{"id":1016138,"date":"2026-05-13T14:22:35","date_gmt":"2026-05-13T14:22:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1016138\/"},"modified":"2026-05-13T14:22:35","modified_gmt":"2026-05-13T14:22:35","slug":"robert-fico-zerlegt-eu-gaspolitik-wir-sind-solche-idioten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1016138\/","title":{"rendered":"Robert Fico zerlegt EU-Gaspolitik: \u201eWir sind solche Idioten\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              W\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Union (EU) betont, sich von russischen Energielieferungen zu entkoppeln, steigen in einigen Mitgliedstaaten weiterhin die Importe. Zugleich zeichnet sich nach Ansicht von Kritikern eine neue Abh\u00e4ngigkeit ab \u2013 nicht mehr von Moskau, sondern von Washington.<\/p>\n<p>In einer Rede in Bratislava kritisierte der slowakische Ministerpr\u00e4sident Robert Fico das Vorhaben der EU, Energieimporte aus Russland bis 2027 vollst\u00e4ndig einzustellen. \u201eWir sind solche Idioten\u201c, sagte er und verwies auf aus seiner Sicht bestehende Widerspr\u00fcche in der europ\u00e4ischen Energiepolitik. Die Slowakei habe deshalb Beschwerde gegen die Entscheidung der EU-Kommission eingelegt.\n            <\/p>\n<p>            Tauscht die EU Moskau gegen Washington?<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die EU stellt diesen Schritt als notwendig f\u00fcr die europ\u00e4ische Energieunabh\u00e4ngigkeit dar. Laut Fico entsteht dadurch jedoch lediglich eine neue und teurere Abh\u00e4ngigkeit von den Vereinigten Staaten. Bei einem Treffen vergangene Woche h\u00e4tten US-Vertreter \u201egro\u00dfes Interesse\u201c daran gezeigt, die gesamte Transitinfrastruktur in der Slowakei zu erwerben.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eDie Russen werden Gas und \u00d6l zu Standardpreisen an die Amerikaner liefern, und die Amerikaner werden es uns mit einem hohen amerikanischen Aufschlag weiterverkaufen\u201c, sagte Fico. Damit sei er \u201e\u00fcberhaupt nicht einverstanden\u201c. Stattdessen pl\u00e4diere er f\u00fcr eine st\u00e4rkere Diversifizierung der Energiequellen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Erm\u00f6glicht wird diese Entwicklung derzeit unter anderem durch eine Ausnahmeregelung bei der Verarbeitung von Roh\u00f6l. Russisches Roh\u00f6l wird in Drittstaaten wie Indien oder der T\u00fcrkei verarbeitet. Durch die chemische Umwandlung verliert es juristisch seinen Status als russisches Produkt und kann trotz Sanktionen legal \u2013 jedoch zu h\u00f6heren Preisen \u2013 auf westliche M\u00e4rkte gelangen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die USA sind bereits auf dem Weg, noch in diesem Jahr Europas gr\u00f6\u00dfter Gaslieferant zu werden. Das geht aus einem am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Bericht des Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) hervor. Demnach k\u00f6nnten europ\u00e4ische Staaten bis 2028 rund 80 Prozent ihrer Fl\u00fcssiggasimporte (LNG) aus den USA beziehen. Im vergangenen Jahr stammten bereits 58 Prozent der LNG-Importe der EU aus den Vereinigten Staaten.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Fico kritisierte zudem, dass russisches \u00d6l und Gas trotz Sanktionen und geplantem Ausstieg in einigen westeurop\u00e4ischen Staaten weiterhin toleriert w\u00fcrden, w\u00e4hrend osteurop\u00e4ische L\u00e4nder daf\u00fcr unter Druck gerieten. \u201eWir d\u00fcrfen nicht, aber Frankreich kann \u00d6l und Gas aus Russland kaufen\u201c, sagte der slowakische Regierungschef.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Von Januar bis M\u00e4rz 2026 importierte die EU deutlich mehr russisches Fl\u00fcssigerdgas als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg lag bei 16 Prozent.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Abschlie\u00dfend \u00e4u\u00dferte sich Fico auch zum Krieg in der Ukraine: \u201eIch wei\u00df derzeit nicht, ob wir in der Lage sein werden, den Krieg in der Ukraine zu beenden\u201c, sagte er. Aufgrund der unterschiedlichen Positionen beider Seiten sei eine L\u00f6sung in naher Zukunft \u201esehr kompliziert\u201c.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Union (EU) betont, sich von russischen Energielieferungen zu entkoppeln, steigen in einigen Mitgliedstaaten weiterhin die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1016139,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-1016138","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116567720151621046","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1016138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1016138"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1016138\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1016139"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1016138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1016138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1016138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}