{"id":10205,"date":"2025-04-06T10:42:13","date_gmt":"2025-04-06T10:42:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/10205\/"},"modified":"2025-04-06T10:42:13","modified_gmt":"2025-04-06T10:42:13","slug":"usa-diktatur-trump-it-cant-happen-here-von-sinclair-lewis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/10205\/","title":{"rendered":"USA, Diktatur, Trump, It can&#8217;t happen here von Sinclair Lewis"},"content":{"rendered":"<p>  Und es passiert doch: Der vision\u00e4re Roman, der eine Trump-Diktatur vorwegnahm <\/p>\n<p class=\"headline__lead\">Der amerikanische Literatur-Nobelpreistr\u00e4ger Sinclair Lewis schrieb eine bitter-b\u00f6se Satire mit dem ironischen Titel \u00abIt can&#8217;t happen here\u00bb. Diese k\u00f6nnte nicht besser die Gefahren beschreiben, die derzeit den USA drohen. Der Roman erschien &#8230; 1935.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Amerikas Hitler? Senator Huey P. Long wurde erschossen, bevor er den US-Pr\u00e4sidenten Franklin D. Roosevelt ernsthaft herausfordern konnte. Dem Schriftsteller Sinclair Lewis diente er als Vorbild f\u00fcr seine Romanfigur.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"3000\" height=\"2379\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/5951ff0c-fd59-48bc-bc83-c04390c59620.jpeg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>   Amerikas Hitler? Senator Huey P. Long wurde erschossen, bevor er den US-Pr\u00e4sidenten Franklin D. Roosevelt ernsthaft herausfordern konnte. Dem Schriftsteller Sinclair Lewis diente er als Vorbild f\u00fcr seine Romanfigur. <\/p>\n<p>Bild: AP (Baton Rouge, 12. November 1934)<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im57btrm0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text\">Die Herleitung ist so offensichtlich, dass die Analogie beinahe schon banal erscheint. 2016 holte Donald Trumps erste Amtszeit den Roman aus der Literatur-Mottenkiste hervor und sp\u00fclte ihn auf die Bestseller-Liste der \u00abNew York Times\u00bb. Die deutschsprachige Neuauflage warb auf dem Umschlag mit dem Zitat aus der \u00abGuardian\u00bb-Buchkritik: \u00abEine unheimliche Vorwegnahme der aktuellen Ereignisse.\u00bb Und wenige Wochen nach dem Sturm aufs Kapitol schrieb US-Feuilletonist John Diers: \u00abIch f\u00fcrchte, dass es 2021 passiert ist.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"2020 erschien im Aufbau-Verlag die deutschsprachige Neuauflage, die immer noch erh\u00e4ltlich ist.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1210\" height=\"2000\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>   2020 erschien im Aufbau-Verlag die deutschsprachige Neuauflage, die immer noch erh\u00e4ltlich ist. <\/p>\n<p>Bild: zvg<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im57bupl0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Diers&#8216; Bef\u00fcrchtung hat sich nach dem Ende von Trumps erster Amtszeit nicht best\u00e4tigt. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind trotz Kapitolsturm keine Diktatur geworden &#8211; noch nicht. Umso erstaunlicher wirkt daher, wie \u00abIt can&#8217;t happen here\u00bb 2025 wieder in Vergessenheit ger\u00e4t. Jetzt, da sich Donald Trump im zweiten Anlauf tats\u00e4chlich in atemberaubendem Tempo &#8211; und mit seinem Abrissmeister Elon Musk im Schlepptau &#8211; drauf und dran macht, die althergebrachten demokratischen Strukturen zu zerschlagen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im57ca3l0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Gerade jetzt sollte \u00abDas ist bei uns nicht m\u00f6glich\u00bb, so der deutsche Titel, wieder gekauft und gelesen werden: weil es zum einen eine spannende, tiefsinnige Lekt\u00fcre aus der Hand des ersten amerikanischen Literaturnobelpreistr\u00e4gers Sinclair Lewis ist. Und zum anderen, weil es nach wie vor durch seine dystopische Qualit\u00e4t zu verbl\u00fcffen vermag.