{"id":1019739,"date":"2026-05-15T00:52:29","date_gmt":"2026-05-15T00:52:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1019739\/"},"modified":"2026-05-15T00:52:29","modified_gmt":"2026-05-15T00:52:29","slug":"selenskyj-russland-umgeht-weiterhin-sanktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1019739\/","title":{"rendered":"Selenskyj: Russland umgeht weiterhin Sanktionen"},"content":{"rendered":"<p>\n        Nach einem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit vielen Toten und Verletzten hat Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj schmerzhaftere Sanktionen f\u00fcr Russland gefordert. In ein Geb\u00e4ude in Kiew sei ein Marschflugk\u00f6rper vom Typ Ch-101 eingeschlagen, der im zweiten Quartal dieses Jahres hergestellt worden sei, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft am Donnerstag unter Berufung auf vorl\u00e4ufige Angaben.\n      <\/p>\n<p>\n        14. 05. 2026,  23:45\u00a0Uhr<br \/>\n        Lesedauer:        3 Minuten<\/p>\n<p>Das bedeute, dass Russland die daf\u00fcr n\u00f6tigen Komponenten weiterhin beziehe und die weltweiten Sanktionen umgehe. In Kiew stieg die Zahl der Toten nach dem Angriff auf mindestens 16 Menschen an, wie der Zivilschutz mitteilte. Darunter seien zwei Minderj\u00e4hrige. B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko sprach au\u00dferdem von mehr als 50 Verletzten. <\/p>\n<p>Schon am Vortag hatte Russland mit mehr als 800 eingesetzten Drohnen eine der schwersten und am l\u00e4ngsten anhaltenden Attacken auf die Ukraine seit Kriegsbeginn gef\u00fchrt. Die Angriffe folgten kurz nach einer dreit\u00e4gigen Waffenruhe rund um einen Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und einer Milit\u00e4rparade auf dem Roten Platz. Eine von Kiew vorgeschlagene Verl\u00e4ngerung der Feuerpause lehnte Moskau ab. Selenskyj kritisiert immer wieder den russischen Beschuss ziviler Ziele und fordert mehr Druck auf Moskau.<\/p>\n<p>Reaktionen aus Deutschland, der Slowakei und Ungarn<\/p>\n<p>&#8222;Die Angriffe der letzten Nacht sprechen eine andere Sprache&#8220;, sagte Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag. Au\u00dferdem lehnte er einen Vorschlag des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin ab, nach dem der deutsche Ex-Kanzler Gerhard Schr\u00f6der als Vermittler im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine fungieren solle. &#8222;Wir Europ\u00e4er entscheiden selbst, wer f\u00fcr uns spricht, niemand anders&#8220;, kommentierte Merz den Vorschlag.<\/p>\n<p>Die russischen Angriffe trafen Ziele bis in den \u00e4u\u00dfersten Westen der Ukraine in den Transkarpaten. Ungarns neue Au\u00dfenministerin Anita Orban kritisierte Russland wegen der Drohnenangriffe auf Transkarpatien, wo rund 100.000 ethnische Ungarn leben, und bestellte den russischen Botschafter in Budapest ein. Sie habe ihm gesagt, dass die ungarische Regierung diese Angriffe aufs Sch\u00e4rfste verurteile, teilte die Politikerin der b\u00fcrgerlichen Tisza-Partei auf Facebook mit. &#8222;Wir erwarten (von Russland) die unverz\u00fcgliche Einstellung der Aggression gegen Zivilisten&#8220;, f\u00fcgte Orban hinzu.<\/p>\n<p>Die Slowakei schloss zeitweise die Grenz\u00fcberg\u00e4nge in die Ukraine und kritisierte ebenfalls die Angriffe. Der slowakische Au\u00dfenminister Juraj Blan\u00e1r verurteilte in einer Mitteilung insbesondere die russischen Attacken auf die grenznahe Region Transkarpatien und die Stadt Uschhorod. Dort lebt eine gro\u00dfe slowakische Minderheit. Die deutlichen Worte stechen heraus, da die Regierung in Bratislava ansonsten enge Beziehungen zu Moskau pflegt. Das EU-Land bezieht weiterhin russisches \u00d6l und Gas. Ministerpr\u00e4sident Robert Fico forderte im April ein Ende der entsprechenden EU-Sanktionen.