{"id":1016080,"date":"2026-05-13T13:51:15","date_gmt":"2026-05-13T13:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1016080\/"},"modified":"2026-05-13T13:51:15","modified_gmt":"2026-05-13T13:51:15","slug":"iea-warnt-oelreserven-schrumpfen-in-rekordtempo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1016080\/","title":{"rendered":"IEA warnt: \u00d6lreserven schrumpfen in Rekordtempo"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die \u00d6l- und Spritpreise besch\u00e4ftigen weiter die Menschen in aller Welt. Der Roh\u00f6lpreis, der in der vergangenen Woche aufgrund der Beruhigung im Nahen Osten zeitweise auf weniger als 100 Dollar je Barrel (Fass zu 159 Liter) der Nordseesorte Brent gefallen war, ist mittlerweile wieder deutlich gestiegen. Am Mittwoch bewegte er sich um die 107 Dollar herum.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Auch die Benzinpreise in Deutschland waren zuletzt zur\u00fcckgegangen und im Tagesdurchschnitt unter zwei Euro je Liter gefallen. Es ist aber unklar, ob das nach der Wende f\u00fcr <a data-rtr-index=\"13\" title=\"Roh\u00f6l\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/rohoel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Roh\u00f6l<\/a> so bleibt. Auf Wochensicht sank der Preis f\u00fcr einen Liter Super E10 um 5,2 Cent auf 1,973 Euro, der f\u00fcr einen Liter Diesel um 11,2 Cent auf 1,983 Euro. Das berichtet der Autoklub ADAC in seiner w\u00f6chentlichen Auswertung der Spritpreise f\u00fcr mehr 14.000 Tankstellen.<\/p>\n<p>Regionale Unterschiede beim Spritpreis<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Erw\u00e4hnt werden deutliche regionale Unterschiede. Die h\u00f6chsten Spritpreise h\u00e4tten demnach zuletzt Hamburg und Schleswig-Holstein gehabt. Mit Abstand am g\u00fcnstigsten tankten Autofahrer im Saarland.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">In europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern ist der Sprit nach Zahlen des Autoclubs von Deutschland oftmals g\u00fcnstiger als hierzulande: F\u00fcr Diesel liege Deutschland in Europa jetzt auf Platz acht der teuersten Tankl\u00e4nder, f\u00fcr Super E10 auf Platz sechs. Polen, die Tschechische Republik und Luxemburg sind immer noch billiger; Frankreich ist mittlerweile teurer als Deutschland.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Inwieweit der Tankrabatt in Deutschland damit an die Autofahrer weitergegeben wurde, ist umstritten. Je nach dem gew\u00e4hlten Zeitraum kommen Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen. W\u00e4hrend etwa das Ifo-Institut in M\u00fcnchen und der ADAC eine unvollst\u00e4ndige Weitergabe beklagen, kommen das RWI-Institut in Essen und die Monopolkommission zu dem Ergebnis, das sei eigentlich ganz gut gelaufen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Dem Mineral\u00f6lkonzern Shell ist es unterdessen passiert, dass er einmal versehentlich mittags niedrigere Dieselpreise ins System eingetippt hatte als beabsichtigt, und diese dann aufgrund der neuen Regeln erst um zw\u00f6lf Uhr am n\u00e4chsten Tag hochsetzen konnte. Zwischenzeitlich konnten Autofahrer deshalb unbeabsichtigt g\u00fcnstig tanken. Seit dem 1. April d\u00fcrfen die Tankstellen in Deutschland nur noch einmal am Tag, n\u00e4mlich um zw\u00f6lf Uhr, die Preise anheben. Senken d\u00fcrfen sie diese jederzeit.