{"id":101506,"date":"2025-05-11T06:53:15","date_gmt":"2025-05-11T06:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/101506\/"},"modified":"2025-05-11T06:53:15","modified_gmt":"2025-05-11T06:53:15","slug":"usa-und-iran-setzen-atomverhandlungen-fort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/101506\/","title":{"rendered":"USA und Iran setzen Atomverhandlungen fort"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.05.2025 05:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Teheran und Washington verhandeln kurz vor der Nahost-Reise von US-Pr\u00e4sident Trump erneut \u00fcber Irans Atomprogramm. Das Zeitfenster f\u00fcr einen Kompromiss wird enger.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Verhandlungen zwischen Washington und Teheran \u00fcber das umstrittene Atomprogramm des Iran gehen weiter. Zur vierten Gespr\u00e4chsrunde werden heute in der omanischen Hauptstadt Maskat wieder der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der iranische Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi erwartet. Der Golfstaat Oman vermittelt dabei zwischen den beiden Staaten, die sich in den vergangenen Jahren gegenseitig immer wieder auch milit\u00e4risch gedroht haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie urspr\u00fcnglich f\u00fcr den 4. Mai in Rom angesetzte Runde der Atomgespr\u00e4che war zuvor aus &#8222;logistischen Gr\u00fcnden&#8220; verschoben worden. Expertinnen und Experten machten hingegen Differenzen und erste Schwierigkeiten bei den Verhandlungspositionen f\u00fcr die Verschiebung verantwortlich.\u00a0Der neue Termin liegt nun kurz vor der Nahost-Reise von US-Pr\u00e4sident Donald Trump. Der 78-J\u00e4hrige will von Dienstag bis Donnerstag nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen.<\/p>\n<p>    Seit Jahren Streit um iranisches Atomprogramm<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Mittelpunkt des Streits \u00fcber das iranische Atomprogramm steht die Frage der Nutzung: W\u00e4hrend Teheran betont, ausschlie\u00dflich zivile Zwecke zu verfolgen, bef\u00fcrchten Regierungen im Westen den Bau einer Atombombe. Iranische Politiker und Offiziere heizten die Debatte zuletzt mit Forderungen nach Atomwaffen zur milit\u00e4rischen Abschreckung an. US-Pr\u00e4sident Trump drohte dem Iran mit massivem Bombardement, sollte es keinen Deal geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n2015 hatte der Iran im Wiener Atomabkommen nach langen Verhandlungen mit China, Russland, den USA, Frankreich, Deutschland und Gro\u00dfbritannien vereinbart, sein Nuklearprogramm einzuschr\u00e4nken. Trump stieg jedoch 2018 einseitig aus dem Pakt aus und verh\u00e4ngte neue, harte Sanktionen. Daraufhin hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens. Nun will der US-Pr\u00e4sident einen neuen Deal.<\/p>\n<p>    USA betonen ihre Maximalforderung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWitkoff geht mit einer Maximalforderung in die n\u00e4chste Verhandlungsrunde, wie er in einem Interview mit dem rechtsextremen Onlineportal Breitbart erkl\u00e4rte. Eine zentrale Bedingung der USA ist demzufolge, dass der Iran sein Anreicherungsprogramm vollst\u00e4ndig aufgibt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir sind der Meinung, dass sie keine Urananreicherung betreiben d\u00fcrfen, keine Zentrifugen besitzen d\u00fcrfen und nichts haben d\u00fcrfen, was ihnen den Bau einer Waffe erm\u00f6glicht&#8220;, erkl\u00e4rte der Sonderbeauftragte. Das bedeute eine vollst\u00e4ndige Demontage.<\/p>\n<p>    Iran hofft bei Einigung auf wirtschaftlichen Aufschwung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDerzeit reichert der Iran Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent an &#8211; f\u00fcr Atomwaffen sind nach Expertenangaben \u00fcber 90 Prozent erforderlich. Im Wiener Atomabkommen war dem Land ein maximaler Anreicherungsgrad von 3,67 Prozent sowie ein Vorrat von bis zu 300 Kilogramm Uran gestattet worden. Insiderinnen und Insider halten es f\u00fcr unwahrscheinlich, dass Teheran auf die US-Forderung eingeht und k\u00fcnftig etwa Brennst\u00e4be f\u00fcr sein ziviles Atomprogramm importiert. Das Nuklearprogramm gilt in der Islamischen Republik l\u00e4ngst als Symbol des nationalen Stolzes.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie iranische F\u00fchrung verkn\u00fcpft die Aussicht auf einen neuen Deal einerseits mit einer Entsch\u00e4rfung der milit\u00e4rischen Spannungen in der Region, andererseits mit der Aufhebung von Sanktionen. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Isolation in den vergangenen Jahren hat Teheran seine Beziehungen zu China und Russland durch strategische Partnerschaften deutlich ausgebaut. Vom internationalen Zahlungsverkehr weitgehend abgeschnitten, erzielt die iranische Regierung ihre Haupteinnahmen weiterhin \u00fcber den \u00d6lverkauf &#8211; mit China als wichtigstem Abnehmer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.05.2025 05:13 Uhr Teheran und Washington verhandeln kurz vor der Nahost-Reise von US-Pr\u00e4sident Trump erneut \u00fcber Irans&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":101507,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,40369,3364,29,30,13,345,14,15,12,64],"class_list":{"0":"post-101506","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-atomverhandlungen","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-iran","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114487886093880036","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101506"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101506\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=101506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=101506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}