robotik echtes, langfristiges Zukunftspotenzial besitzt: f\u00fcr die Gestaltung zuk\u00fcnftiger Arbeitsumgebungen, f\u00fcr die Art, wie wir leben und miteinander interagieren. Genau deshalb reizt es mich, hier keine kurzlebigen L\u00f6sungen zu pr\u00e4sentieren, sondern gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft langfristige, nachhaltige Konzepte und L\u00f6sungen zu entwickeln, die wirklich Bestand haben.<\/p>\n<p>Wie sieht Ihr Arbeitsalltag in drei Schlagworten aus?<\/p>\n<p>Erkennen \u00b7 Planen \u00b7 Handeln (abgeleitet vom klassischen Sense-Plan-Act-Paradigma der Kognitiven Robotik)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eRobotik hat echtes, langfristige Zukunftspotenzial.\u201c Davon ist Professor Jens Lambrecht \u00fcberzeugt. 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