<\/p>\n<p>Rechtzeitig zum Wahlkampf von 1936 ver\u00f6ffentlicht<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im57caao0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Sinclair Lewis ver\u00f6ffentlichte seinen Roman 1935. Ein Jahr sp\u00e4ter folgte die weiterhin g\u00fcltige deutsche \u00dcbersetzung des Kleist-Preistr\u00e4gers und Exil-Autors Hans Meisel. Ebendiese Jahreszahl macht das Ganze weniger unheimlich, als es der \u00abGuardian\u00bb-Rezensent vorgibt. Denn die Machtergreifung der Nazis in Deutschland musste einen klugen, sozialkritischen Beobachter wie Sinclair Lewis zwangsl\u00e4ufig zur Frage f\u00fchren, was w\u00e4re, wenn.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im5arr4d0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Was w\u00e4re, wenn ein Politiker wie der damals als radikaler Populist gef\u00fcrchtete S\u00fcdstaatler Huey Long es geschafft h\u00e4tte, in die Fussstapfen Mussolinis und Hitlers zu treten und aus den USA eine Diktatur zu machen? Was h\u00e4tte ein rechtsextremer Pr\u00e4sidentschaftskandidat wie Long sagen und tun m\u00fcssen, um den amtierenden Franklin D. Roosevelt in den Wahlen von 1936 zu besiegen und danach den Hort der Demokratie in einen faschistischen Staat zu verwandeln?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Sinclair Lewis auf einem Portr\u00e4t Mitte der 1920er-Jahre.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"3140\" height=\"3952\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>   Sinclair Lewis auf einem Portr\u00e4t Mitte der 1920er-Jahre. <\/p>\n<p>Bild: Library Of Congress\/Corbis Historical<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im57cah30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Die furchteinfl\u00f6ssenden Umst\u00fcrze in Europa und die aktuellen Entwicklungen in den USA rund um Huey Long brachten Sinclair Lewis dazu, rechtzeitig zum Wahlkampf von 1936 \u00abIt can&#8217;t happen here\u00bb zu schreiben. Seine zweite Ehefrau, Dorothy Thompson, hatte als Auslandskorrespondentin in Berlin den Aufstieg der Nazis hautnah miterlebt und sogar Hitler interviewt.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1imniba3l1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Ihre Erlebnisse in Deutschland verschafften Lewis zus\u00e4tzliche, wertvolle Hintergrundinformationen zu den Prinzipien neu etablierter Diktaturen. Dass einen Monat vor der Ver\u00f6ffentlichung Huey Long dem Kugelhagel eines Attent\u00e4ters zum Opfer fiel, schm\u00e4lerte den Erfolg der Romans keineswegs, im Gegenteil.<\/p>\n<p>Umgehend zur Pflichtlekt\u00fcre erkl\u00e4rt<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im57can30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">\u00abIt can&#8217;t happen here\u00bb wurde umgehend ein Bestseller und von seinen Zeitgenossen als Warnung verstanden, wie eine Demokratie langsam und unauff\u00e4llig in eine Diktatur abgleiten kann, wenn die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nicht wachsam sind und ihre Freiheiten verteidigen. Das einflussreiche US-Wochenmagazin \u00abThe New Yorker\u00bb erkl\u00e4rte die Neuerscheinung zur Pflichtlekt\u00fcre. Denn im Roman schafft es der fiktive Demagoge Berzelius \u00abBuzz\u00bb Windrip, was dem realen Huey Long versagt blieb: Franklin D. Roosevelt in der 1936er-Wahl zu besiegen und anschliessend zielstrebig ein autorit\u00e4res Regime zu errichten.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im5ddrpc0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Hier wird es f\u00fcr uns heute besonders spannend. In der Tat muss man in fast jedem Kapitel und bei fortlaufender Lesedauer automatisch an Donald Trumps Erfolgsstrategien und das Gebaren seines \u00abMake America Great Again\u00bb-Gefolges denken. F\u00fcr den US-Kritiker Lary Bloom war es sogar Sinclair Lewis, der \u00abdie Figur Trump erfunden hat\u00bb. Lewis\u2019 zeitgen\u00f6ssische Leserschaft dagegen suchte und fand ihre Analogien in Nazi-Deutschland.