{"id":1022407,"date":"2026-05-16T02:37:19","date_gmt":"2026-05-16T02:37:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1022407\/"},"modified":"2026-05-16T02:37:19","modified_gmt":"2026-05-16T02:37:19","slug":"creator-day-in-duesseldorf-das-ist-wie-frueher-bei-elvis-presley","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1022407\/","title":{"rendered":"Creator Day in D\u00fcsseldorf: \u201eDas ist wie fr\u00fcher bei Elvis Presley\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">30 Influencer, zum Greifen nah \u2013 das ist das Versprechen der Creator Days. Sie stehen verteilt auf kleinen B\u00fchnen, an denen Fans anstehen und Fotos mit ihnen machen k\u00f6nnen; jede Stunde r\u00fccken neue TikToker, YouTuber oder Streamer nach. W\u00e4hrenddessen l\u00e4uft auf der Hauptb\u00fchne durchgehend Programm: Es wird gesungen, gezaubert, getanzt, jongliert und aufgelegt. Die regul\u00e4ren Tickets kosten rund 50 Euro, etwa 4000 wurden bislang verkauft.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gastgeber des Events ist der 24-j\u00e4hrige YouTuber \u201eLewinray\u201c. Bekannt vor allem durch kurze Sketche, in denen er verschiedene Figuren verk\u00f6rpert \u2013 eine strenge Lehrerin oder Mutter etwa, deren lange Haare ein Handtuch auf seinem Kopf veranschaulichen soll. Viele der Szenen spielen in der Schule. \u201eMein durchschnittlicher Zuschauer ist ungef\u00e4hr 13 Jahre alt\u201c, sagt Lewin. Auf YouTube und TikTok folgen ihm Millionen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aufgewachsen ist Lewin in einem Dorf mit 8000 Einwohnern in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/baden-wuerttemberg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Baden-W\u00fcrttemberg<\/a>. Mit der Medienwelt hatte er dennoch fr\u00fch Kontakt \u2013 sein Vater spielte Schlagzeug f\u00fcr Musiker wie <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/phil-collins\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Phil Collins<\/a> und Heino, unter anderem bei \u201eWetten, dass..?\u201c. \u201eIch fand das Rampenlicht schon damals geil\u201c, sagt Lewin. Auch er machte Musik, bewarb sich bei Castingshows wie \u201eThe Voice Kids\u201c \u2013 zun\u00e4chst erfolglos. \u201eEigentlich wollte ich aber immer Moderator werden\u201c, sagt er. Also fing er als Jugendlicher an, Videos hochzuladen; er filmte seinen Alltag, testete etwa mit Freunden das Eis von McDonald&#8217;s.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Durchbruch kam w\u00e4hrend Corona, in Lewins Abiturzeit. \u201eDamals ging auf einmal der TikTok-Hype los\u201c, sagt er. Nach dem Abi konzentrierte er sich voll auf die Kurzvideos. \u201eManche machen ein Auslandsjahr. Und ich hab meinen Eltern eben gesagt: Ich will das ausprobieren.\u201c Jeden Tag habe er drei TikToks gedreht, ein halbes Jahr lang, erz\u00e4hlt er. Danach hatte er eine Million Abonnenten, bekam Werbedeals, zog vom Dorf in eine Berliner Influencer-Villa, danach weiter nach K\u00f6ln. Dort werde er inzwischen jeden Tag erkannt, sagt er \u2013 wenn er denn rausgehe. Neben seinen Videos hat er Songs ver\u00f6ffentlicht, die ebenfalls Millionen von Abrufen erzielen. Die vergangenen Tage verbrachte er in den USA, \u201eum Tornados zu jagen\u201c und die besten Hotels in LA zu testen. \u201eGenau das, wovon ich fr\u00fcher getr\u00e4umt habe\u201c, sagt er.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Also ist er nun wunschlos gl\u00fccklich. Oder? Er z\u00f6gert kurz. Irgendwie habe er sich das mit dem Erfolg anders vorgestellt. Irgendwann w\u00fcrde es klick machen, habe er gedacht. \u201eAber man hat das Gef\u00fchl, dass man immer weiter hoch muss.\u201c Bald will er ein eigenes Produkt in den Einzelhandel bringen, er spielt in einer Serie mit. \u201eUnd ich will jetzt unbedingt mit einem Song Gold gehen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAls Frontmann ist das schon was anderes\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Samstag trifft Lewin in D\u00fcsseldorf auf seine Fans. Wie zuletzt 2024 \u2013 damals gab es in Ludwigsburg schon mal einen Creator Day. \u201eSo etwas habe ich noch nie erlebt\u201c, sagt Andreas Sadri, einer der Veranstalter. \u201eTausende schreiende Kinder, der L\u00e4rmpegel ist unbeschreiblich. Das ist wie fr\u00fcher bei <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/elvis-presley\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Elvis Presley<\/a>.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Lewin wird am Samstag auf der gro\u00dfen B\u00fchne stehen und zu seinen Fans singen. Zwar sind es nur drei Songs, doch er sei schon ziemlich aufgeregt, sagt er. Etwas B\u00fchnenerfahrung hat er immerhin schon: Auf Dorffesten habe er als Jugendlicher am Schlagzeug AC\/DC-Cover begleitet. \u201eAber als Frontmann ist das schon was anderes.\u201c Diesmal am Schlagzeug: sein Vater.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30 Influencer, zum Greifen nah \u2013 das ist das Versprechen der Creator Days. 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