{"id":102071,"date":"2025-05-11T12:10:13","date_gmt":"2025-05-11T12:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/102071\/"},"modified":"2025-05-11T12:10:13","modified_gmt":"2025-05-11T12:10:13","slug":"bei-treffen-mit-den-russen-trumps-ukraine-fachmann-nutzte-kreml-dolmetscher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/102071\/","title":{"rendered":"Bei Treffen mit den Russen: Trumps Ukraine-Fachmann nutzte Kreml-Dolmetscher"},"content":{"rendered":"<p>                    Bei Treffen mit den Russen<br \/>\n                Trumps Ukraine-Fachmann nutzte Kreml-Dolmetscher<\/p>\n<p>\t\t\t\t              11.05.2025, 13:52 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Trumps Sondergesandter Steve Witkoff verzichtet bei Gespr\u00e4chen mit Kreml-Vertretern auf eigene Dolmetscher und l\u00e4sst sich das Gesagte von Russen \u00fcbersetzen. Das hat gleich mehrere Nachteile, sagen US-Diplomaten.  <\/strong><\/p>\n<p>Donald Trumps Sondergesandter f\u00fcr die Ukraine, Steve Witkoff, hat sich bei hochrangigen Treffen mit der russischen Seite auf einen Kreml-Dolmetscher verlassen. Bei Verhandlungen im Februar, M\u00e4rz und April in Moskau und Sankt Petersburg nutzte Witkoff in Verhandlungen \u00fcber mehrere Stunden jeweils einen \u00dcbersetzer, der vom Kreml gestellt wurde. Ein sehr un\u00fcbliches Verhalten, wie der US-Sender NBC einsch\u00e4tzt. Der TV-Sender beruft sich in seiner Meldung auf die Aussagen eines US-Beamten und zwei weiterer westlicher Beamten. <\/p>\n<p>Witkoff ist ein ehemaliger Immobilienmagnat und Kryptow\u00e4hrungsh\u00e4ndler, der von US-Pr\u00e4sident Donald Trump zum Sondergesandten des Wei\u00dfen Hauses ernannt wurde. Russisch spricht der Amerikaner nicht, auch hat er keine Erfahrung auf dem politischen Parkett, weder im Inland noch international. <\/p>\n<p>Witkoff wusste nicht, was gesprochen wird<\/p>\n<p>Das Fehlen diplomatischer Erfahrung \u00e4u\u00dfert sich nun laut dem NBC-Bericht darin, dass Witkoff mit einer g\u00e4ngigen, langj\u00e4hrigen Gepflogenheit des Wei\u00dfen Hauses bricht. \u00dcblicherweise nimmt ein eigener Dolmetscher der amerikanischen Seite an internationalen Gespr\u00e4chen teil. Unter anderem erm\u00f6glicht es dem Verhandler, dass er sich auch \u00fcbersetzen lassen kann, wenn sich Gespr\u00e4chspartner der Gegenseite untereinander austauschen. Witkoff konnte hingegen nicht einsch\u00e4tzen, was auf russischer Seite w\u00e4hrend der diversen Treffen besprochen wurde. <\/p>\n<p>Zwei ehemalige US-Botschafter sehen in Witkoffs Gebaren zudem das Risiko, dass durch den Einsatz von Kreml-Dolmetschern manche Nuance in Wladimir Putins Botschaften verloren gegangen sein k\u00f6nnte. Der US-Sondergesandte sei nicht in der Lage gewesen, das Gesagte unabh\u00e4ngig zu \u00fcberpr\u00fcfen. <\/p>\n<p>Eine Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses erkl\u00e4rte in einer Stellungnahme, Witkoff halte sich &#8222;in Abstimmung mit dem Au\u00dfenministerium an alle Sicherheitsprotokolle&#8220;. Sein Team reagierte nicht auf eine Anfrage von NBC. Sowohl das Au\u00dfenministerium als auch der Kreml wurden von dem US-Sender um eine Stellungnahme gebeten. <\/p>\n<p>Der russische Staatschef, der etwas Englisch spricht, kommuniziert w\u00e4hrend Verhandlungen und bei offiziellen Treffen \u00fcber einen Dolmetscher. Bei dem Treffen mit Witkoff am 25. April wurde er nach NBC-Informationen flankiert von seinem Sonderberater Juri Uschakow, einem ehemaligen Kreml-Botschafter in den USA, und <a href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/news\/world\/kirill-dmitriev-putin-russia-us-trump-ukraine-negotiations-rcna192763\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kirill Dmitriev<\/a>, seinem Sonderbeauftragten f\u00fcr Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Ein Dolmetscher war auch im Team. <\/p>\n<p>Ein kurzes Video des Treffens, das vom Kreml ver\u00f6ffentlicht wurde, zeigt einen l\u00e4chelnden Witkoff, der allein den Raum betritt, bevor er Putin die Hand sch\u00fcttelt, der ebenfalls strahlt. Witkoff scheint nicht von Beratern oder Experten begleitet zu sein, die normalerweise amerikanische Beamte bei heiklen und komplizierten Verhandlungen unterst\u00fctzen. <\/p>\n<p>&#8222;Die Sprache ist nie dieselbe&#8220;<\/p>\n<p>Als &#8222;sehr schlechte Idee&#8220; bezeichnet Michael McFaul, ehemaliger US-Botschafter in Russland, den Einsatz des Kreml-Dolmetschers. Sie habe Witkoff &#8222;in eine echte Nachteilssituation gebracht&#8220;. &#8222;Ich spreche Russisch und habe Kreml-Dolmetschern und US-Dolmetschern bei derselben Sitzung zugeh\u00f6rt&#8220;, erkl\u00e4rte McFaul dem Sender. &#8222;Die Sprache ist nie dieselbe.&#8220; <\/p>\n<p>Die Anwesenheit eines US-Dolmetschers gew\u00e4hrleistet laut McFaul auch eine genauere schriftliche Wiedergabe des Treffens f\u00fcr den Rest der Regierung, bekannt als Gespr\u00e4chsprotokoll oder &#8222;Memcon&#8220;. Am Ende jedes seiner Treffen habe er &#8222;den Dolmetscher befragt, um sicherzustellen, dass wir alles richtig verstanden haben, damit das Memcon genau stimmt. Mit einem russischen Beamten ist das nicht m\u00f6glich&#8220;. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei Treffen mit den Russen Trumps Ukraine-Fachmann nutzte Kreml-Dolmetscher 11.05.2025, 13:52 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":102072,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,661,508,106,13,14,15,16,307,12,317,306],"class_list":{"0":"post-102071","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-diplomatie","12":"tag-donald-trump","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-ukraine","20":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114489132720248482","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102071"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102071\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/102072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=102071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=102071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}