<\/p>\n<ul class=\"enumeration enumeration--regular\">\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\">Im Wahlkampf erweist sich Buzz Windrip als notorischer L\u00fcgner, der mit Hetzreden die von der Weltwirtschaftskrise gezeichnete, unzufriedene W\u00e4hlerschaft hinter sich schart. Sein Wahlkampfmotto lautet:\u00a0\u00abTo make America a proud, rich land again\u00bb. Er verspricht, die USA von \u00abliberalen Eliten\u00bb und \u00abj\u00fcdischen Verschw\u00f6rern\u00bb zu befreien.<\/li>\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\">Massgeblich zum Wahlsieg von Windrip tr\u00e4gt Bischof Paul Peter Prang bei. Der methodistische Geistliche ist der popul\u00e4rste Radio-Prediger des Landes, zieht die christlichen Fundamentalisten\u00a0auf die Seite des Rechtspopulisten und legitimiert Windrips \u00abg\u00f6ttliche Mission\u00bb. Ein lukratives Einkommen verschafft Prang sein eigener Fanclub \u00abLiga der vergessenen M\u00e4nner\u00bb, den er mit horrenden Spendengeldern melkt. Der Radio-Bischof ist f\u00fcr Windrip das, was\u00a0heutige rechte\u00a0Podcaster\u00a0wie Joe\u00a0Rogan\u00a0oder TV-Evangelisten wie Franklin Graham f\u00fcr Donald Trump bedeuten.<\/li>\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\">Windrips diabolischer Einfl\u00fcsterer und Stratege im Hintergrund ist Lee Sarason, ein ehemaliger Journalist, der den Wahlkampf leitet und sp\u00e4ter als Innenminister durch Zensur, Manipulation und Gewalt\u00a0den diktatorischen Umbau des Landes vorantreibt. Dachten Zeitgenossen wom\u00f6glich an Joseph Goebbels als Vorbild, erkannten die US-Leser von 2016 in Sarason den damaligen Trump-Berater und Scharfmacher Steve Bannon wieder. Eine Dekade sp\u00e4ter liegt der Bezug zu Elon Musk auf der Hand.<\/li>\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\">Kaum an der Macht macht sich das mit \u00fcberzeugten Loyalisten besetzte Gremium \u00abCorpos\u00bb daran, staatliche Verwaltung und Wirtschaft zu zerschlagen und den Weg zu\u00a0Windrips Autokratenherrschaft\u00a0zu ebnen. Wie bei Elon Musks DOGE f\u00fchrt Corpos selbst bei treuen Anh\u00e4ngern bald zur Ern\u00fcchterung, da es Windrips wichtigstes Wahlkampfversprechen, ein fixes Jahreseinkommen f\u00fcr jede Familie, bricht.<\/li>\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\">\u00abBuzz\u00bb Windrip\u00a0zerschl\u00e4gt die Gerichtsbarkeit des Supreme Courts, wandelt Bundesstaaten in Provinzen um und treibt den Anschluss von Kanada und Mexiko an die USA voran, wobei er vor milit\u00e4rischen Mitteln nicht zur\u00fcckschreckt. Zuletzt sieht er sich als Imperator und tr\u00e4umt von einem Kaiserreich Amerika.<\/li>\n<li data-team-li=\"\" class=\"enumeration__item\">Entscheidend aber f\u00fcr die Errichtung der Diktatur made in USA ist Windrips und Sarasons eigene Sturmtruppe, die \u00abMinute Men\u00bb, so benannt nach den amerikanischen Milizen im Unabh\u00e4ngigkeitskrieg. F\u00fcr Buzz Windrips \u00abzweite amerikanische Revolution\u00bb kn\u00fcppeln sie die politische Opposition nieder und morden zum Machterhalt nach Belieben.<\/li>\n<\/ul>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1im5eser10\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Der Protagonist des Romans, der liberale Journalist Doremus Jessup, k\u00e4mpft mit zunehmender Verzweiflung gegen diesen Umsturz an. Dabei muss er miterleben, wie Bekannte, Freunde und schliesslich sein eigener Sohn ins feindliche Lager \u00fcberlaufen. Nach seiner Verhaftung wird Jessup in einem der neu entstandenen Konzentrationslager gefoltert, kann aber dank gl\u00fccklicher Umst\u00e4nde ins Exil entkommen. Von Kanada aus setzt er seinen Widerstand im Untergrund fort.