{"id":1018786,"date":"2026-05-14T15:31:15","date_gmt":"2026-05-14T15:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1018786\/"},"modified":"2026-05-14T15:31:15","modified_gmt":"2026-05-14T15:31:15","slug":"mit-max-von-bredow-wohnen-neu-denken-wie-baut-man-ein-viertel-in-dem-ich-mich-wohlfuehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1018786\/","title":{"rendered":"Mit Max von Bredow Wohnen neu denken: Wie baut man ein Viertel, in dem ich mich wohlf\u00fchle?"},"content":{"rendered":"<p>Projektentwickler der n\u00e4chsten Generation: Innerhalb weniger Jahre hat sich Max von Bredow in seiner Branche einen Namen als besonders nachhaltiger Bauherr gemacht. Das bekennende Landei ist ein klassischer Hidden Champion unter den Immobilienentwicklern. MUNICH NEXT LEVEL-Host Marco Eisenack spricht mit ihm \u00fcber seine Projekte, die auch f\u00fcr unsere Stadt ein Vorbild sein k\u00f6nnten: vom Mixed Use Quartier auf dem alten Spinnereigel\u00e4nde in Kolbermoor bis zu den Winklbauer H\u00f6fen in Holzkirchen, ein barrierefreies Wohnprojekt mit Gemeinschaftsgarten und Inklusionscaf\u00e9. Von Bredows Fokus liegt dabei klar auf Gemeinschaft, Lebensqualit\u00e4t und nachhaltiges Bauen. Er versteht Bauen nicht nur als wirtschaftliche Aufgabe, sondern als gesellschaftliche Verantwortung \u2013 mit dem Ziel, Orte zu schaffen, an denen Menschen wirklich gerne leben. Schnell wird klar: Es braucht nicht nur neue Bauprojekte \u2013 sondern ein komplett neues Denken, um Wohnen im Umland attraktiv, nachhaltig und lebenswert zu gestalten.<\/p>\n<p><b>Max von Bredow \u2013 Mut zu mehr Gef\u00fchl\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Aufgewachsen auf dem Land auf einem Hof mit Pferden und nie ein Stadtmensch geworden, lebt Max von Bredow mit seiner Frau, der vierfachen Olympiasiegerin im Dressurreiten Jessica von Bredow-Werndl und den zwei Kindern im Raum Rosenheim\/Tuntenhausen. Die Arbeit und Haltung des promovierten Maschinenbauers \u2013 selbst ehemaliger Vielseitigkeitsreiter, pr\u00e4gt nicht nur der Hochleistungssport, sondern auch seine enge Verbindung zum Landleben und sein positives Zukunftsbild und Mut zur Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>2010 stieg er in das Immobilien-Unternehmen seines Schwiegervaters ein und entwickelt es seit 2022 als Max von Bredow Baukultur zu einer Plattform f\u00fcr innovative, ganzheitliche Projektentwicklung weiter. Gerade weil er nicht der \u201eklassische Investmentbanker aus Frankfurt\u201c ist, wie er im Podcast augenzwinkernd sagt, orientiert er sich bei all seinen Projekten an seiner Intuition und an der Frage, wie er selbst gerne wohnen w\u00fcrde. Dieses Denken f\u00fchrt zu Projekten, die nicht nur funktional, sondern auch emotional \u00fcberzeugen sollen. Hinzu kommt ein langfristiger Blick, der \u00fcber den Moment hinausgeht \u2013 etwa die Frage, wie kommende Generationen diese Geb\u00e4ude einmal bewerten werden.<\/p>\n<p><b>Pionier der Dritten Orte\u00a0\u00a0<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr Max von Bredow steht bei neuen Bauprojekten vor allem eines im Mittelpunkt: ein Perspektivwechsel im Umgang mit Wachstum. Zuzug und Verdichtung werden oft als Problem gesehen \u2013 er versteht sie dagegen als echte Chance. Wachstum bedeutet Gestaltungsspielraum: die M\u00f6glichkeit, Qualit\u00e4t zu erh\u00f6hen, neue Lebensr\u00e4ume zu schaffen und Bestehendes weiterzuentwickeln. Die entscheidende Frage ist also nicht, ob M\u00fcnchen und die Region wachsen, sondern wie wir dieses Wachstum nutzen.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch ein Umdenken weg von der isolierten Wohnung hin zum ganzen Quartier. Klassische Planung dreht sich h\u00e4ufig um Grundrisse, Quadratmeter und Ausstattung \u2013 die R\u00e4ume dazwischen geraten dabei schnell aus dem Blick. Genau dort entsteht aber oft die eigentliche Lebensqualit\u00e4t: im Miteinander, auf Pl\u00e4tzen, in Begegnungsorten und gemeinschaftlich nutzbaren R\u00e4umen. Diese sogenannten dritten Orte, die ohne Konsumzwang zug\u00e4nglich sind, werden immer wichtiger. Sie f\u00f6rdern den Austausch und st\u00e4rken das Gemeinschaftsgef\u00fchl \u2013 etwas, das in vielen heutigen Wohnkonzepten noch zu kurz kommt.<\/p>\n<p>Spannend ist dabei: Soziale Qualit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit schlie\u00dfen sich nicht aus \u2013 im Gegenteil. Wer sich wohlf\u00fchlt, bleibt l\u00e4nger in seiner Wohnung, identifiziert sich st\u00e4rker mit seinem Umfeld und ist eher bereit, daf\u00fcr auch zu bezahlen. Wohnen wird damit mehr als nur eine funktionale Notwendigkeit \u2013 es wird zum Lebensgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Ein zentraler Baustein ist f\u00fcr von Bredow au\u00dferdem die fr\u00fchzeitige Einbindung der Nachbarschaft bei Bauvorhaben: \u201eEin kleiner Teil ist grunds\u00e4tzlich gegen Ver\u00e4nderungen, ein ebenso kleiner Teil immer daf\u00fcr. Die gro\u00dfe Mehrheit dazwischen ist offen \u2013 wenn man sie einbezieht und ernst nimmt.