{"id":1015470,"date":"2026-05-13T08:06:16","date_gmt":"2026-05-13T08:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1015470\/"},"modified":"2026-05-13T08:06:16","modified_gmt":"2026-05-13T08:06:16","slug":"block-prozess-privatdetektiv-widerspricht-kein-entfuehrungsversuch-im-november-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1015470\/","title":{"rendered":"Block-Prozess: Privatdetektiv widerspricht \u2013 Kein Entf\u00fchrungsversuch im November 2022"},"content":{"rendered":"<p>Im Strafprozess um die Entf\u00fchrung der Block\u2011Kinder in der Silvesternacht 2023\/24 wird erneut um die Vorgeschichte gestritten: Ein ehemaliger Privatdetektiv sagt aus, ein Jahr zuvor habe es keinen Entf\u00fchrungsversuch gegeben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im Prozess um die Entf\u00fchrung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023\/24 hat ein Privatdetektiv zu der Frage ausgesagt, ob es bereits ein Jahr zuvor einen Tatversuch gab. \u201eNein\u201c, sagte der 46 Jahre alte Zeuge aus Th\u00fcringen im Landgericht Hamburg. Er sei als Teil eines Teams im November 2022 lediglich mit einer Observation am Wohnort des Ex-Mannes in D\u00e4nemark beauftragt worden.<\/p>\n<p>In dem aktuellen Prozess ist die Hamburger Unternehmerin Christina Block eine von sieben Angeklagten. F\u00fcr die Entf\u00fchrung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023\/24 soll laut Staatsanwaltschaft eine israelische Sicherheitsfirma verantwortlich sein. Christina Block, die Tochter des Gr\u00fcnders der Steakhaus-Kette \u201eBlock House\u201c, Eugen Block, ist angeklagt, diese R\u00fcckholaktion nach einem jahrelangen Sorgerechtsstreit in Auftrag gegeben zu haben. Das bestreitet die 53-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Zeuge: Block wollte mit den Kindern allein sprechen<\/p>\n<p>Bei dem Auftrag im November 2022 von Familie Block sei es darum gegangen, den Tagesablauf der Kinder in D\u00e4nemark zu kennen, damit die Mutter Christina Block eine Gelegenheit finden k\u00f6nne, allein mit ihren Kindern zu sprechen, erkl\u00e4rte der Privatermittler. Die Hoffnung sei gewesen, dass die Kinder sich dann vielleicht selbst entschieden h\u00e4tten mitzukommen.<\/p>\n<p>Der Zeuge berichtete, er sei selbstst\u00e4ndig t\u00e4tig, aber von einer an der Aktion beteiligten Sicherheitsfirma engagiert worden. Er sollte 1.000 Euro pro Tag bekommen. Auch Teile der Familie Block seien in der N\u00e4he gewesen. Auf die Frage, ob er denn mal selbst mit Frau Block gesprochen habe, antwortete der Zeuge, daf\u00fcr seien Mitarbeiter auf h\u00f6herer Ebene zust\u00e4ndig gewesen: \u201eEs ist ja nicht \u00fcblich, dass ich als kleiner Detektiv mit einer Million\u00e4rin rede.\u201c<\/p>\n<p>Klappmesser im Handschuhfach<\/p>\n<p>Doch der Ex-Mann, der die Kinder im Sommer 2021 nach einem Wochenendbesuch nicht wie vereinbart zur\u00fcck nach Hamburg gebracht hatte, habe Verdacht gesch\u00f6pft. Bereits eine Stunde nach Beginn des Einsatzes sei die Polizei da gewesen. Der Privatdetektiv kam f\u00fcr einen Tag in Haft, wie der Mann berichtete. \u201eDa war ich im Ausnahmezustand.\u201c<\/p>\n<p>Zu der Frage, warum er bei der Observation denn laut Akte einen Dolch dabeigehabt haben soll, antwortete der Zeuge kopfsch\u00fcttelnd: \u201eDas ist ein Klappmesser.\u201c Es sei im Handschuhfach gewesen, um ein Baguette aufzuschneiden.<\/p>\n<p>Gab es schon 2022 einen Entf\u00fchrungsversuch?<\/p>\n<p>Aus Sicht der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass die Kinder schon am 9. November 2022 entf\u00fchrt werden sollten. Der Tatplan k\u00f6nnte laut Ermittlern vorgesehen haben, die Kinder morgens auf dem Schulweg in S\u00fcdd\u00e4nemark abzupassen, deren Begleitung abzulenken und der Mutter zu erm\u00f6glichen, mit den Kindern im Auto davonzufahren. Zur Vollendung der Tat sei es aber nicht gekommen, weil der Vater der Kinder verd\u00e4chtige Personen an seinem Haus bemerkte und die Polizei rief. <\/p>\n<p>Die d\u00e4nische Polizei ermittelte den Angaben zufolge gegen Christina Block und weitere Personen, stellte das Verfahren jedoch ein. Die Hamburger Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen in dieser Sache daraufhin aufgrund eines sogenannten Verfolgungshindernisses ein. Es d\u00fcrfe nicht zweimal wegen derselben Tat ermittelt werden, erkl\u00e4rte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.<\/p>\n<p>Die d\u00e4nische Polizei sei aber nicht gegen zwei M\u00e4nner aktiv geworden, gegen die die Staatsanwaltschaft nun seit Fr\u00fchjahr 2025 ermittelt. Der fr\u00fchere Pr\u00e4sident des Bundesnachrichtendienstes, August Hanning, und ein pensionierter Beamter des Landeskriminalamts (LKA) Hamburg st\u00fcnden im Verdacht, als Verantwortliche einer Sicherheitsfirma 2022 einen Auftrag von Christina Block zur Kindesentziehung angenommen zu haben, hatte die Beh\u00f6rde im Herbst 2025 mitgeteilt.<\/p>\n<p>Die beiden Beschuldigten geh\u00f6ren nicht zu den Angeklagten im aktuellen Prozess. Ein Anwalt von Hanning hatte die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcckgewiesen. F\u00fcr alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauerten an, sagte eine Sprecherin.<\/p>\n<p>Antrag auf Befreiung der Anwesenheitspflicht<\/p>\n<p>Der Prozess wird am 20. Mai fortgesetzt. Das Landgericht hatte im Oktober 2025 die Antr\u00e4ge dreier Angeklagter, denen Beihilfe vorgeworfen wird, auf Abtrennung des Verfahrens abgelehnt. Nun beantragten die Verteidiger ihre drei Mandanten von der Anwesenheitspflicht w\u00e4hrend des Prozesses zu befreien. Die Belastung in diesem langen Verfahren sei massiv und stehe in keinem Verh\u00e4ltnis zu dem, was den Angeklagten eigentlich vorgeworfen werde. Eine Entscheidung des Gerichtes steht noch aus.<\/p>\n<p>dfe, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Strafprozess um die Entf\u00fchrung der Block\u2011Kinder in der Silvesternacht 2023\/24 wird erneut um die Vorgeschichte gestritten: Ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1015471,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[39334,7038,77899,1160,29,10792,6149,30,692,45],"class_list":{"0":"post-1015470","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-block","9":"tag-block-house","10":"tag-christina-tochter","11":"tag-daenemark","12":"tag-deutschland","13":"tag-eugen","14":"tag-fengler-denis","15":"tag-germany","16":"tag-hamburg","17":"tag-texttospeech"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116566241600918881","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1015470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1015470"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1015470\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1015471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1015470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1015470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1015470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}