<\/p>\n<p>Selenskyj setzt auf Trumps Einfluss in China<\/p>\n<p>&#8222;Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der l\u00e4ngsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf &#8211; einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen&#8220;, sagte Selenskyj. Er hatte zuvor die Hoffnung ge\u00e4u\u00dfert, dass US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf China einwirken m\u00f6ge, damit die Volksrepublik ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr den russischen Angriffskrieg beendet.<\/p>\n<p>Am Mittwochabend meldete die ukrainische Luftwaffe die Explosion einer russischen Hyperschallrakete vom Typ Kinschal (Dolch) bei einem Einschlag in Starokostjantyniw im Westen, wo eine ukrainische Luftwaffenbasis liegt. Gleichzeitig flogen Schw\u00e4rme ukrainischer Drohnen auf russisches Gebiet, wie der Telegram-Kanal &#8222;Dronebomber&#8220; meldete. Ein Angriffsziel schienen erneut russische Erd\u00f6lanlagen am Finnischen Meerbusen zu sein.<\/p>\n<p>Schwere Angriffe nach drei Tagen Waffenruhe<\/p>\n<p>Die heftigen russischen Angriffe folgen auf drei Tage Waffenruhe von Samstag bis Montag. Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin konnte in dieser Zeit zwar ungest\u00f6rt eine Parade zum Weltkriegsgedenken abhalten, war aber abh\u00e4ngig davon, dass die USA die Feuerpause vermittelt hatten und die Ukrainer danach tats\u00e4chlich stillhielten.<\/p>\n<p>Am Dienstag lie\u00df Putin demonstrativ seine Milit\u00e4rs von einem gelungenen Test der neuen russischen Atomrakete RS-28 Sarmat berichten. Sie solle Ende des Jahres in Dauereinsatz gehen, sagte er. Allerdings ist die angebliche Einsatzbereitschaft dieses Raketentyps auch schon in fr\u00fcheren Jahren behauptet worden.<\/p>\n<p>Mit den massiven Angriffen will Moskau den Druck auf die Ukraine erh\u00f6hen, sich auf die russischen Bedingungen f\u00fcr Friedensverhandlungen einzulassen. Kremlsprecher Dmitri Peskow wiederholte die Aufforderung, Selenskyj solle seine Truppen aus dem Gebiet Donezk abziehen. Erst dann k\u00f6nne es einen Waffenstillstand geben. Die Ukraine lehnt es kategorisch ab, die von ihr kontrollierten Gebiete Russland zu schenken.<\/p>\n<p>Putin schickt neue Gouverneure in Grenzregionen<\/p>\n<p>Putin tauschte unterdessen die Gouverneure der besonders vom Krieg betroffenen Grenzregionen Belgorod und Brjansk aus. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow habe den Posten in Belgorod &#8222;auf eigenen Wunsch&#8220; abgegeben, hie\u00df es in Putins Erlass, den der Kreml in Moskau ver\u00f6ffentlichte. Zum kommissarischen Nachfolger wurde General Alexander Schuwajew ernannt. Im Gebiet Brjansk folgt Jegor Kowaltschuk auf Alexander Bogomas.<\/p>\n<p>Belgorod war das erste Gebiet in Russland, auf das der Moskauer Angriffskrieg mit Zerst\u00f6rungen \u00e4hnlich wie in der Ukraine zur\u00fcckschlug. Es dient der russischen Armee als Aufmarschgebiet f\u00fcr Angriffe auf Charkiw und als logistischer Knotenpunkt. Deshalb beschie\u00dft die Ukraine immer wieder Milit\u00e4rziele und Infrastruktur in Belgorod.<\/p>\n<p>(Quelle: APA\/Reuters\/dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach einem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit vielen Toten und Verletzten hat Pr\u00e4sident Wolodymyr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1019740,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-1019739","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116575859498132014","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1019739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1019739"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1019739\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1019740"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1019739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1019739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1019739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}