{"id":1019126,"date":"2026-05-14T18:41:21","date_gmt":"2026-05-14T18:41:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1019126\/"},"modified":"2026-05-14T18:41:21","modified_gmt":"2026-05-14T18:41:21","slug":"karlspreis-was-deutschland-von-griechenland-lernen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1019126\/","title":{"rendered":"Karlspreis: Was Deutschland von Griechenland lernen kann"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Jahrelang galt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/griechenland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Griechenland<\/a> als kranker Mann Europas. W\u00e4hrend der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/euro-krise\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Euro-Krise<\/a> rang der gesamte Kontinent darum, das hoch verschuldete Land in der W\u00e4hrungsunion zu halten. Heute zeigt sich, dass die Anstrengungen nicht umsonst waren. Mittlerweile kann Griechenland auf \u00fcberdurchschnittliches <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wirtschaftswachstum\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wirtschaftswachstum<\/a>, eine sinkende Staatsverschuldung und niedrigere Arbeitslosenzahlen als noch vor einigen Jahren verweisen. Im Gegenzug rutscht Deutschland, der einstige Wachstumsmotor des Kontinents, immer tiefer in die Krise. Die Wirtschaft stagniert seit Jahren, eine Erholung l\u00e4sst auf sich warten. Die Vorzeichen haben sich gewendet. Deshalb lohnt heute ein Blick nach Griechenland.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was Deutschland angesichts seiner seit Jahren schw\u00e4chelnden Wirtschaft von Griechenland lernen kann, wurde bei der diesj\u00e4hrigen Karlspreis-Verleihung in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/aachen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aachen<\/a> deutlich. Als Festredner traten dort neben Bundeskanzler <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/friedrich-merz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> (CDU) auch Griechenlands Ministerpr\u00e4sident Kyriakos Mitsotakis auf. Die Auszeichnung selbst erhielt der ehemalige Pr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mario-draghi\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mario Draghi<\/a>. Er versprach auf dem H\u00f6hepunkt der Eurokrise, dass man tun werde, \u201ewhatever it takes\u201c \u2013 was immer n\u00f6tig ist \u2013 um die gemeinsame W\u00e4hrung zu sichern.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In der Euro-Krise glaubten viele nicht daran, dass Griechenland reformf\u00e4hig ist. Aktuelle Zahlen belegen allerdings das Gegenteil: Im vergangenen Jahr wuchs das <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bruttoinlandsprodukt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bruttoinlandsprodukt<\/a> des Landes um mehr als zwei Prozent, die Prognose f\u00fcr dieses Jahr f\u00e4llt nur geringf\u00fcgig schw\u00e4cher aus. Wie Griechenland das geschafft hat? Unter anderem mit Haushaltsk\u00fcrzungen, Strukturreformen bei der Rente und einer Digitalisierung der Verwaltung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Kanzler Merz sagte in Richtung des griechischen Ministerpr\u00e4sidenten, dass die Reformen \u201ehart, aber richtig\u201c gewesen seien. Die Anstrengungen h\u00e4tten sich gelohnt. Doch w\u00e4hrend Griechenland unter enormem Druck harte Strukturreformen durchsetzte, ringt Deutschland trotz deutlich besserer Ausgangslage oft schon bei kleineren Reformprojekten jahrelang um Kompromisse.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Um die innenpolitischen Herausforderungen ging es in Aachen nicht. Stattdessen mahnten die Redner europ\u00e4ische Reformen an, die es ebenso braucht. Merz sprach sich f\u00fcr eine \u201egrundlegende Modernisierung\u201c des EU-Haushalts aus, Preistr\u00e4ger Draghi warb f\u00fcr Reformen zur Schaffung eines wirklich integrierten Wirtschaftsraums. Der Tenor: Je mehr sich <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> reformiere, desto weniger m\u00fcsse es sich in Schulden st\u00fcrzen. Das Beispiel Griechenland zeigt: Reformen k\u00f6nnen politische Zumutungen sein \u2013 aber wirtschaftlich wirken. F\u00fcr Europa und insbesondere f\u00fcr Deutschland ist das gerade jetzt eine wichtige Erkenntnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jahrelang galt Griechenland als kranker Mann Europas. 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