{"id":1017056,"date":"2026-05-13T22:52:14","date_gmt":"2026-05-13T22:52:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1017056\/"},"modified":"2026-05-13T22:52:14","modified_gmt":"2026-05-13T22:52:14","slug":"stuttgarter-technologiekonzern-was-bosch-mit-seinen-systemen-beim-automatisierten-fahren-erreichen-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1017056\/","title":{"rendered":"Stuttgarter Technologiekonzern: Was Bosch mit seinen Systemen beim automatisierten Fahren erreichen will"},"content":{"rendered":"<p>Bosch mischt beim assistierten und automatisierten Fahren vorn mit. In China darf der Konzern seine Level-3-L\u00f6sung seit M\u00e4rz testen. Wie relevant ist das Feld f\u00fcr das Unternehmen?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Bosch\" title=\"Bosch\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bosch<\/a> kann <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.auto-china-2026-wie-sich-mercedes-und-porsche-auf-der-wichtigsten-automesse-praesentieren.2057c96e-7332-48d0-a31b-04169c8f24c6.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">auf der Auto China<\/a> keine schnittige Limousine ausstellen. Keine riesigen SUVs, mit denen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.mercedes-benz-und-porsche-von-legendaer-bis-skurril-besonderheiten-auf-der-auto-china-2026.afa35c6f-9a04-4f33-a229-6052b9390037.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Autobauer um Aufmerksamkeit buhlen<\/a>. Trotzdem wird es am Stand des Stuttgarter Konzerns bei der bedeutendsten Automesse der Welt nicht langweilig \u2013 im Gegenteil.<\/p>\n<p>Denn das Technologieunternehmen kann auf dem gr\u00f6\u00dften Automarkt \u00fcberhaupt mit anderen Themen punkten. Mit welchen, die auf einem Messegel\u00e4nde nicht so ansehnlich sind wie etwa neue Modelle bei <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Mercedes-Benz\" title=\"Mercedes-Benz\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mercedes-Benz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Porsche\" title=\"Porsche\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Porsche<\/a> und Co., die aber ebenso bedeutsam sind. Zum Beispiel: teil- und hochautomatisiertes Fahren, also Level 2 und Level 3 \u2013 f\u00fcr Bosch ein wichtiges Gesch\u00e4ftsfeld.<\/p>\n<p>Bosch-Chef Hartung: Automatisierung in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/China\" title=\"China\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a> \u201eganz wichtig\u201c <\/p>\n<p>Im Reich der Mitte sieht <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.smart-work-regel-abgeschafft-bosch-chef-spricht-klartext-darum-wurde-die-homeoffice-vereinbarung-gekuendigt.deb56eff-7897-4c4d-8f34-ea27b7294a3f.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Konzernchef Stefan Hartung<\/a> neben den Antriebstechnologien im elektrifizierten Bereich \u2013 also vollelektrisch, Plug-In-Hybrid und vor allem auch Range Extender \u2013 eben jenen Bereich als einen weiteren Schwerpunkt an. \u201eIn China ist das Thema Automatisierung ganz wichtig, weil die Konsumenten dort das teilautomatisierte Fahren lieben\u201c, sagt Hartung gegen\u00fcber unserer Zeitung.<\/p>\n<p>Auf diesem stark wachsenden Markt z\u00e4hlt der Konzern nach eigenen Angaben beim assistierten und automatisierten Fahren zu den f\u00fchrenden Anbietern. \u201eUnser Ziel ist es, bevorzugter Partner f\u00fcr chinesische und westliche Hersteller zu sein\u201c, wird Markus Heyn, Chef der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Auto\" title=\"Auto\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auto<\/a>-Sparte Mobility, vom Konzern zitiert. Dass dieser zum einen Hardware \u2013 etwa mit Lenkung und Radar \u2013, aber auch Software- und KI-L\u00f6sungen anbieten kann, spielt dem Unternehmen dabei in die Karten. K\u00fcrzlich ist Bosch in China auch ein weiterer Schritt nach vorn gelungen: Er darf inzwischen das automatisierte Fahren auf Level 3 testen.<\/p>\n<p>Was es mit Level 2 auf sich hat <\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst einen Schritt zur\u00fcck: Bei der Stufe darunter, dem Level 2, ist vom teilautomatisierten Fahren die Rede. Ein solches System assistiert, sprich: Es lenkt, bremst und beschleunigt von selbst. Die Verantwortung liegt nach wie vor beim Fahrer, der immer zum Eingreifen bereit sein muss. <\/p>\n<p>Das gilt auch f\u00fcr Level-2++. Das ist eine erweiterte L\u00f6sung, die etwa durch eine Stadt von A nach B navigieren kann. \u201eEs ist in den h\u00f6herwertigen Modellen fast immer eingebaut oder als Option verf\u00fcgbar\u201c, so Hartung mit Blick auf China.