{"id":1021000,"date":"2026-05-15T13:14:15","date_gmt":"2026-05-15T13:14:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1021000\/"},"modified":"2026-05-15T13:14:15","modified_gmt":"2026-05-15T13:14:15","slug":"duesseldorf-verbraucherzentrale-verklagt-dr-rick-und-dr-nick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1021000\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Verbraucherzentrale verklagt Dr. Rick und Dr. Nick"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">  <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/botox\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Botox<\/a>, Nasenkorrektur, Facelift: Das Gesch\u00e4ft mit der Sch\u00f6nheit boomt. In D\u00fcsseldorf geh\u00f6rt die Beauty-Praxis von \u201eDr. Rick und Dr. Nick\u201c am <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/schadowplatz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schadowplatz<\/a> zu den gr\u00f6\u00dften Anbietern, ihr Unternehmen Aesthetify betreibt zudem Praxen unter anderem in M\u00fcnchen, Berlin und Frankfurt. Doch jetzt haben die beiden \u00c4rzte vor Gericht eine empfindliche Niederlage hinnehmen m\u00fcssen: Das Oberlandesgericht (OLG) <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hamm\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamm<\/a> urteilte am Dienstag, dass das Unternehmen bestimmte Facharztbezeichnungen nicht mehr verwenden darf. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale NRW \u2013 und das nicht zum ersten Mal.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei dem Streit ging es um Zurechnungsfragen von Falschaussagen von KI-Chatbots. Nahmen Kundinnen und Kunden mit der Praxis online Kontakt auf, um Termine zu buchen oder Fragen zu stellen, antwortete der Chatbot beispielsweise, dass die beiden \u201eFach\u00e4rzte f\u00fcr plastische und \u00e4sthetische Chirurgie\u201c oder \u201eFach\u00e4rzte f\u00fcr \u00e4sthetische Medizin\u201c seien. Die beiden \u00c4rzte haben aber keine Facharztausbildung auf diesem Gebiet absolviert. Das Gericht urteilte, dass diese Aussagen \u201eunzul\u00e4ssige gesch\u00e4ftliche Handlungen\u201c seien \u2013 und gab dem Unterlassungsanspruch der Verbrauchersch\u00fctzer statt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Verbraucherzentrale hatte das Unternehmen in der Sache zun\u00e4chst abgemahnt und zur Unterzeichnung einer Unterlassungserkl\u00e4rung aufgefordert. Der Chatbot wurde dann zwar deaktiviert \u2013 und ist es bis heute \u2013, doch die Erkl\u00e4rung wurde nicht unterzeichnet. Deshalb entschied jetzt das OLG Hamm, das f\u00fcr ganz NRW f\u00fcr Unterlassungsklagen zust\u00e4ndig ist. \u201eDr. Rick\u201c und \u201eDr. Nick\u201c hatten unter anderem argumentiert, die falschen Antworten des Chatbots seien nicht dem Unternehmen zuzurechnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das jedoch sei nicht zutreffend, hei\u00dft es in dem Urteil. Die Antworten sind demnach dem Unternehmen und seinen beiden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern zuzurechnen, diese tragen damit auch f\u00fcr die Falschangaben zu den Facharzttiteln die Verantwortung. Auf eine Anfrage zu dem Urteil und dazu, wie es mit dem Chatbot weitergeht, reagierten Henrik He\u00fcveldop (\u201eDr. Rick\u201c) und Dominik Bettray (\u201eDr. Nick\u201c) nicht. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Urteil ist aber noch nicht rechtskr\u00e4ftig. Weil darin erstmals juristische Fragen zum Thema KI-Chatbots beantwortet wurden, hat der Senat des OLG Hamm die Revision zum <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesgerichtshof\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesgerichtshof<\/a> zugelassen (Az.: 4 UKl 3\/25).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Botox, Nasenkorrektur, Facelift: Das Gesch\u00e4ft mit der Sch\u00f6nheit boomt. 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