{"id":1017567,"date":"2026-05-14T03:59:17","date_gmt":"2026-05-14T03:59:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1017567\/"},"modified":"2026-05-14T03:59:17","modified_gmt":"2026-05-14T03:59:17","slug":"trump-trifft-xi-darum-geht-es-in-peking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1017567\/","title":{"rendered":"Trump trifft Xi &#8211; Darum geht es in Peking"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Peking (dpa) &#8211; Die extrem angespannten Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sind im Fokus des Treffens zwischen Pr\u00e4sident Donald Trump und Staats- und Parteichef Xi Jinping. Was die beiden gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften verhandeln, betrifft auch den Welthandel. Wor\u00fcber beide Seiten streiten und was Trump und Xi wollen:<\/p>\n<p>         Was ist der Stand der Dinge im Handelsverh\u00e4ltnis?    <\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Im April vor einem Jahr hatte die Eskalation im Zollstreit den Handel zwischen China und den USA einbrechen lassen. Durch Trumps Einigung mit Xi im s\u00fcdkoreanischen Busan Ende Oktober pausieren die hohen Zusatzaufschl\u00e4ge. Der Aufschub gilt bis November.<\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Je nach Produkt sind die Z\u00f6lle unterschiedlich hoch. Gerichtsentscheidungen in den USA \u00e4nderten diese zus\u00e4tzlich. Laut dem US-Kongress lagen die US-Importz\u00f6lle auf chinesische Waren Stand 20. Februar durchschnittlich bei 34 Prozent, jene der Chinesen f\u00fcr US-Importe bei 31 Prozent.<\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Belastet ist das Verh\u00e4ltnis au\u00dferdem durch Exportkontrollen. Das Busan-Treffen verhinderte zwar die Einf\u00fchrung zus\u00e4tzlicher Exportkontrollen Chinas auf weitere seltene Erden und technologisches Wissen daf\u00fcr. Peking l\u00e4sst aber wichtige Rohstoffe wie seltene Erden weiterhin nur gegen langwierige Genehmigungen ausf\u00fchren. Die USA halten ihrerseits wichtige Technologie zur\u00fcck, etwa Computerchips zur Entwicklung von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI).<\/p>\n<p>         Was sind die Streitpunkte?    <\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Kurz gesagt geh\u00f6rt zu den Hauptstreitpunkten neben Z\u00f6llen und seltenen Erden auch KI. Beide L\u00e4nder liefern sich ein Wettrennen um die Vorreiterschaft in der Zukunftstechnologie. Chinas Konkurrenzdruck auf die USA steigt. Die Gespr\u00e4che k\u00f6nnten sich deshalb auch um m\u00f6gliche Kommunikationskan\u00e4le drehen, falls Gefahren durch neue KI-Modelle auftauchen.<\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Die Z\u00f6lle bleiben f\u00fcr Trump ein wichtiges Druckmittel. Allerdings haben die Chinesen mit ihren Exportkontrollen auf seltene Erden einen wichtigen Hebel, um Washington in Bedr\u00e4ngnis zu bringen, weil die Rohstoffe in der R\u00fcstung und vielen anderen Industrien essenziell sind. Gro\u00dfe Ergebnisse erwarten Experten nicht. \u00abIch glaube, es wird vor allem darum gehen, den br\u00fcchigen Status quo aufrechtzuerhalten\u00bb, sagte der US-amerikanische China-Experte Jonathan Czin.<\/p>\n<p>      Was will Trump?    <\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Er will Erfolge kommunizieren. Zuhause steht der US-Pr\u00e4sident wegen des Iran-Kriegs sogar im eigenen Lager stark unter Druck. Der Iran-Krieg, den viele Kritiker beendet sehen wollen, \u00fcberstrahlt derzeit alle anderen Themen.<\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Hinzu kommt, dass Trumps aggressive Zollpolitik, die auch China zu sp\u00fcren bekommt, seit dem D\u00e4mpfer vom Obersten Gerichtshof der USA ungeordneter verl\u00e4uft und keine klare Linie erkennbar ist. Eigentlich sind die Z\u00f6lle Trumps Steckenpferd seiner zweiten Amtszeit gewesen. Handelsabkommen mit China w\u00fcrden Trump helfen, gegen diese entstandene Unordnung anzugehen.<\/p>\n<p>       Was will Xi?   <\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">F\u00fcr Xi w\u00e4re der Gipfel nach Einsch\u00e4tzung von Experten schon dann ein Erfolg, wenn er ohne offenen Streit endet. Ein gro\u00dfer Durchbruch ist daf\u00fcr nicht n\u00f6tig. Entscheidend w\u00e4re, dass Trump danach nicht wieder mit neuen Z\u00f6llen oder Technologiebeschr\u00e4nkungen nachlegt.<\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Peking k\u00f6nnte Trump etwa zus\u00e4tzliche K\u00e4ufe von Agrarprodukten oder Boeing-Flugzeugen anbieten. F\u00fcr China w\u00e4re der Preis \u00fcberschaubar, weil es vieles davon ohnehin braucht. Der Gewinn w\u00e4re dagegen gro\u00df: Ruhe im Verh\u00e4ltnis zu den USA, Zeit f\u00fcr technologische Unabh\u00e4ngigkeit und die M\u00f6glichkeit, sich in der Welt als verantwortungsvolle Macht darzustellen.<\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Aus Sicht von Xi gehe es darum, \u00abeinen Deal zu finden, der China nicht zu viel kostet und sicherstellt, dass China von den USA als gleichrangig behandelt wird, und der China letztlich Zeit verschafft\u00bb, sagt Jacob Gunter vom Berliner China-Institut Merics.<\/p>\n<p>     Warum bleibt das Verh\u00e4ltnis schwierig?   <\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Das Verh\u00e4ltnis bleibt schwierig, weil ein Gipfel die Grundkonflikte kaum l\u00f6sen kann. Die USA wollen ihr Handelsdefizit mit China verringern, besseren Zugang zum chinesischen Markt bekommen und zugleich Chinas technologischen Aufstieg begrenzen. Dabei geht es auch um Fragen, die sich nur schwer verhandeln lassen &#8211; etwa darum, wer bei KI und anderen Schl\u00fcsseltechnologien k\u00fcnftig f\u00fchrt. Die USA beanspruchen diese Rolle f\u00fcr sich, China ebenso.<\/p>\n<p class=\"yf-1fy9kyt\">Peking wiederum will sein Wirtschaftsmodell nicht grunds\u00e4tzlich \u00e4ndern. Starke Industriepolitik, staatliche Steuerung und hohe Investitionen in Technologie sind Kernpfeiler der Politik unter Xi. Um das Handelsdefizit strukturell zu verringern, m\u00fcsste China \u00abim Grunde all die Ver\u00e4nderungen zur\u00fcckdrehen, die Xi Jinping am Wirtschaftsmodell des Landes vorgenommen hat\u00bb, sagt China-Experte Gunter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Peking (dpa) &#8211; Die extrem angespannten Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sind im Fokus des Treffens zwischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1017568,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,227,106,19035,13,14,15,1614,12,105,4017,4018,4016,64,4019,4020,10257],"class_list":{"0":"post-1017567","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-china","11":"tag-donald-trump","12":"tag-handels","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-peking","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-seltene-erden","19":"tag-united-states","20":"tag-united-states-of-america","21":"tag-us","22":"tag-usa","23":"tag-vereinigte-staaten","24":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","25":"tag-xi-jinping"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116570932301383870","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1017567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1017567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1017567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1017568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1017567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1017567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1017567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}