<\/p>\n<p>\u00d6lreserven schrumpfen im Rekordtempo<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Das globale \u00d6langebot wiederum leidet offenbar nicht nur unter den Transport-Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Stra\u00dfe von Hormus. Auch die F\u00f6rderung ist von M\u00e4rz auf April r\u00fcckl\u00e4ufig gewesen. Das geht aus dem \u00d6lmarktbericht der Internationalen Energieagentur f\u00fcr Mai hervor, den die Energiefachleute an diesem Mittwoch ver\u00f6ffentlicht haben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die Lieferstr\u00f6me f\u00fcr Roh\u00f6l, Erdgas und Kraftstoffe aus den F\u00f6rdergebieten am Persischen Golf sind weitgehend unterbrochen. \u201eAngesichts lokaler Versorgungsengp\u00e4sse arbeiten Regierungen und Unternehmen daran, den \u00d6lverbrauch einzud\u00e4mmen und so die Krise unter Kontrolle zu bringen\u201c, hei\u00dft es in dem Bericht weiter. Dies erfolge durch Sparma\u00dfnahmen, Preiskontrollen oder auch Rationierungen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Eine Folge des Irankriegs sei zudem, dass die globalen Lagerbest\u00e4nde an Roh\u00f6l im Rekordtempo sinken. \u201eDie weltweit erfassten \u00d6lvorr\u00e4te gingen im M\u00e4rz um 85 Millionen Barrel zur\u00fcck, wobei die Best\u00e4nde au\u00dferhalb der Golfregion um 205 Millionen Barrel abnahmen, da die Lieferungen durch die Stra\u00dfe von Hormus unterbrochen wurden\u201c, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Und weiter schreiben die IEA-\u00d6konomen: \u201eGleichzeitig stiegen die schwimmenden Lagerbest\u00e4nde an Roh\u00f6l und \u00d6lprodukten im Nahen Osten um 100 Millionen Barrel und die Onshore-Roh\u00f6lvorr\u00e4te in der Region um 20 Millionen Barrel, da nach der faktischen Sperrung der Meerenge nur begrenzte Abflussm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung standen.\u201c China habe seine Tanks mit 40 Millionen Barrel Roh\u00f6l aufgef\u00fcllt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die <a data-rtr-index=\"21\" title=\"Internationale Energieagentur\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/iea\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">IEA<\/a> geht davon aus, dass diese Entwicklung noch \u00fcber Monate andauern d\u00fcrfte. Mit der Freigabe von Notfallreserven durch L\u00e4nder wie die Vereinigten Staaten, Japan oder Deutschland verringerten sich die erfassten \u00d6llagerbest\u00e4nde in den Monaten M\u00e4rz und April um rund vier Millionen Barrel je Tag. Der \u00d6lmarkt werde bis Oktober \u201emassiv unterversorgt\u201c bleiben. Diese gelte auch, wenn der Konflikt schon im kommenden Monat ein Ende finden sollte.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die IEA rechnet wegen der Folgen des Irankriegs indes auch mit einem st\u00e4rkeren R\u00fcckgang der globalen \u00d6lnachfrage. Durch den hohen Preis werde die globale Nachfrage nach Roh\u00f6l\u00a0 in diesem Jahr voraussichtlich um durchschnittlich 420.000 auf etwa 104 Millionen Barrel je Tag sinken.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Schon im Vormonat M\u00e4rz hatte die IEA einen R\u00fcckgang der Nachfrage prognostiziert, aber nur um 80.000 Barrel je Tag. Zu Beginn des Jahres waren ihre Mitarbeiter noch davon ausgegangen, dass die Nachfrage um t\u00e4glich 770.000 Barrel wachsen werde. Die IEA spricht in ihrem aktuellen Bericht von einer \u201esich versch\u00e4rfenden Zerst\u00f6rung der Nachfrage\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">\u201eAm Bericht der IEA hat mich etwas \u00fcberrascht, dass die Prognose zur \u00d6lnachfrage 2026 abermals deutlich revidiert wurde\u201c, kommentierte Frank Schallenberger, \u00d6lfachmann der Landesbank Baden-W\u00fcrttemberg. Das Ausma\u00df sei m\u00f6glicherweise etwas zu pessimistisch.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Er halte es durchaus f\u00fcr m\u00f6glich, dass die Stra\u00dfe von Hormus im laufenden Quartal wieder befahrbar sein werde. \u201e Das mittlerweile aufgestaute \u00d6l, rund 700 bis 900 Millionen Barrel an \u00d6l und \u00d6lprodukten, d\u00fcrfte dann recht schnell an die M\u00e4rkte kommen\u201c, sagte Schallenberger: \u201eDaher rechne ich damit, dass der \u00d6lmarkt nicht erst im vierten, sondern schon im dritten Quartal dieses Jahres wieder einen \u00dcberschuss aufweisen wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u00d6l- und Spritpreise besch\u00e4ftigen weiter die Menschen in aller Welt. 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