<\/p>\n<p>Sein Unternehmen spielt vorn mit. \u201eUnser Level-2++-System wird auch im chinesischen Markt als eines der besten Systeme \u00fcberhaupt angesehen. Wir gewinnen damit unabh\u00e4ngige Vergleichswettbewerbe\u201c, sagt der 60-J\u00e4hrige, laut dem die Level-2-Fahrfunktionen von Bosch bei vielen Partnern in verschiedenen Ausbaustufen implementiert sind. <\/p>\n<p>Bei den angesprochenen Vergleichen meisterte ein Chery Exeed ES mit der Bosch-L\u00f6sung f\u00fcr die Oberklasse unter anderem die Wettbewerbe in den St\u00e4dten Wenzhou und Taizhou \u2013 \u201eohne manuelle Eingriffe und mit der jeweils schnellsten Gesamtzeit\u201c, so ein Konzernsprecher. Das Resultat best\u00e4tige die Sicherheit, die hohe Robustheit und die Praxistauglichkeit des Systems unter realit\u00e4tsnahen Bedingungen.<\/p>\n<p>Wie das Unternehmen mitteilt, hat es f\u00fcr seine Assistenzfunktionen Auftr\u00e4ge in allen relevanten Weltregionen erhalten. In China unterst\u00fctzen sie Fahrer inmitten des wuseligen Verkehrs. Dort f\u00e4hrt man laut Hartung \u201erelativ z\u00fcgig, eher \u2013 w\u00fcrden wir als Deutsche sagen \u2013 einen italienischen Fahrstil, aber grunds\u00e4tzlich immer den Verkehrsregeln folgend\u201c.<\/p>\n<p> Bosch testet Level 3 in China <\/p>\n<p>Diesen sollen auch Fahrzeuge mit Level-3-Systemen folgen. Deren Funktionen fragen Autobauer laut Bosch zunehmend nach, womit sie den Trend hin zu h\u00f6heren Automatisierungsstufen auf dem chinesischen Markt best\u00e4tigen. \u201eDas Thema Level 3 ist im Entwicklungsstadium\u201c, erkl\u00e4rt Hartung und erg\u00e4nzt: \u201eDie Regulierung in China wird dazu voraussichtlich 2027 stehen.\u201c Das Land arbeitet nach Angaben von Bosch daran, die entsprechende Gesetzgebung f\u00fcr Privatfahrzeuge zu finalisieren. Sobald sie steht, sieht Bosch das Thema als \u201esehr relevant\u201c f\u00fcr sich an.<\/p>\n<p>Testen darf der Konzern schon heute. Seit M\u00e4rz besitzt er laut Mitteilung die Lizenz, in der ostchinesischen Stadt Wuxi Level-3-Fahrfunktionen in Fahrzeugen auf die Probe zu stellen. Auch hierbei kommt ein Modell des Fahrzeugbauers Chery zum Einsatz. Bosch strebt an, die \u201eSensorik, Rechenplattform und Software von Level 2 auf Level 3 zu skalieren\u201c. Ein wesentlicher Unterschied dieser Stufen: Die Verantwortung liegt ab Level 3 nicht mehr beim Fahrer, sondern beim <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Fahrzeug\" title=\"Fahrzeug\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fahrzeug<\/a> \u2013 zumindest \u201ein bestimmten Anwendungsf\u00e4llen\u201c, schreibt Bosch.<\/p>\n<p> Bosch-System kann bis zu 120 Stundenkilometer fahren <\/p>\n<p>Fakt ist, dass man sich vom Griff ans Lenkrad und vom Blick auf die Stra\u00dfe l\u00f6sen und stattdessen beispielsweise entspannen kann. Das hauseigene System beschleunigt laut Bosch auf bis zu 120 Kilometer pro Stunde und funktioniert bei Wetterbedingungen, die bis zu 300 Meter Sicht zulassen.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.2c665a19-8c55-4187-a0f0-4e7e228b55a3.original1024.media.jpeg\"\/>     Bosch entwickelt sowohl Level-2-, als auch Level-3-Systeme. Dazu geh\u00f6ren auch Praxistests.    Foto: Bosch    <\/p>\n<p>Durchbr\u00fcche bei K\u00fcnstlicher Intelligenz seien entscheidend. \u201eWir setzen KI in jedem Softwarebaustein ein und kombinieren sie mit einer redundanten Sicherheitsarchitektur\u201c, so Markus Heyn. \u201eDie Level-3-Systeme werden in den n\u00e4chsten ein, zwei, drei Jahren zunehmend leistungsf\u00e4hig in den Markt kommen. Sie werden schrittweise f\u00fcr bestimmte Verkehrssituationen eingef\u00fchrt \u2013 beginnend mit Autobahn und st\u00e4dtischen Schnellstra\u00dfen\u201c, blickt Hartung voraus. Boschs Fokus: den Fahrer entlasten, ihm Mehrwert bieten.<\/p>\n<p> Mercedes erhielt bereits Level-3-Zulassung <\/p>\n<p>Mercedes-Benz hatte 2021 als erster Hersteller \u00fcberhaupt die Zulassung f\u00fcr ein Level-3-System erhalten, es kam bei der S-Klasse und im vollelektrischen EQS zum Einsatz. Seit Anfang des Jahres ist bekannt, dass der Stuttgarter Autobauer damit pausiert. Mit immens hohen Kosten, geringer Nachfrage und einem regulatorischen Flickenteppich begr\u00fcndete das Management den Schritt. <\/p>\n<p> In China bietet Mercedes Level 2++ an <\/p>\n<p>An Level 3 und Level 4 (Fahrer muss System nicht \u00fcberwachen) arbeitet Mercedes weiterhin, in der neuen S-Klasse aber liegt der Fokus wieder auf dem teilautomatisierten Fahren. Mit dem ist der Hersteller auch in China aktiv. Er ist dort nach eigenen Angaben der einzige deutsche Autobauer mit Level 2++.<\/p>\n<p>Europa hinkt China bei der Automatisierung hinterher. In absehbarer Zeit soll aber auch hier Level 2++ zugelassen werden. \u201eDie entsprechenden Vorschriften wurden k\u00fcrzlich finalisiert und sollen Anfang 2027 in Kraft treten\u201c, teilte Mercedes dazu im April mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bosch mischt beim assistierten und automatisierten Fahren vorn mit. 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