{"id":1018154,"date":"2026-05-14T09:34:24","date_gmt":"2026-05-14T09:34:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1018154\/"},"modified":"2026-05-14T09:34:24","modified_gmt":"2026-05-14T09:34:24","slug":"stagnation-beim-klimaschutz-kann-sich-europa-nicht-leisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1018154\/","title":{"rendered":"Stagnation beim Klimaschutz kann sich Europa nicht leisten"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich soll es f\u00fcr die deutschen und europ\u00e4ischen CO\u2082-Emissionen nur noch eine Richtung geben: nach unten. Dazu haben sich die 27 Staaten bei UN-Klimagipfeln verpflichtet, daf\u00fcr gibt es Gesetze, Richtlinien, F\u00f6rderprogramme. Doch am Mittwoch <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php?title=Quarterly_greenhouse_gas_emissions_in_the_EU\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\" class=\"external tmp-broken-link status-500\">publizierte die EU-Kommission Zahlen, die nach oben weisen<\/a>.<\/p>\n<p>2024 hatten die 27 EU-Staaten demnach saisonbereinigt zusammen 3305 Millionen Tonnen Kohlendioxid freigesetzt. Im vergangenen Jahr waren es jedoch, addiert man die neuen Zahlen vom Mittwoch f\u00fcr das vierte Quartal 2025 mit dem Rest des Jahres,  3340 Millionen Tonnen. Das sind 35 Millionen Tonnen oder ein Prozent mehr, und entspricht wieder dem Wert von 2023.<\/p>\n<p>Es liegt nahe, dies als nur kleine Schwankung oder gar als Rundungsfehler abzutun und auf statistische Korrekturen zu setzen. Das verkennt aber, wie sehr die Zeit dr\u00e4ngt und wie fatal die anti-\u00f6kologische Stimmung, die in Deutschland und Europa um sich gegriffen hat, noch werden kann. Stagnation beim Klimaschutz kann sich Europa nicht leisten, R\u00fcckschritte schon gar nicht.<\/p>\n<p>Klimaschutz ist wirtschaftlich rational<\/p>\n<p>Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat nun die Blockade der Stra\u00dfe von Hormus zum zweiten Mal in etwas mehr als f\u00fcnf Jahren vorgef\u00fchrt, wie gef\u00e4hrlich unsere Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen auch wirtschaftlich ist. \u00dcber Nacht k\u00f6nnen die Preise f\u00fcr Kohle, Erdgas und Erd\u00f6l in die H\u00f6he schie\u00dfen und hart erarbeitetes Geld der Verbraucher und Firmen in Richtung Fossilkonzerne und Diktaturen wie am Golf umlenken.<\/p>\n<p>Selbst wenn es den Klimawandel nicht g\u00e4be, w\u00e4re Energiesparen, mehr Effizienz und der schnelle Umstieg auf erneuerbare Energiequellen geboten. Der R\u00fcckgang der Emissionen w\u00e4re in diesem Fall nur der Nebeneffekt einer wirtschaftlich vern\u00fcnftigen Strategie.<\/p>\n<p>Doch der Klimawandel w\u00e4chst an St\u00e4rke, unabh\u00e4ngig davon, wie viel Medieninteresse und Beratungszeit an Kabinettstischen er findet. Die planetaren Umbr\u00fcche haben, angesto\u00dfen von 200 Jahren gigantischen Kohlenstoffemissionen durch die menschliche Zivilisation, gerade erst begonnen. Schon jetzt steht fest, dass gewaltige Ver\u00e4nderungen \u00fcber Jahrhunderte anstehen, sofern kein Weg gefunden wird, <a href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\/technik\/geoengineering-klimakrise-co2-speicherung-technologie-grenzen\" class=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Atmosph\u00e4re Hunderte Milliarden Tonnen Treibhausgase zu entziehen<\/a>. Wie heftig und gef\u00e4hrlich die Folgen ausfallen, dar\u00fcber entscheiden wir jetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eigentlich soll es f\u00fcr die deutschen und europ\u00e4ischen CO\u2082-Emissionen nur noch eine Richtung geben: nach unten. 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