{"id":1020298,"date":"2026-05-15T06:33:14","date_gmt":"2026-05-15T06:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1020298\/"},"modified":"2026-05-15T06:33:14","modified_gmt":"2026-05-15T06:33:14","slug":"wuppertaler-buerger-werden-teil-eines-aussergewoehnlichen-tanzprojekts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1020298\/","title":{"rendered":"Wuppertaler B\u00fcrger werden Teil eines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Tanzprojekts"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit seiner Produktion \u201eThe Silent Waltz of the Many\u201c zelebriert Choreograph Francesco Vecchione die Freiheit zu sein, wer man ist. Die Sch\u00f6nheit aller Unterschiedlichkeiten, die Faszination aller Vielfalt, die die Menschheit mit sich bringt. Am 16. und 17. Mai finden jeweils um 19.30 Uhr im Pina Bausch Zentrum under construction, Bundesallee 260, die Auff\u00fchrungen statt. F\u00fcr das Projekt veranstaltete der geb\u00fcrtige Italiener aus Neapel ab Anfang des Jahres offene Workshops, in deren Rahmen er Wuppertaler B\u00fcrger aus unterschiedlichen Generationen und Nationen zusammenbrachte, darauf bedacht, all ihre Facetten abzubilden. T\u00e4nzerische Erfahrungen waren nicht von N\u00f6ten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Veranstaltung ist eine Koproduktion von Francesco Vecchione, dem Pina Bausch Zentrum und der Art Garage Dance Company \u2013 viele weitere Wuppertaler Institutionen unterst\u00fctzen ebenfalls.<\/p>\n<p>Gro\u00dfes Gemeinschaftsprojekt aus B\u00fcrgern und K\u00fcnstlern      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Samstag und Sonntag erwartet die Besucher in den weitl\u00e4ufigen R\u00e4umlichkeiten des alten Schauspielhauses ein \u201ephilosophisches Labor\u201c, eine Art Parcours, der die Menschen hin zur Performance des Abends f\u00fchrt, die von unterschiedlichen Lebensgeschichten erz\u00e4hlt, sie in einem gemeinsamen Moment vereint. Zuvor durchlaufen sie verschiedene R\u00e4ume, die unterschiedliche Lebenswirklichkeiten darstellen und von T\u00e4nzern, Malern, S\u00e4ngern, Musikern und Fotografen mitgestaltet werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die bunten, mitrei\u00dfenden Bilder von Malerin Bianca Baierl, Fotografien von Ralf Silberkuhl, dazu afrikanische Rhythmen, syrische Melodien und zahlreiche weitere Darbietungen und Kunstwerke s\u00e4umen den Weg der Besucher. Viele der K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler sind, wie Francesco Vecchione selbst, in Wuppertal verwurzelt, bringen Biografien aus Syrien, Italien, Polen, den Philippinen und dem Kongo mit. \u201eDas Publikum wird hier frei herumlaufen k\u00f6nnen, kann sich die Kunst anschauen, einfach zuh\u00f6ren, sich einen Drink holen\u201c, erkl\u00e4rt der K\u00fcnstler. Wichtig sei ihm, den Abend bewusst offen zu gestalten, den Menschen eine Richtung vorzuschlagen, die sie aber eben nicht einschlagen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neun Tage lang wurde f\u00fcr die Tanzperformance mit den rund 30 bis 40 Wuppertaler B\u00fcrgern geprobt. Es herrscht ein liebevolles Miteinander auf Augenh\u00f6he, viele gehen ein und aus, winken sich freudig zu, haben w\u00e4hrend der gemeinsamen Zeit Freundschaften geschlossen oder kennen sich bereits aus anderen Projekten. Manche besuchen nur einige der Proben, weil sie am Auff\u00fchrungstag selbst nicht dabei sein k\u00f6nnen. \u201eF\u00fcr mich ist genau das Wuppertal\u201c, betont Francesco Vecchione. Es erw\u00e4rme sein Herz, wie wertsch\u00e4tzend die unterschiedlichen Altersklassen miteinander umgingen. \u201eEs m\u00fcssen nicht immer alle mit ihren Meinungen \u00fcbereinstimmen. Aber so kommt man in den Dialog\u201c, so Vecchione. Auch er selbst als K\u00fcnstler wachse an dem generationen- und kultur\u00fcbergreifenden Projekt: \u201eIch lerne hier wieder mehr \u00fcber mich selbst und vor allem auch, die Kontrolle abzugeben. Vielen T\u00e4nzern habe ich gesagt: \u201aMach, wonach dir ist\u2018. Habe ihnen h\u00f6chstens Fragmente an die Hand gegeben oder einzelne Fragen oder Begriffe. Vieles der Performance liegt in ihrer Hand\u201c, erkl\u00e4rt er. Bei dem Projekt liege der Spa\u00df im Fokus. \u201eEs ist kein finales Produkt, wenn man davon in der Kunst \u00fcberhaupt jemals sprechen kann\u201c, sagt er. \u201eDaf\u00fcr war die Zeit auch viel zu kurz.