{"id":1015167,"date":"2026-05-13T05:16:29","date_gmt":"2026-05-13T05:16:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1015167\/"},"modified":"2026-05-13T05:16:29","modified_gmt":"2026-05-13T05:16:29","slug":"als-ich-den-preis-fuer-den-aperol-spritz-hoere-falle-ich-beinahe-von-der-bierbank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1015167\/","title":{"rendered":"Als ich den Preis f\u00fcr den Aperol Spritz h\u00f6re, falle ich beinahe von der Bierbank"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wohl kein Getr\u00e4nk vermittelt uns Deutschen das italienische \u201eDolce Vita\u201c mehr als der Aperol Spritz. Dieser herrlich knallorangene Gaumenkitzler, der wie ein Feuerwerk aus den s\u00fc\u00dfen Fr\u00fcchten der Amalfik\u00fcste und dem Prickeln venezianischer Schaumweine schmeckt.<\/p>\n<p>Aperol Spritz in der Gastronomie: Bei diesem Preis falle ich fast von der Bierbank<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Sommer, Sonne, Aperol? Das Mixgetr\u00e4nk aus Prosecco oder Wei\u00dfwein und Mineralwasser und dem gleichnamigen norditalienischen Lik\u00f6r ist l\u00e4ngst ein ganzj\u00e4hriger Klassiker. Auf den Weihnachts- und Christkindlm\u00e4rkten gibt es den Spritz mittlerweile als w\u00e4rmend hei\u00dfe Variante. Und auf dem Stuttgarter Fr\u00fchlingsfest servierten sie den Aperol zuletzt als erfrischende Alternative zum \u00fcberaus herben, bernsteinfarbenen Festbier.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Aber musste diese Erfahrung auf dem Cannstatter Wasen gleich so teuer ausfallen? Denn: Als mir der Kellner den Preis f\u00fcr den halben Liter Aperol Spritz nannte, fiel ich schier von der Bierbank. 14,40 Euro wollte der hemds\u00e4rmelige Gastronom von mir. Als ich ihn ungl\u00e4ubig ansah, bekr\u00e4ftigte der wuchtige Kellner mit sehr viel Nachdruck in der Stimme, was bestellt sei, m\u00fcsse hier auch abgenommen werden.<\/p>\n<p>Zutaten f\u00fcr Aperol Spritz sind gar nicht so teuer<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">So zahlte ich den Aperol wenig begeistert und mit grummeliger Stimme. Samt Trinkgeld waren es 15 Euro. Und beim ersten Schluck stellte ich fest: Beim Mineralwasser hatten sie nicht gespart, beim Rest umso mehr. Dabei sind die Grundzutaten f\u00fcr einen Aperol Spritz laut eines Berichts gar nicht so teuer. So schrieb die \u201eWirtschaftsWoche\u201c (WiWo) k\u00fcrzlich von einem geringen Wareneinsatz.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Aperol, Prosecco, Mineralwasser und eine Orangenscheibe w\u00fcrden sich pro Glas im Einkauf auf etwa 1,40 Euro summieren, hei\u00dft es in der Analyse des Fachmagazins. Tolerant eingesch\u00e4tzt: Ein halber Liter d\u00fcrfte etwas mehr kosten. Dennoch: Wenn man selbst die im Bierzelt wohl \u00fcberschaubaren Personalkosten pro Glas hinzurechnet, f\u00fchlen sich 14,40 Euro f\u00fcr mich wie reiner Gastro-Wucher an.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p>Cannstatter Wasen: Diskussion \u00fcber teure Preise in Stuttgart<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Brisant: Schon seit Monaten gibt es in Stuttgart und \u00fcber den Schwabenkessel hinaus teils hitzige Diskussionen \u00fcber die Preise an Fahrgesch\u00e4ften, Imbissbuden und in den Bierzelten des Cannstatter Wasen.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wie die \u201eStuttgarter Nachrichten\u201c schreiben, kosten die Feste auf dem Wasen die baden-w\u00fcrttembergische Landeshauptstadt jedoch schlicht zu viel Geld. Hohe Aufwendungen f\u00fcr Sicherheit, \u00d6PNV und Infrastruktur seien als Beispiele genannt. Ein Grund f\u00fcr den Aperol-Wucher k\u00f6nnte somit sein, dass die Festwirte seit diesem Fr\u00fchlingsfest mehr Platzentgelt zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Werden der Aperol Spritz und die Ma\u00df Bier bald noch teurer?<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Laut \u201eSWR\u201c stiegen besagte Platzentgelte in diesem Jahr um satte 36 Prozent. Ordnungsdienst, die Reinigung des Gel\u00e4ndes, der Brandschutz und der Abstransport des M\u00fclls wurden seitens der Stadt demnach als Argumente vorgebracht. In Zeiten hoher Inflation d\u00fcrften auch diese Kosten nicht zur\u00fcckgehen. Und so bin ich gespannt, wann die 20-Euro-Marke geknackt wird &#8211; bei der Ma\u00df Bier und dem halben Liter Aperol Spritz. Nach \u201eDolce Vita\u201c f\u00fchlt sich das jedenfalls nicht mehr an.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wohl kein Getr\u00e4nk vermittelt uns Deutschen das italienische \u201eDolce Vita\u201c mehr als der Aperol Spritz. 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