{"id":1017285,"date":"2026-05-14T01:08:22","date_gmt":"2026-05-14T01:08:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1017285\/"},"modified":"2026-05-14T01:08:22","modified_gmt":"2026-05-14T01:08:22","slug":"russischer-zerstoerer-vor-deutscher-ostseekueste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1017285\/","title":{"rendered":"Russischer Zerst\u00f6rer vor deutscher Ostseek\u00fcste"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/karte-ostsee-anrainerlaender-100.jpg\" alt=\"Karte Ostsee mit Anrainerl\u00e4ndern\" title=\"Karte Ostsee mit Anrainerl\u00e4ndern | ARD-aktuell\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 14.05.2026 \u2022 02:16 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Ein russischer Zerst\u00f6rer hat vor der deutschen Ostseek\u00fcste Position bezogen. Es ist nicht das erste Mal, dass die russische Marine hier Flagge zeigt. Die deutsche Marine, die Bundespolizei und die NATO beobachten die Aktivit\u00e4ten aufmerksam. Wie gro\u00df ist die Eskalationsgefahr? <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/christina-nagel-116.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christina Nagel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/christina-nagel-118.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die &#8222;Severomorsk&#8220; hat vor Fehmarn Position bezogen. Der Zerst\u00f6rer geh\u00f6rt zur russischen Nordmeerflotte. Ein \u00fcber 160 Meter langes Kriegsschiff, das auf U-Boot-Abwehr spezialisiert ist. Es ist nicht das erste Schiff der russischen Marine, das vor der deutschen Ostseek\u00fcste Flagge zeigt. Aber eines, das allein aufgrund seiner Gr\u00f6\u00dfe und Bewaffnung auff\u00e4llt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Grund zur Beunruhigung bestehe aber nicht, meint der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Mitko M\u00fcller: &#8222;Aktuell sehen wir nur Normverhalten. Aber auch wenn sich das Kriegsschiff an allgemeine Regeln h\u00e4lt: Wir haben nat\u00fcrlich F\u00fchlung, so will ich es mal in Marinesprache sagen.&#8220;<\/p>\n<p>    Einsch\u00fcchterungsversuch und klare Drohung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der russische Zerst\u00f6rer wird genau beobachtet von einem st\u00e4ndigen NATO-Marineverband, dessen Flaggschiff aktuell die deutsche Fregatte &#8222;Sachsen&#8220; ist. Auch die Bundespolizei ist eingebunden. Sie ist als Teil der K\u00fcstenwache f\u00fcr die deutschen Gew\u00e4sser verantwortlich und f\u00fcr jene Zone, f\u00fcr die Deutschland spezielle Rechte hat: die sogenannte Ausschlie\u00dfliche Wirtschaftszone.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Solange sich die russische Marine au\u00dferhalb der deutschen Hoheitsgew\u00e4sser aufhalte, sei das durch internationales Seerecht gedeckt, best\u00e4tigt Moritz Brake. Er ist Experte f\u00fcr maritime Sicherheit, der unter anderem f\u00fcr ein Forschungszentrum der Universit\u00e4t Bonn t\u00e4tig ist. Grunds\u00e4tzlich h\u00e4tten auch Kriegsschiffe das Recht auf friedliche Durchfahrt der Ostsee.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aber dies sei genau der Punkt: &#8222;Wie friedlich sind diese Schiffe tats\u00e4chlich unterwegs, wenn ihre Kommunikation so gef\u00fchrt wird und sie sich gegen die rechtsstaatlichen Kontrollen wenden, die wir in Europa anwenden? Diese Kontrollen dienen dazu, seeunt\u00fcchtige Schiffe, umweltgef\u00e4hrdende Schiffe oder solche, die Sanktionen umgehen und eine Gefahr f\u00fcr den Seeverkehr darstellen, zu inspizieren und gegebenenfalls festzusetzen.\u201c<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es sei ein Einsch\u00fcchterungsversuch. Eine klare Drohung, die Schiffe der Schattenflotte, mit denen Russland \u00d6l-Sanktionen umgeht, nicht anzutasten, meint Brake.<\/p>\n<p>    Wie weit geht Russland?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Sonderbeauftragte des russischen Au\u00dfenministeriums, Artem Bulatov hatte Anfang des Monats klargestellt, dass eine Reihe von Optionen gepr\u00fcft w\u00fcrde, um den physischen Schutz der eigenen Handelsflotte sicherzustellen. Auch mit Hilfe der russischen Marine. Wie weit Russland dabei bereit ist zu gehen, blieb offen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es als milit\u00e4rische Muskelspielchen abzutun, w\u00e4re allerdings ein Fehler, meint Brake. Er ber\u00e4t auch Unternehmen und Beh\u00f6rden in Fragen maritimer Sicherheit. Die Erfahrung habe gezeigt, &#8222;dass die Gegenseite mit milit\u00e4rischen Mitteln bereit ist zur Eskalation. Und zwar konstant. Seit Jahren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus Brakes Sicht w\u00e4re es deshalb wichtig und sinnvoll, maritime Interessen als nationale Sicherheitsinteressen zu definieren und den Verteidigungsfall damit zu verkn\u00fcpfen. &#8222;Das hei\u00dft also da, wo man unsere maritimen kritischen Infrastrukturen angeht, man uns im Kern so tief verletzen kann, dass wir das als verteidigungsrelevant begreifen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Befugnisse m\u00fcssten erweitert, Lagebilder zusammengef\u00fchrt werden, mit dem Ziel abzuschrecken.<\/p>\n<p>    NATO-Pr\u00e4senz in der Ostsee<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das will die NATO schon jetzt durch mehr Pr\u00e4senz in der Ostsee. &#8222;Baltic Sentry&#8220; hei\u00dft die Mission, die vor allem daf\u00fcr sorgen soll, dass Datenkabel und Pipelines am Grund der Ostsee besser vor <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/lettland-ostsee-unterwasserkabel-100.html\" title=\"Vor Lettland: Erneut Unterseekabel in Ostsee besch\u00e4digt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sabotageakten <\/a>gesch\u00fctzt sind. Sie habe sich schon bew\u00e4hrt, sagt der Sprecher des Verteidigungsministeriums M\u00fcller: Seitdem wir diese Aktivit\u00e4t durchf\u00fchren, haben wir auch keine diesbez\u00fcglichen hybriden Vorf\u00e4lle mehr erlebt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehr NATO-Schiffe dienen dem Kreml allerdings auch als Argument, mit der eigenen Marine in der Ostsee pr\u00e4senter zu sein. Beide Seiten warnen vor einer Eskalation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.05.2026 \u2022 02:16 Uhr Ein russischer Zerst\u00f6rer hat vor der deutschen Ostseek\u00fcste Position bezogen. Es ist nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1017286,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,45749,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-1017285","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-ostseekueste","14":"tag-russia","15":"tag-russian-federation","16":"tag-russische-foederation","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116570260333908295","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1017285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1017285"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1017285\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1017286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1017285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1017285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1017285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}