{"id":1015900,"date":"2026-05-13T12:13:18","date_gmt":"2026-05-13T12:13:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1015900\/"},"modified":"2026-05-13T12:13:18","modified_gmt":"2026-05-13T12:13:18","slug":"drei-jahre-notpflegeangebot-finanzierung-ab-2027-unklar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1015900\/","title":{"rendered":"Drei Jahre Notpflegeangebot: Finanzierung ab 2027 unklar"},"content":{"rendered":"<p>Duschen, Wundversorgung, Ungezieferbehandlung: F\u00fcr viele Menschen ist das Notpflegeangebot am Hamburger Hauptbahnhof ein wichtiger Zufluchtsort. Doch die Zukunft des Projekts ist ungewiss.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Zukunft des Notpflegeangebots der Bahnhofsmission Hamburg ist wegen noch fehlender Zusagen zur Finanzierung f\u00fcr 2027 noch ungewis. \u00abF\u00fcr Menschen, die im Regelsystem keinen Zugang haben, ist es die einzige M\u00f6glichkeit, \u00fcberhaupt pflegerische Hilfe zu bekommen: ohne Termin, ohne Krankenkassenkarte und direkt am Hauptbahnhof\u00bb, sagte die Vorsitzende der Pflegemission am Hamburger Hauptbahnhof, Ramona Buchholz.<\/p>\n<p>Mehrere Tausend Mal geholfen<\/p>\n<p>Buchholz untermauerte die Bedeutung des Angebots: In der dreij\u00e4hrigen Testphase versorgten die Helfer fast 2.500 Mal Wunden. Mehr als 500 Menschen wurden wegen Ungeziefer behandelt und fast 1.300 Mal konnten sie eine Dusche nehmen. Projekttr\u00e4ger sind die Hoffnungsorte Hamburg gemeinsam mit den Johannitern und Maltesern.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Finanzierung ab 2027 seien die Projekttr\u00e4ger mit der Sozialbeh\u00f6rde im Gespr\u00e4ch und zeigten sich optimistisch. Eine Vollfinanzierung verspreche man sich aber nicht: \u00abWir gehen davon aus, dass es auch weiterhin gesellschaftliches Engagement braucht\u00bb, sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Hoffnungsorte Hamburg, Axel Mangat.<\/p>\n<p>Notpflegeunterkunft schlie\u00dft L\u00fccke im Versorgungssystem<\/p>\n<p>Das Team bestehe ausschlie\u00dflich aus Pflegefachpersonal. Das schlie\u00dfe eine zentrale Versorgungsl\u00fccke im Hamburger Hilfesystem, \u00abweil pflegerische Fachkompetenz in niedrigschwelligen Einrichtungen oft fehlt\u00bb, so die Tr\u00e4ger auf Instagram. In der Folge w\u00fcrden schwerwiegendere Krankheitsverl\u00e4ufe verhindert und andere Teile des Hilfesystems entlastet, erkl\u00e4rte Buchholz.<\/p>\n<p>Dank geringer Dokumentationspflichten bleibe mehr Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Patienten: \u00abOhne Termin, mit viel Zeit, so weit wie m\u00f6glich barrierearm\u00bb. Mehr als 5.000 Kontakte zu mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten wurden in den letzten drei Jahren gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Bessere Unterbringung f\u00fcr Pflege von Wohnungslosen gefordert<\/p>\n<p>\u00abIch bin froh, dass ich alle zwei, drei Tage herkommen darf, mir einen neuen Verband neu machen lassen\u00bb, erz\u00e4hlte ein Patient der Notunterkunft auf Instagram. In Krankenh\u00e4usern w\u00fcrde er aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden abgewiesen. Auch Hausverbote in anderen Einrichtungen \u00abaufgrund von Wundgeruch\u00bb k\u00e4men vor, berichtete Mangat. Um die Pflege von Wohnungslosen zu sichern, brauche es langfristig rund um den Hauptbahnhof generell verbesserte, pflegerisch unterst\u00fctzte Unterbringungsm\u00f6glichkeiten, betonte er.<\/p>\n<p>dpa-infocom GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Duschen, Wundversorgung, Ungezieferbehandlung: F\u00fcr viele Menschen ist das Notpflegeangebot am Hamburger Hauptbahnhof ein wichtiger Zufluchtsort. 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