\u201c Aber so, und das sei hier f\u00fcr ihn ausschlaggebend, sei die ganze Performance auf ein sehr menschliches Level gebracht. Einblicke in die Proben zeigen: Hier werden unterschiedlichste Lebenswirklichkeiten erz\u00e4hlt. Die leidenschaftliche, vielleicht auch toxische Beziehung eines Paares, T\u00e4nzer, die sich in ihren eigenen Bewegungswelten verlieren, Erz\u00e4hlungen von Liebe, Zorn, Verzweiflung und vollkommener Ruhe. Vecchione wirft hier und da etwas ein, mit grobem Ziel vor Augen, macht Vorschl\u00e4ge, aber verlangt nicht zu viel. Die Frage, woher er seine Inspiration nehme, ist f\u00fcr den K\u00fcnstler mit Leichtigkeit zu beantworten: \u201eEs ist einfach das Leben. Und es \u00fcberkommt mich oft dann, wenn ich alleine bin mit meinen Gedanken. Kommt als Frage auf, w\u00e4hrend ich koche oder Musik h\u00f6re. Und dann schreibe ich es auf und schaue, was sp\u00e4ter daraus wird.\u201c<\/p>\n<p>Von gro\u00dfen Zukunftspl\u00e4nen bis zu neuen Hobbys      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Na\u00ebl Roger Sasportes ist 17 Jahre alt. Der \u201eSilent Waltz\u201c ist f\u00fcr ihn eine Premiere auf der B\u00fchne, auch wenn er seine Leidenschaft zum Tanz schon vor drei Jahren entdeckte. Kein Wunder: Sein Vater Jean Laurent Sasportes war viele Jahre festes Mitglied der Kompanie Tanztheater Pina Bausch. Mit dem gleichen Ziel vor Augen freut sich Na\u00ebl Roger Sasportes nun erst einmal auf die Vorstellung am Wochenende, die Arbeit mit Francesco Vecchione mag er sehr. \u201eEs ist sch\u00f6n, mit ihm zu arbeiten. Er investiert Zeit in mich\u201c, sagt der 17-J\u00e4hrige, f\u00fcr den Pina Bausch die gr\u00f6\u00dfte Inspiration ist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Andre F\u00fcsser und Andrea Haese-F\u00fcsser halten h\u00e4ufig Ausschau nach k\u00fcnstlerischen Projekten, in denen sie mitwirken k\u00f6nnen. \u201eDie Proben sind sehr intensiv und die Kombination mit den Profit\u00e4nzern ist spannend\u201c, so Andre F\u00fcsser. \u201eDas Sch\u00f6ne: Jeder wird akzeptiert. Ich bin 65 Jahre alt und habe keine k\u00fcnstlerische Ausbildung. Aber genau darum geht es hier: alles abzubilden, was die Menschheit zu bieten hat.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Karten gibt es online unter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit seiner Produktion \u201eThe Silent Waltz of the Many\u201c zelebriert Choreograph Francesco Vecchione die Freiheit zu sein, wer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1020299,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[14142,8878,3364,29,219255,219256,30,1209,14141,144911,219254,3929,4418,13885],"class_list":{"0":"post-1020298","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-bausch","9":"tag-construction","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-francesco","13":"tag-fuesser","14":"tag-germany","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-pina","17":"tag-silent","18":"tag-vecchione","19":"tag-waltz","20":"tag-wuppertal","21":"tag-zentrum"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1020298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1020298"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1020298\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1020299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1020298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1020298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1020298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}