<\/p>\n<p>Kein Grund f\u00fcr ein Happy End<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1imng24si0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Die Brutalit\u00e4t, mit der die amerikanischen KZ gef\u00fchrt werden, geh\u00f6rt zu den vision\u00e4rsten Beschreibungen \u00fcberhaupt und nimmt Hannah Arendts \u00abBanalit\u00e4t des B\u00f6sen\u00bb um Jahre vorweg. Ein keineswegs sadistisch veranlagter KZ-W\u00e4chter qu\u00e4lt seinen ehemaligen Nachbarn einfach aus dem Grund, weil dieser auf der falschen Seite des Gitters gelandet ist.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1imng252g0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Nicht minder genial-malizi\u00f6s schildert Lewis, wie die Revolution ihre eigenen Kinder zu fressen beginnt. Der unbequem gewordene Bischof Prang verschwindet auf Nimmerwiedersehen in einer psychiatrischen Anstalt. Der verachtenswerte Minute-Men-Anf\u00fchrer und Denunziant \u00abShad\u00bb Ledue, einst Jessups fauler Angestellter, landet selbst im von ihm errichteten KZ, wo er von seinen gequ\u00e4lten Opfern umgebracht wird.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1imngug7d0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Obschon Diktator \u00abBuzz\u00bb Windrip die US-Wirtschaft an die Wand f\u00e4hrt und von zahlreichen Aufst\u00e4nden bedr\u00e4ngt wird, kann er sich zwei Jahre lang an der Macht halten. Erst als das \u00abewige Morden\u00bb selbst seinem engsten Umfeld zu viel wird, wird er von seinem besten Freund Lee Sarason gest\u00fcrzt. Dieser wird dann seinerseits vom Kriegsminister Dewey Haik liquidiert, der 1939 (!) umgehend einen grossen Angriffskrieg gegen Mexiko vom Zaun bricht.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1imo1uc8e1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">Zu einem Happy End mochte sich Sinclair Lewis 1935 nicht durchringen. In seinem Roman wird die eine US-Diktatur durch die n\u00e4chste, noch schlimmere ersetzt. Unter Haik herrscht im Land B\u00fcrgerkrieg, w\u00e4hrend der gest\u00fcrzte Diktator Windrip sich im Pariser Exil ein sch\u00f6nes Leben macht. Ob Jessups Kampf f\u00fcr die Wiederherstellung der Demokratie einst vom Erfolg gekr\u00f6nt sein wird, bleibt bis zur letzten Buchseite offen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1imnhqcgt0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction zephr-article\">F\u00fcr die deutsche Autorin und Soziologin Katja Kullmann ist \u00abIt can\u2019t happen here\u00bb heute dennoch eine \u00abtr\u00f6stliche Lekt\u00fcre\u00bb, wie sie in einem Interview im Deutschlandfunk sagte &#8211; \u00abweil die Unw\u00e4gbarkeit dessen, was gerade in Amerika passiert, schon mal jemand angedacht hat. Man kann ein bisschen was daraus lernen.\u00bb<\/p>\n<p>Sinclair Lewis: \u00abIt Can\u2019t Happen Here\u00bb <\/p>\n<p data-team-footnote=\"\">Verlag Signet, Englisch, 416 Seiten, Taschenbuch. 13.90 Franken. Auf Deutsch: \u00abDas ist bei uns nicht m\u00f6glich\u00bb, Aufbau Verlag, 21.90 Franken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Und es passiert doch: Der vision\u00e4re Roman, der eine Trump-Diktatur vorwegnahm Der amerikanische Literatur-Nobelpreistr\u00e4ger Sinclair Lewis schrieb eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10206,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,7732,106,444,13,7733,196,14,15,16,12,4017,4018,4016,64,4019,4020,4672],"class_list":{"0":"post-10205","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-buzz","11":"tag-donald-trump","12":"tag-elon-musk","13":"tag-headlines","14":"tag-huey-long","15":"tag-it","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-politik","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-united-states","21":"tag-united-states-of-america","22":"tag-us","23":"tag-usa","24":"tag-vereinigte-staaten","25":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","26":"tag-wahlen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114290605756329432","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10205"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10205\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}