{"id":1018877,"date":"2026-05-14T16:22:19","date_gmt":"2026-05-14T16:22:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1018877\/"},"modified":"2026-05-14T16:22:19","modified_gmt":"2026-05-14T16:22:19","slug":"frueherer-ezb-chef-mario-draghi-erhaelt-karlspreis-fuer-verdienste-um-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1018877\/","title":{"rendered":"Fr\u00fcherer EZB-Chef: Mario Draghi erh\u00e4lt Karlspreis f\u00fcr Verdienste um Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der fr\u00fchere Pr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/mario-draghi\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mario Draghi<\/a>, ist mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hob in seiner Festrede im Kr\u00f6nungssaal des Aachener Rathauses Draghis entschlossenes Handeln w\u00e4hrend der Euro-Krise hervor. Sp\u00e4ter habe er in seinem Bericht zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit Europas \u00bbmit seiner schonungslosen Analyse\u00ab den Weg zu Reformen gewiesen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Europ\u00e4ische Union steckt nach Ansicht von Mario Draghi in<br \/>\n einer L\u00e4hmung, die nur mit vertiefter Zusammenarbeit einzelner<br \/>\nMitglieder zu \u00fcberwinden ist. \u00bbVereinbarungen werden in Aussch\u00fcssen<br \/>\nbearbeitet, die sie verw\u00e4ssern und verz\u00f6gern, bis das Ergebnis kaum noch<br \/>\n \u00c4hnlichkeit mit dem hat, was beabsichtigt war\u00ab, sagte der diesj\u00e4hrige Karlspreistr\u00e4ger bei der<br \/>\n\u00dcbergabezeremonie in Aachen. \u00bbDas Ergebnis sind Ma\u00dfnahmen, die so<br \/>\nweit hinter dem Ausma\u00df der Herausforderungen zur\u00fcckbleiben, dass sie<br \/>\nschlimmer sind als Unt\u00e4tigkeit\u00ab, sagte der 78-J\u00e4hrige.\n<\/p>\n<p>        Draghi: Europas Haltung l\u00e4dt USA zur Eskalation ein        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Er kritisierte zudem einen Kompromisskurs der Europ\u00e4ischen Union gegen\u00fcber den USA. Dies offenbare einen Ausdruck von Schw\u00e4che in der Sicherheitspolitik, sagte Draghi. \u00bbDer Partner, auf den wir uns nach wie vor verlassen, ist konfrontativer und unberechenbarer geworden.\u00ab Eine Haltung, die auf Deeskalation abzielt, lade stattdessen zu weiterer Eskalation ein, sagte der Finanzexperte \u00fcber die amerikanische Handelspolitik unter Pr\u00e4sident Donald Trump. \u00bbVorerst braucht Europa die F\u00e4higkeit, entschlossener zu reagieren, um die Partnerschaft wieder auf eine gleichberechtigtere Basis zu stellen. Was uns aber wirklich zur\u00fcckh\u00e4lt, ist die Sicherheit.\u00ab\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Das sei eine Chance. Denn mit dieser Autonomie werde Europa zugleich mehr St\u00e4rke in seinen Handels- und Energiebeziehungen zur\u00fcckgewinnen.\n<\/p>\n<p>                        Merz: Draghis Worte haben den Euro gerettet        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Karlspreis-Direktorium ehrte den 78-J\u00e4hrigen ehemaligen italienischen Ministerpr\u00e4sidenten mit dem Preis f\u00fcr sein Lebenswerk und seine Verdienste um Europa. Es hob dabei insbesondere sein Vorgehen als EZB-Pr\u00e4sident w\u00e4hrend der Schuldenkrise 2012 hervor. Draghi hatte damals versichert, die Zentralbank werde \u00bballes tun, was n\u00f6tig ist\u00ab, um den Euro zu sch\u00fctzen, und damit die nerv\u00f6sen Finanzm\u00e4rkte beruhigt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00bbSie haben sich in bedrohlicher Zeit um den Euro gek\u00fcmmert, und Sie haben den Euro und die W\u00e4hrungszone stabilisiert\u00ab, sagte Merz dazu. Draghi habe dies \u00bbmit Mitteln, die umstritten waren\u00ab, getan. \u00bbDas war mutig. Sie haben etwas riskiert. Es h\u00e4tte scheitern k\u00f6nnen. Aber es ist gelungen.\u00ab Auch langfristig habe sich dieses Vorgehen ausgezahlt, betonte der Kanzler. Der Euro sei heute als W\u00e4hrung \u00bbunangefochten\u00ab.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Weiterer Festredner war der griechische Ministerpr\u00e4sident Kyriakos Mitsotakis, dessen Land w\u00e4hrend der Schuldenkrise vor dem Staatsbankrott gestanden hatte und durch Hilfe von EU und <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ezb\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EZB<\/a> gerettet wurde. Mitsotakis sagte, Europa insgesamt habe sich damals in einer \u00bbexistenziellen Krise\u00ab befunden. \u00bbEs gab das Risiko der Spaltung\u00ab, sagte er. Draghis \u00bbWhatever it takes\u00ab-Worte h\u00e4tten hier zu einer Kehrtwende beigetragen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Draghi habe dann 2024 in seinem Bericht zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit Europas \u00bbein grundlegendes Umsteuern\u00ab angemahnt, sagte Merz weiter. Er habe die Schw\u00e4chen der EU in vielen Bereichen aufgezeigt und \u00bbsehr konkrete Handlungsempfehlungen\u00ab gegeben. Merz betonte, wenn Europa tats\u00e4chlich eine Macht werden wolle, \u00bbdie den St\u00fcrmen dieser neuen Zeit trotzt\u00ab, m\u00fcsse es entschlossen \u00bbwirtschaftliche St\u00e4rke und milit\u00e4rische Verteidigungsf\u00e4higkeit\u00ab voranbringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der fr\u00fchere Pr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. 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