\u201c Genau darin sieht er das gr\u00f6\u00dfte Potenzial: Durch Dialog, Transparenz und echte Beteiligung entstehen nicht nur bessere L\u00f6sungen, sondern auch die n\u00f6tige Akzeptanz.<\/p>\n<p><b>Rufbusse und H\u00e4user ohne Tiefgaragen\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Auch im Bereich der Mobilit\u00e4t zeichnen sich in von Bredows Augen tiefgreifende Ver\u00e4nderungen ab, die direkte Auswirkungen auf das Wohnen haben werden: Neue Konzepte wie Rufbusse k\u00f6nnten insbesondere im l\u00e4ndlichen Raum eine ganz neue Flexibilit\u00e4t erm\u00f6glichen. Gleichzeitig k\u00f6nnte die Zahl privater Autos deutlich sinken, was wiederum enorme Fl\u00e4chenpotenziale freisetzt \u2013 etwa durch den Wegfall gro\u00dfer Tiefgaragen. Dadurch entstehen neue Spielr\u00e4ume f\u00fcr Gestaltung, sowohl in der Stadt als auch im Umland, das durch bessere Anbindung deutlich attraktiver werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Beim Thema bezahlbarer Wohnraum zeigt sich, dass die Herausforderungen auch auf dem Land gro\u00df sind: \u201eEin zentraler Punkt ist die Verf\u00fcgbarkeit von Bauland. Steigende Grundst\u00fcckspreise reduzieren den Anreiz f\u00fcr Eigent\u00fcmer, Fl\u00e4chen zu verkaufen, was die Entwicklung zus\u00e4tzlich erschwert. Dazu kommt die Rolle der Kommunen, die \u00fcber ihre Planungshoheit ma\u00dfgeblich bestimmen, wie viel und wie schnell gebaut wird. Viele Gemeinden agieren hier vorsichtig, oft aus Sorge vor den Folgen von Wachstum \u2013 etwa zus\u00e4tzlichen Infrastrukturkosten oder Ver\u00e4nderungen im sozialen Gef\u00fcge. Gleichzeitig liegt genau hier ein gro\u00dfer Hebel: Wenn Wachstum als Chance verstanden wird, k\u00f6nnen Kommunen aktiv zur Schaffung von Wohnraum beitragen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gibt es bereits funktionierende Instrumente, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, etwa durch Modelle der sozialen Bodennutzung oder kommunale F\u00f6rderprogramme. Besonders effektiv wird es, wenn Kommunen und private Projektentwickler enger zusammenarbeiten. Entwickler bringen Umsetzungskompetenz und Geschwindigkeit mit, w\u00e4hrend Kommunen die planerischen Rahmenbedingungen setzen. Wenn beide Seiten kooperieren, lassen sich Projekte effizienter realisieren \u2013 etwa indem Entwickler Teile der kommunalen Infrastruktur wie Wohnungen oder Kinderg\u00e4rten direkt mit errichten.<\/p>\n<p><b>Mit Superpower und B\u00fcchern zum Erfolg<\/b><\/p>\n<p>Auf die Frage, welche Superpower ihm vielleicht helfen k\u00f6nnte, um seine Quartiere noch besser realisieren zu k\u00f6nnen, f\u00e4llt von Bredow wieder ein altes Computerspiel aus seiner Jugend ein: \u201eIch habe tats\u00e4chlich mal in den 1990ern Sim City gespielt. Da hast du deine eigene Stadt gebaut \u2013 und musstest immer schauen, dass Gewerbe und Wohnen immer in Balance sind. Der Witz dran ist, dass es ohne Ende Baugrund gibt und Baurecht, so, wie man es selbst gerne h\u00e4tte. Genauso eine Superpower in echt h\u00e4tte ich gerne.\u201d<\/p>\n<p><b>Inspirierender Ausflug ins Alte Spinnerei-Quartier in Kolbermoor<\/b><\/p>\n<p>Wer erleben m\u00f6chte, wie Quartiersentwicklung im Sinne von Max von Bredow aussehen kann, sollte der Alten Spinnerei in Kolbermoor einen Besuch abstatten. Vor allem Architekturinteressierte kommen hier auf ihre Kosten: Die preisgekr\u00f6nte Sanierung der historischen Industriegeb\u00e4ude trifft auf moderne Neubauten \u2013 ein Zusammenspiel, das man am besten direkt vor Ort erlebt. In unmittelbarer N\u00e4he zum Kanal mit dem Gebirgswasser der Mangfall wirkt es, als w\u00e4re man in Venedig oder der Hamburger Speicherstadt. Auch der hohe, freistehende Rundkamin \u00fcberragt noch immer das Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.giuseppe-amici.de\/giuseppe-kolbermoor-alte-spinnerei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Eine Pizza bei Giuseppe<\/a><br \/>An der Alten Spinnerei 1, 83059 Kolbermoor<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.konditorei-kuchentraeume.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Kuchen probieren bei Konditorei K\u00fcchentr\u00e4ume<\/a><br \/>An der Alten Spinnerei 3, 83059 Kolbermoor<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Projektentwickler der n\u00e4chsten Generation: Innerhalb weniger Jahre hat sich Max von Bredow in seiner Branche einen Namen als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1018787,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,1268],"class_list":{"0":"post-1018786","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116573653632336438","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1018786","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1018786"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1018786\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1018787"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1018786"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1018786"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1018786"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}