{"id":1016888,"date":"2026-05-13T21:18:21","date_gmt":"2026-05-13T21:18:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1016888\/"},"modified":"2026-05-13T21:18:21","modified_gmt":"2026-05-13T21:18:21","slug":"zentrum-fuer-operative-robotik-in-dresden-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1016888\/","title":{"rendered":"Zentrum f\u00fcr operative Robotik in Dresden geplant"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20200717_114424.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197547\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20200717_114424.webp\" alt=\"Bei einer Roboter-OP mit einem &quot;Da Vinci&quot; (links) sitzt der Chirurg die meiste Zeit an einem Bildschirm-Terminal (rechts). Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Bei einer Roboter-OP mit einem \u201eDa Vinci\u201c (links) sitzt der Chirurg die meiste Zeit an einem Bildschirm-Terminal (rechts). Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Wegen guter Erfahrungen in Urologie wollen Chirurgen die Roboter in noch mehr medizinischen Szenarien einsetzen<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 13.05.26. Angesichts guter Erfahrungen mit OP-Robotern will das Uniklinikum Dresden (UKD) im Laufe dieses Jahres ein neues \u201eZentrum f\u00fcr operative Robotik\u201c einrichten. <a href=\"https:\/\/www.uniklinikum-dresden.de\/de\/presse\/aktuelle-medien-informationen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das hat das UKD angek\u00fcndigt<\/a>.<\/p>\n<p>Vorstand: OP-Roboter bestimmen Zukunft der Medizin mit<\/p>\n<p>\u201eDie Medizin der Zukunft ist ma\u00dfgeblich bestimmt vom Einfluss der Digitalisierung und von operativer Robotik\u201c, betont UKD-Medizinvorstand Prof. Uwe Platzbecker. \u201eDurch Etablierung eines Zentrums f\u00fcr operative Robotik werden wir dem gerecht und erreichen eine noch intensivere Verschmelzung von Klinik und Wissenschaft. Davon profitieren unsere Patientinnen und Patienten.\u201c<\/p>\n<p>KI, augmentierte Realit\u00e4t und Schl\u00fcsselloch-OPs<\/p>\n<p>Das neue Zentrum soll neue wissenschaftlich-technische Ans\u00e4tze in der Roboterchirurgie entwickeln und weitere Fach\u00e4rzte auf den Einsatz von OP-Robotern vorbereiten. Einflie\u00dfen sollen hier mehrere Forschungsstr\u00e4nge. So arbeiten beispielsweise UKD-Experten wie Prof. Marius Distle und Prof. Martin Wagner sowie weitere Wissenschaftlicher am <a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/med\/mf\/useit3\/robotik-chirurgiehttps:\/\/tu-dresden.de\/med\/mf\/useit3\/robotik-chirurgie\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lehrstuhl f\u00fcr minimal-invasive und robotische Chirurgie<\/a> daran, K\u00fcnstliche Intelligenz und Robotik bei komplexen Eingriffen zu kombinieren. Andere widmen sich Operationsmethoden, bei denen die Chirurgen Datenbrillen tragen und per \u201eaugmentierter Realit\u00e4t\u201c (AR) Zusatzinformationen zum physischen Patientenk\u00f6rper eingespiegelt bekommen. Geplant sei nun eine noch intensivere Verschmelzung zwischen den verschiedenen Fachbereichen, die damit arbeiten, sowie der Wissenschaft\u201c, erkl\u00e4rte Sprecherin Annechristin Bon\u00df.<\/p>\n<p>Auch neue Traininigsmethoden f\u00fcr Chirurgen und Fach\u00e4rzte, die Roboter verwenden wollen, werden in dem geplanten Zentrum voraussichtlich eine prominente Rolle spielen. Gedacht ist die Einrichtung zudem als hochtechnologische Ausbildungsakademie f\u00fcr die Chirurgen von morgen, also auch, um Studenten in Roboterchirurgie einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Da Vinci und Hugo erlauben zitterfreie Pr\u00e4zisions-OPs \u2013 sind aber blo\u00dfe Gehilfen des Chirurgen<\/p>\n<p>Hintergrund: UKD-\u00c4rzte verwenden bereits seit zwei Dekaden OP-Roboter \u2013 zun\u00e4chst vor allem den \u201eDa Vinci\u201c, <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2024\/06\/21\/nach-da-vinci-operiert-nun-auch-roboter-hugo-mit\/191328\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">seit Herbst 2023 auch den \u201eHugo\u201c<\/a>. Beide Roboter operieren allerdings nicht autonom, sondern sind zus\u00e4tzliche maschinelle Pr\u00e4zisionsh\u00e4nde f\u00fcr die menschlichen Chirurgen: Die sehen auf Monitoren in Gro\u00dfaufnahme den Tumor, das besch\u00e4digte Organ oder andere K\u00f6rperstellen, die operiert werden m\u00fcssen. Mit einer Art Joysticks und Pedalen steuern sie die Greifarme des Roboters, an denen Skalpelle, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hochfrequenz-Chirurgie#Anwendung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Elektrokauter<\/a> und andere Instrumente aufgesteckt sind. Das System \u00fcbertr\u00e4gt die Bewegungen des Operateurs zitterfrei und mit weit gr\u00f6\u00dferer Genauigkeit, als es die meisten Menschenh\u00e4nde verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Anteil der Roboter-OPs deutlich gestiegen<\/p>\n<p>Bisher setzt das UKD die Roboter vor allem in der Urologie, Gyn\u00e4kologie und Viszeral-, Thorax- und Gef\u00e4\u00dfchirurgie ein. K\u00fcnftig sollen weitere Disziplinen von den Vorteilen dieser OP-Technologie profitieren. Die Urologen beispielsweise haben sehr gute Erfahrungen mit Da Vinci und Hugo gemacht. Daher nimmt der Anteil robotisch-assistierter Eingriffe stetig zu. \u201eAm h\u00e4ufigsten erfolgt der Einsatz des Operationsroboters im Rahmen der Nierenteilresektion und der radikalen Prostatektomie\u201c, berichtet das UKD. \u201eIn den letzten zehn Jahren ist hier der Einsatz des Operationsroboters von 30 auf \u00fcber 95 Prozent gestiegen.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>\u201eHeutzutage ist in einer auf rekonstruktive und onkologische Operationen ausgerichteten Urologie der Operationsroboter nicht wegzudenken.\u201c<br \/><\/strong>Urologie-Klinikdirektor Prof. Christian Thomas<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Ein Grund daf\u00fcr: Die Patienten erholen sich von den Schl\u00fcsselloch-OPs der Roboter weit schneller als nach klassischen offenen Eingriffen. \u201eHeutzutage ist in einer auf rekonstruktive und onkologische Operationen ausgerichteten Urologie der Operationsroboter nicht wegzudenken\u201c, betont Urologie-Klinikdirektor Prof. Christian Thomas.<\/p>\n<p>Autor: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/heiko-weckbrodt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Weckbrodt<\/a><\/p>\n<p>Quellen: UKD, Oiger-Archiv, Wikipedia<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"284\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Oiger-001.jpg\" alt=\"Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt\" class=\"wp-image-80160\" style=\"width:130px;height:auto\"  \/><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-e7a7d44989b57757e168b6fff7193e32\" style=\"color:#185c84\"><strong>Ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Oiger.de!<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-918b69199ff2c1183b359612d6a15f37\" style=\"color:#154966\"><strong>Ohne hinreichende Finanzierung ist unabh\u00e4ngiger Journalismus nach professionellen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht dauerhaft m\u00f6glich. 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